Lichtwolf Nr. 40 („Zahlen, Ziffern und Nummern“)

7,80 

Grundrechnen, Zählen und Bezahltwerden, Schulnoten sowie die 16 besten Zahlen zwischen 0 und 9 plus unendlich werden in diesem 90-seitigen DIN-A4-Paperback durchdacht, außerdem Bergwerksdichtung sowie Roman vs. Kurzgeschichte.

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Beschreibung

Georges Ifrah und John D. Barrow haben Beachtliches in Zahlengeschichte und -philosophie vorgelegt. Dieses Winterheft setzt das menschheitsalte Denken von und über Ziffern und Nummern fort – nach der Einleitung ins Titelthema „Zahlen, Ziffern und Nummern“ zunächst mit Bdolfs Propädeutikum sowie mit den 16 besten Zahlen zwischen 0 und 9, die übers Heft verteilt präsentiert werden. Zu Beginn ein Gang in die Tiefe der Künstlichkeit, die Mathe und Kunst gemeinsam haben, wie Wolfgang Schröder ergründet. Tina Wirtz hat sich mit einer vor allem in Finanzdingen verbreiteten Zahl auseinandergesetzt, das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus (IPuP) dagegen mit der Bedeutung, die Guattari und Deleuze den Zahlen für die Wissenschaft zuschreiben. Eben da sieht Marc Hieronimus den Hund begraben, der vielleicht anregendere Antworten als bloße Quantitätsangaben wüsste. In eine ähnliche Kerbe schlägt Matthias Laux mit seinem philosophiehistorisch fundierten Nachtrag zur Wissenschaftskritik aus dem vorigen Heft. In Sorge um unsere Jugend erklärt Bdolf auf der Kinderseite Lichtwelpe dem kleinen Kevin-Thorwald, was es mit Zinsgewinnen auf sich hat, und auch Michael Helming hat was für die Kleinen und Kindgebliebenen, nämlich ein Exklusivinterview mit Graf Zahl. Johannes Witek erzählt eine kleine „Ökologische Lehrfabel“ und Timotheus Schneidegger erklärt, wie subversiv Subtraktion nach Alain Badiou und Slavoj Žižek ist. Ní Gudix und HEL Toussaint haben sich über Hartz IV und das Künstlertum zwischen Zählen und Bezahltwerden unterhalten und legen Gedichte zum Thema vor. Im IPuP wird ein Abschlusszeugnis erwartet – guter Anlass für eine Meditation über die lebensweltliche Bedeutung der sechs Zahlen von „sehr gut“ bis „ungenügend“. Eine Reihe von gut zu wissenden Kleinigkeiten aus der quantifizierten Welt hat Marc Hieronimus zusammengetragen, ehe Stefan Schulze Beiering seine neue Essayreihe mit einer Erklärung eröffnet, was ein Wort ist (etwas ganz anderes als eine Zahl). Michael Helming treibt sich mit Hummeln und Computer zwischen 0, 1 und unendlich herum, Comic-Mann Mirko Stehr schickt seine gezeichneten Racker zum Einklaufen in den Plattenladen und Bdolf erzählt von der Bedeutung des Goldenen Sch(n)itts auf See. Das Titelthema wird wie üblich mit der größten Bratwurst der Welt abgeschlossen. Diesmal geben acht Autoren ihren Senf ab zur Frage, ob das Dezimalsystem Segen oder Fluch sei.

Den hinteren Heftteil eröffnen der Feuilleton-Rückblick und Rezensionen in unter 800 Zeichen in der Reihe „Kurz und Klein“ – sowie gewitzte Kleinigkeiten „Pro Domo et Mundo“. Stefan Rode hat den Bochumer Bergwerksdichter Heinrich Kämpchen ausgegraben und stellt den vergessenen Doyen der proletarischen Lyrik in der Reihe „Lebende & Leichen“ vor. Marc Hieronimus fragt sodann, wann man aufhöre, zu fragen (inkl. einiger der drängendsten Fragen) und Schneidegger entgegnet Michael Helming, der im vorigen Heft den Kopf schüttelte über den Vorzug, der hierzulande dem Roman vor der Kurzgeschichte gegeben wird, warum dies seine Berechtigung hat. Dann kommen noch Kurzbios der Autoren und Illustratoren, das Impressum und eine Menge Reklame, ehe die Heftrückseite erreicht ist.

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