Jesus starb für unsere Sünden und würde von jedem das gleiche erwarten. - Samstag, 28. Januar 2012
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Lichtwolf 4/2011 (Nr. 36) vom Dezember 2011.
Titelthema: Nacht

... erhältlich hier im Einkaufszentrum.
Das nächste Heft erscheint am 20.
März 2012. Das Titelthema wird lauten: Tittenhitler.

Lichtwolf 3/2011 (Nr. 35)
"Sprache" (September 2011)

Lichtwolf 2/2011 (Nr. 34)
"Urlaub" (Juni 2011)
... weitere Angebote ...
Hochschule am 23.12.2011, 20:00 Uhr:
Kritik der Geisteswissenschaften

Dieses Dossier umfasst folgende weitere Beiträge:
- Warum Kritik an der Geisteswissenschaft wichtig ist (24.08.10)
- Die Standards: Methode, Begriff und Literaturbeleg (07.11.10)
- Subjekt und Objekt(ivität) (20.03.11)
- Die Argumentationsmuster der Geisteswissenschaft (20.06.11)
- Ausdruck einer schizophrenen Weltanschauung (20.09.11)
Kultur(terrorismus) am 20.12.2011, 20:42 Uhr:
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Links der Woche am 21.01.2012, 15:14 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 03/12
Mit viel Ernst Bloch im Gepäck behandelt Martin Seel in der NZZ die Frage, wie sich Tugenden und Laster in ein gesundes Verhältnis setzen lassen. Das Haben ist - in Persönlichkeit und Konsum - so wichtig wie das Habenwollen und auch die Freuden des Verzichts sind nicht zu verachten. (14.01.12)
John Brockmans Onlinemagazin "The Edge" zielt auf die Symbiose von Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften und hat die Schlauköpfe seines Umfelds gefragt: "Welche tiefe, elegante oder schöne Erklärung gefällt Ihnen am besten?" Alan Posener stellt in der WELT das Projekt und einige Beiträge vor. (17.01.12)
In Russland ist alles etwas extremer: Winter, Politik, Kunst. Kerstin Holm stellt uns in der FAZ die russische Künstlergruppe "Woina" ("Krieg") vor, zu deren Kunstprojekten abgefackelte Polizeiautos gehören und die dem Kapitalismus zum Trotz so leben wie Gorkis Barfüßler, die uns das IPuP in Lichtwolf Nr. 34 vorgestellt hat. (19.01.12)
Außerdem:
Das Philosophische Quartett mit Schlotterdeik und Safranski wird 10 Jahre alt. Hurra. +++ Die NZZ weist auf den neuen Essayband des letzten Wiener Kaffeehaus-Philosophen Frank Schuh hin, der Liebe, Kunst und Tod behandelt.
Links der Woche am 14.01.2012, 14:18 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 02/12
Bloggen wie einst Dilthey
Das Culture-to-go-Blog meldet, im Netz werde unter Geisteswissenschaftlern debattiert, ob Bloggen unseriös sei und der Reputation schade. Die Debatte ist dort mit vielen Links dokumentiert. Auf digiwis.de gibt es eine aktuelle Liste von Historiker-Blogs. Die WELT verweist auf das Blog Münchner Theologe Gerd Häfner. Bei den BrainLogs hat Beatrice Lugger eine Liste der twitternden deutschen und internationalen Wissenschaftsinstitutionen zusammengestellt.
Seit mit Muhammad Yunus 2006 erstmals ein Banker den Friedensnobelpreis erhielt, ist die Kritik an den von ihm populär gemachten Mikrokrediten gewachsen. Kathrin Hartmann fasst sie in der FR zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Hilfe zur Selbsthilfe die Fortsetzung des Neoliberalismus mit den Mitteln der Entwicklungspolitik ist und nur den Banken nutzt. (10.01.12)
Statt Neugier sind Netzwerke heute das Kernmerkmal erfolgreicher Wissenschaftler. Germanist Peter-André Alt beschreibt in der FAZ, wie die Neugier aus ihrem kirchlichen Bann befreit wurde und heute vor akademischer Karriere-Taktik ins Hintertreffen gerät, bis die Selbstvermarktung unhinterfragt als wichtigstes Qualitätskriterium in der Wissenschaft gilt. (10.01.12)
Neue Sportpanzer für die Postdemokratie
Vor einem halben Jahr wurde hier auf Dieter Kaags lesenswerten Essay über SUVs hingewiesen. Diese Woche nun stand in der FAZ ebenfalls ein Artikel, der auch für unvierrädrige Verkehrsteilnehmer von Interesse sein dürfte: Niklas Maak berichtet von der internationalen Automesse in Detroit bzw. eher von der in Chrom gegossenen Sozialneurose. (12.01.12)
Der Schriftsteller Ingo Schulze hat bereits den Untergang eines Systems miterlebt und jahrelang mit der Faust in der Tasche zugesehen, wie Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Jetzt haut er in der SZ auf den Tisch und bringt seine Thesen gegen die selbstverständlich gewordene Ausplünderung der Gesellschaft vor. (12.01.12)
Unn sünst?
Eine Liste von 20 Filmen, die jedem Philosophie-Studenten ans Herz zu legen sind, gibt es bei Accredited Online Colleges. +++ Apropos Film: Demnächst gibt es eine Doku über das Leben von William S. Burroughs. +++ Die Politologen sind alle durch, nun kommen die Ethiker dran: Martin Seel über die Angelegenheit Wulff.
Links der Woche am 07.01.2012, 14:05 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 01/12
Hannah: The Movie
Nicht Montana, sondern Arendt: Die "Information Philosophie" meldet den Beginn der Dreharbeiten von Margarete von Trothas Film über Hannah Arendt (gespielt von Barbara Sukowa, Axel Milberg als Heinrich Blücher, so das Luxemburger Tageblatt), der im Oktober in die Kinos kommen soll.
In der ZEIT referiert Elisabeth von Thadden über die Begriffsgeschichte der Ordnung, vom Kosmos der Vorsokratiker über die antike Physik und neuzeitliche Taxonomie bis zur Einsicht der Humboldt-Nachgeborenen, dass in der Welt ein heilloses Durcheinander herrscht und das einst gefürchtete Chaos als relative Ordnung in alle Wissenschaftsbereiche einzieht. (06.01.12)
Mit der viel beschworenen Chancengleichheit wird es nichts, solange sich die Regierung nicht dazu durchringt, endlich einen richtigen Kapitalismus durchzusetzen. Darum plädiert der Wissenschaftsphilosoph Ulrich Kühne in der taz für eine 100-prozentige Besteuerung von Erbschaften, die ein gesellschaftlich schädliches Relikt des Feudalismus darstellen. (07.01.12)
Das Weitere
Umberto Eco wird 80, Stephen Hawking wird 70. +++ Die FAZ bespricht zwei inzwischen nicht mehr ganz so neue Bücher über Hegel von Robert Pippin und Susan Buck-Morss. +++ Medienphilosoph Peter Weibel würde laut WELT gerne Cyborg werden: Transhumanismus als letzte Chance, mit dem Internet klarzukommen.
Politik am 06.01.2012, 14:08 Uhr
Den Zuschauern des Kasperletheaters bleibt bloß die schale Hoffnung, die Politkaste möge sich den Fall Wulff eine Lehre sein lassen und sich künftig nicht mehr in die Hände der BILD zu begeben. Aber da war doch noch was anderes in der hiesigen Politik als der Osnabrücker Kreissparkassenleiter, den ein grausames Schicksal (nebst Kanzlerin, Ehrgeiz sowie BILD) ins höchste Staatsamt befördert hat: Genau, die FDP, die durch ihr Dreikönigstreffen sowie dadurch, die Regierungsbeteiligung auch im Saarland durch interne Querelen verloren zu haben, heute für Abwechslung in den Nachrichten sorgt.
Politologen sind seit Mitte Dezember samt und sonders damit beschäftigt, Kommentare zum Bundespräsidenten abzugeben. Darum nimmt es kaum wunder, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, den Abstieg der FDP mit dem Aufstieg der Piraten-Partei in einen nicht nur zeitlichen Zusammenhang zu stellen.* Beide sind klassische Freiberufler-Parteien, nur würden neben den Social-Media-Beratern und Urheberrechtsbloggern neuerdings auch Steuerberater und Rechtsanwälte eher Piraten als FDP wählen. Bei zwei Prozent sind die (alten) Liberalen inzwischen angekommen und im Prinzip so fertig, dass es sich nicht mehr gehört, sie zu verspotten. Die Zahlen jedoch zeigen, dass 2 % bei der Sonntagsfrage eine ganze Menge Menschen sind:
Wahlberechtigte BTW09 (absolut): 62.168.489
Wahlbeteiligung BTW09 (prozentual): 70,78 %
Wahlbeteiligung BTW09 (absolut): 44.005.575
Zweitstimmen für die FDP 2009 (prozentual): 14,6 %
Zweitstimmen für die FDP 2009 (absolut): 6.316.080 (Zahlen bis hier: Bundeswahlleiter) Mitgliederzahl der FDP 2009 (absolut): ca. 70.000 (ZEIT) Sonntagsfrage FDP 2011 (prozentual): 2 % (ZEIT) Sonntagsfrage FDP 2011 (absolut): 865.216 (nach obigen Zahlen gerechnet) Mitgliederzahl der FDP 2011 (absolut): 63.416 (n-tv) Das heißt, dass jedes FDP-Mitglied es irgendwie schafft, zusätzlich zu seiner Stimme noch 13 andere Wahlberechtigte von seiner Partei zu überzeugen. Er ist also noch lange nicht tot, der Gelbliberalismus, es riecht nur streng. Links der Woche am 31.12.2011, 14:20 Uhr Links der Woche, rechts der Welt KW 52/11 Das US-Magazin TIME hat den Demonstranten als Person des Jahres aufs Titelbild gehoben. Aus diesem Anlass denkt Nils Minkmar in der FAZ über die Proteste des Jahres 2011 - von Arabellion bis Occupy und Russland - nach, die allesamt ohne charismatische Führerfigur auskamen, was ihn wiederum zu einem neuen Umgang mit Rechtsterroristen inspiriert. (27.12.11) Zum Tod von Michael Dummett Am 27.12. starb der britische Logikphilosoph Michael Dummett mit 86 Jahren. Letztes Jahr hat er in Podcasts bei "Philosophy Bites" über Frege gesprochen und über seine erste und einzige mit Wittgenstein. Wacht auf, Versackte dieser Erde! Heute Nacht werden so viele Alkoholabbauprodukte die Kanalisation fluten wie in keiner anderen Nacht des Jahres. Im Neuen Deutschland lesen wir eine "kleine Betrachtung zur Bedeutung des Alkohols für politische Bewegungen" von Ralf Hoffrogge, der darin die Geschichte des Schnäpskens für das Proletariat skizziert. Prost! (28.12.11) (Dazu passend: die FR über Suffköppe im Tierreich.) Einen tanzenden Superstar gebären Nietzsche von den USA inspiriert? Diese These des Buchs "American Nietzsche" von Jennifer Ratner-Rosenhagen stellt Hannes Stein in der WELT vor. Demnach hat Nietzsche für den Transzendentalisten Ralph Waldo Emerson geschwärmt und zugleich in den USA (gerade in linken Kreisen) bereits Verehrung genossen, als er in Deutschland noch weitgehend ignoriert wurde. (28.12.11) Statt eines Jahresrückblicks gibt Dietmar Dath in der FAZ eine extrapolierte und extra polierte Vorschau auf das Jahr 2012, die zwar erfreulicherweise ohne "Maya-Weltuntergang" auskommt, aber doch nur den immer gleichen Scheiß mit neuem Branding erwarten lässt. (29.12.11) Intime Interna am 28.12.2011, 10:25 Uhr Lichtwolf Nr. 36 ("Nacht") als E-Book für Kindle und alle anderen. Na, hat der Weihnachtsmann Ihnen was Schönes gebracht? Vielleicht sogar irgendeine Art von Leuchtschrippe, auf/mit der Sie E-Books lesen können? Oder sowas hatten Sie schon längst und hätten jetze gerne auch den neuen Lichtwolf im Elektroformat? Bitteschön: Alles war elfenartig fleißig über die Feiertage und der aktuelle Lichtwolf zum Thema Nacht ist nun auch (wie die vorigen Ausgaben Nr. 34 und 35) als E-Book für schnöde 3,99 Euro erhältlich: Bei Amazon für den Kindle und bei Libreka für alle anderen Lesegeräte. Weitere Elektrizitätswerke vom Lichtwolf resp. seinen Autoren gibt es nebenan beim catware.net Verlag.
*) Treue Lichtwolf-Leser wissen natürlich, dass Ihr Fachblatt für Dinge in Zusammenhängen aus Gründen schon im Sommer 2010 die Piraten-Partei als radikalliberale Konkurrenz der FDP ausmachte, der es damals allerdings - wie aus dem Text hervorgeht - etwas besser ging: "Noch passen der Liberalismus von FDP und Digitalkultur noch nicht zusammen. Doch irgendwann werden auch Piraten zu groß, um Politik zu spielen, und wechseln für ein paar Prozent mehr zur FDP. Und wenn die Ideologie der Digitalkultur erstmal erwachsen ist, wird sie einen schönen neuen Marktradikalismus für eine Informationsgesellschaft nach gut deutsch kryptofeudalem Vorbild abgeben. Die FDP hat bereits einen eigenen Landesverband Internet." (Schneidegger, Timotheus: "Grow the fuck up", in: Lichtwolf Nr. 30 ("Erwachsene"), S. 10-14, hier: S. 14)

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Michael Helming: "Die vorläufig letzte Fassung der Gegenwart" (Kurze Texte, 120 Seiten, catware.net, 9,80 Euro)
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Stefan Schulze Beiering: "Wortschreibung im Deutschen" (Sachbuch, 196 Seiten, projektverlag, 15,80 Euro)
Bdolf: "Der dunkelste Planet" (Leseheft, 20 Seiten, SuKuLTuR, 1 Euro)
Johannes Witek: "Gebete an den Alligator und die Klimaanlage" (Prosa&Lyrik, 274 Seiten, Chaotic Revelry, 12,95 Euro)
Michael Helming: Leichen treppauf (Vier Portraits vergessener Autoren, 68 Seiten, catware.net Verlag, 6,80 Euro)
Bdolf: Ich und mein Raumschiff (Kurzgeschichte als E-Book für Kindle, iPad, usw.)
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Timotheus Schneidegger: "Dein Leben ohne mich" (Roman, 240 Seiten, catware.net, 13,80 Euro)
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