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Kultur(terrorismus)

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In Deutschland und eigentlich auf der ganzen Welt geht vieles schief, häufig gar der Lauf der Dinge. Während anderswo Hunger und Krieg regieren, wird die hochindustrialisierte westliche Hemisphäre von konservativen Regierungen geplagt, die just Hunger und Krieg zum Exportschlager Nummer 1 machen, während im Innern Takt und Kultur vor die Hunde gehen.
Die sauberen Herren (und immer mehr Damen) "da oben" machen ihren Schweinestaat und Raubkapitalismus, und wir müssen es ausbaden. Oder uns darüber aufregen, um in elaborierter Art und Weise Aufmerksamkeit für die sublime Unerträglichkeit der Zustände unter dem postulierten Wohlstand des Westens zu schaffen.
Es wird Zeit, daß die Fauna im Dschungel der Kultur zeigt, was sie von denen hält, die einzig in der Zerstörung des Lebensraums jener Kreativität zeigen.


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Lichtwolf 1/2008 (Nr. 25)Lichtwolf 1/2008 (Nr. 25), S. 20 (Kultur(terrorismus)):
Emblembetrachtungen I: Hoc oriente fugor

Ein Beitrag aus der Rubrik Kultur(terrorismus)...
von Tobias Roth


Kultur(terrorismus) am 11.11.2007, 11:27 Uhr

Noch die blutroteste Tinte ins Digitale aufgesogen

Man erinnere sich oder nehme es nun nachträglich zur Kenntnis: Am 1.1. ds.J. wurde "Die Fackel" gemeinfrei, dieses von 1899 bis 1936 donnernde Moralgeschütz des publizistischen Einzelkämpfers Karl Kraus (siehe Lichtwolf Nr.21, S.29ff.). Die über 22.000 Seiten der Fackel standen sogleich komplett digitalisiert und nach Invektiven gegen praktisch jeden durchsuchbar, der im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts unangenehm auffiel, unter corpus1.aac.ac.at/fackel (Nutzbar nach kostenloser Registrierung.)

SimplicissmusZwischenzeitlich ist auch ein weiterer Urahn aus dem Holozän des Zeitschriftenwaldes in digitalisierter Form zugänglich gemacht: Der "Simplicissmus" mit der roten Dogge als Wappentier. Gefördert von der DFG sind alle 49 Jahrgänge im PDF-Format unter simplicissmus.info abrufbar. Wo die Kraussche Fackel wie ein wütender Fels in der Brandung ihrer Zeit stand, machte der Simplicissmus zwischen seiner ersten Nummer 1896 und seinem um Krieges Willen eingestellten Erscheinen im September 1944 so manche Wende im Stechschritt des deutschen Geistes mit. Mal wird der wilhelminische Geist auf die Schippe genommen, dann dem Hurra-Patriotismus im Ersten Weltkrieg gefrönt, dann zählen Thomas Mann und Kurt Tucholsky zu den Autoren, vor 1933 wird die NSDAP veräppelt, der nach 1933 applaudiert wird und nach der Kriegswende 1942 geht es schließlich ganz bergab ins Schmollen darüber, daß die Welt partout nicht am deutschen Wesen genesen will.


Lichtwolf 3/2007 (Nr. 24)Lichtwolf 3/2007 (Nr. 24), S. 24 (Kultur(terrorismus)):
Crank File

Vollkommen wirre Bildgeschichte über den Widerstand gegen das Verschwinden.
von Nasicus


Lichtwolf 2/2007 (Nr. 23)Lichtwolf 2/2007 (Nr. 23), S. 27 (Kultur(terrorismus)):
Stifters Finger in Stifters Po

Überfällige Abrechnung mit dem Biedermeiergesülze des verklemmten Zeitverschwenders und wohl am meisten überschätzten Autoren der deutschen Literaturgeschichte: Adalbert Stifter.
von Tobias Roth


Kultur(terrorismus) am 26.02.2007, 19:41 Uhr

Neues von der Slam-Front

1. Beim neulich annoncierten "ersten Poetry Slam im Kreis Sigmaringen" räumte Freiburg am Wochenende kräftig ab. Souverän lasen sich Monika Koncz und Johannes Franzen ins Finale, wo die Dame schließlich knapp über den Herrn triumphierte.

Nachtrag: Die Schwäbische Zeitung berichtete am 28.02. ziemlich exklusiv von diesem Poetry Slam.

2. Am gestrigen Sonntag hatte die Poetry Slam-Sendung des WDR Premiere. Mit dabei auch Grohacke, der vom Ballonfahrer Jean erzählte und damit den Sieg errang - der Auftritt ist hier nachzuverfolgen. Natürlich darf der reklamemäßige Hinweis nicht fehlen, daß diejenigen, die am 16.01. beim Slam Deluxe im Publikum saßen, Grohackes Ode an die Erbfeindschaft schon Wochen vor dem Rest der Republik genießen durften.


Kultur(terrorismus) am 09.02.2007, 19:56 Uhr

Zum letzten Mal: Slam Deluxe

Slam DeluxeAm Dienstag, den 13.02.07, einen Tag vorm Feiertag der Floristen, steht der Slam Deluxe - laut Auskunft der Organisatorin Frau Koncz - ganz im Zeichen der Liebe, des Gemüses und der Poesie. Was auch immer das heißt, dieser Slam Deluxe wird auf jeden Fall der letzte sein. In diesem Semester. Als wäre das noch nicht Grund genug, sich den Valentinsvorabend davon verschönern zu lassen, könnten und sollten auch die Stars des Abends hinterm Ofen und Schreibtisch hervorlocken: Auf der Bühne wird man erleben können den Stuttgarter Import Nils Heinrich (Texte, Lieder & Gemüse) und den Poetry-Slam-Veteran schlechthin: Wehwalt Koslowski.

Außerdem folgende Freiburger Creme: Ralf Welteroth (Geschmackspolizei Freiburg), Johannes Franzen (Prosaist und Satiriker), Victor Kümel (Preisträger Treffen Junger Autoren in Berlin), Tobias Roth (Poeta doctus), Lukas Schütte (Performance Poet & Jongleur), Monika Tietze (Prosa), Tina Wirtz (Satire und Wortspiel) und Sebastian Scheuthle mit seiner Nummer "Besuch im Hallenbad" - Tragik, Komik und Slapstic treffen aufeinander.

Slam Deluxe am Dienstag, 13.02.07, in der MensaBar Freiburg: Einlass 20.00 Uhr,

Beginn 20.30 Uhr, Eintritt: 5 € / 3 € (ermäßigt).


Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22)Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22), S. 34 (Kultur(terrorismus)):
Nachträgliches zum Fest

Einen Monat nach Heiligabend noch schnell ein Cartoon von Wirag und ein Gedicht von Schneidegger zum Fest.
von Lino Wirag & Timotheus Schneidegger


Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22)Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22), S. 29 (Kultur(terrorismus)):
Karl Kraus und Die Fackel

Kurzes Portrait des manisch bis cholerischen Urpublizisten Karl Kraus, dessen von 1899 bis 1936 erschienene Zeitschrift "Die Fackel" an Neujahr gemeinfrei wurde und hier auszugsweise nachgedruckt wird.
von Timotheus Schneidegger


Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22)Lichtwolf 1/2007 (Nr. 22), S. 21 (Kultur(terrorismus)):
Heftmittenposter (Collage)

Collage aus "Wittgenstein-Lied", "Seht, was wir getan haben, und sagt uns, warum", "male hysteria" und "Untergang" (DIN A3, schwarzweiß)
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger




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