Die aktuelle Ausgabe

Lichtwolf 1/2012 (Nr. 37) vom März 2012.
Titelthema: Tittenhitler

Aktuelle Ausgabe

... erhältlich hier im Einkaufszentrum.

Das nächste Heft erscheint am 20. Juni 2012. Das Titelthema wird lauten: Autobiographie.


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Um sich den Lichtwolf ein Jahr lang nach Hause kommen zu lassen, müssen Sie nicht vor die Tür, bloß klicken: hier. Und warum der Lichtwolf als Holzmedium mindestens so toll ist wie das Internet, erklärt der Herausgeber (des Lichtwolf!) hier.

Gezwitscher via Der Lichtwolf bei Twitter @lichtwolf bei Twitter:


Intime Interna am 14.05.2012, 12:44 Uhr

Das größte E-Book aller Zeiten

Tittenhitler E-Book

Der aktuelle Lichtwolf zum Thema "Tittenhitler" ist nun auch als E-Book für Kindle und im epub-Format erhältlich.


Lediglich 67 Jahre und 6 Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa ist das größte E-Book aller Zeiten endlich zum Verkauf freigegeben: Es handelt sich natürlich um die elektronische Ausgabe des aktuellen Frühlingshefts mit dem Titelthema "Tittenhitler". Darin geht es um Sex, Gewalt und den Konnex der beiden, faschistische Männer- und Frauenideale und ihre Wiederkehr in konsumistischem Gewand, um Gedenken bis zum Abwinken, schöne Hände, Omas Erinnerungen, Wollfetischismus in Estland und viele andere griffige Dinge.

Besitzer eines Kindle - oder der entsprechenden App oder des Clients - können sich den Tittenhitler als E-Book beim einbrüstigen Contentdealer für 3,99 Euro binnen Sekunden aufs Gerät holen. Freunde und vor allem Benutzer des offenen E-Book-Standards epub seien an Libreka verwiesen, wo es den aktuellen Lichtwolf ebenfalls für 3,99 Euro gibt. Alles wie gewohnt DRM-frei, also lade man zügig runter, bevor die Elektrozensoren es sich vielleicht noch anders überlegen!

Wer die Frühlingsausgabe ohne verpixelte Hakenkreuze lesen und "was zum Anfassen" braucht - bei dem Thema keineswegs unlauter -, nimmt weiterhin vorlieb mit der gedruckten Ausgabe, die Sie hier im Einkaufszentrum für 6,80 Euro ordern oder gleich zum Anlass für ein Abonnement nehmen können.


Weitere sehr, sehr gute und auch günstige E-Books gibt es übrigens nebenan beim catware.net Verlag.


Links der Woche am 12.05.2012, 10:12 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 19/12

Du bist nichts

"Der Kampf um die Urheberrechte im Internet ist mehr als nur ein Streit um die Vergütung", ahnt Thomas Assheuer in der ZEIT. Nicht nur der Urheber, sondern gleich das ganze bürgerliche Subjekt sei qua Digitalrevolution im Verschwinden begriffen, so denkt Assheuer das Piraten-Programm weiter bzw. zurück in die philosophische Debatte des 20. Jahrhunderts über Bedeutung und Bedeutungslosigkeit der philosophischen Gewohnheit "Subjekt". (05.05.12)


Was nun, was tun?

Wer kennt das nicht: Man spaziert am Bahndamm entlang und wird eines führerlosen Frachtzugs gewahr, der auf ein Kind zurast. Die einzige Chance, es zu retten, besteht darin, den Zug auf ein Nebengleis umzuleiten, wo er fünf Bahnarbeiter überfahren würde, oder darin, einen Adipösen auf die Gleise zu stoßen, um den Zug zum Entgleisen zu bringen. Der Philosophy Bro dröselt die Doktrin des Doppeleffekts auf. Fucking A. (07.05.12)


nomm nomm nomm

Die FR unterhält sich mit der Philosophin Agnes Heller über Marx, ihr Heimatland Ungarn und die Zukunft Europas. Darin kommt Heller zu dem plakativen Urteil, Philosophen gäben uns "spirituelle Nahrung". Mehr von Frau Heller ist heute Abend im Radio zu hören: Der Deutschlandfunk bringt ab 23:05 Uhr die Lange Nacht über Ágnes Heller. (08.05.12)


Voll in die Augenklappe

Die Piraten-Partei hat es gerade nicht leicht: Nach Sven Regener und 51 "Tatort"-Autoren rotten sich jetzt Tausende von Künstlern gegen ihre Vorstellungen vom Urheberrecht im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit zusammen! Zu allem Überfluss haut Johannes Thumfart in der taz der piratischen Ideologie vom rhizomischen Bürgerschwarm auch noch die philosophischen Füße weg. Ein Glück für die Piraten, dass Parteien erst mit als absurd entlarvten Ideologien bei Bundestagswahlen über 14 Prozent kriegen! (10.05.12)


Das Weitere:

Apropos Piraten-Partei & Urheberrechte: Ganz schön differenziert (und arriviert) für ADHS! +++ Die taz meldet das Erscheinen einer Derrida-DVD. +++ Schlotterdeik lästert über seinen TV-Nachfolger Precht, wie SPON kolportiert, dagegen verteidigt Barbara Bleisch Philosophie in der Glotze und besonders Precht. +++ via Der blinde Hund (wo man übrigens häufiger vorbeigucken sollte): Auf Tumblr ist zu sehen, wie Philosophen aussehen.


Links der Woche am 05.05.2012, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 18/12

Die Zimmer Turings und Chinas

Vor einer Weile wurde bereits auf eine Artikelserie hingewiesen, die sich zu Alan Turings 100. Geburtstag seiner Maschine und ihrem Test widmet. Tarek Richard Besold hat unter der nach wie vor schönen Überschrift "Turings Werk und Searles Beitrag" bei den SciLogs inzwischen Teil 1, Teil 2 und Teil 3 seiner Betrachtungen zur Künstlichen Intelligenz nach Turing veröffentlicht.


Gegen Mubarak und Ackermann

Unruheexperte Wolfgang Kraushaar hat ein Buch geschrieben, das Stefan Reinecke in der taz vorstellt: "Aufruhr der Ausgebildeten. Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung" sieht erstmals seit 1968 erstmals wieder die Armen Seit' an Seit' mit jungen Akademikern gegen die herrschende Ordnung protestieren, allerdings in führer- und visionsloser Offenheit. (30.04.12)


Die gebende Hand mit dem Goldring

Bei Telepolis führt Reinhard Jellen ein Gespräch mit Kathrin Hartmann über Super-Gentrifizierung und die Tafeln als Sinnbild eines ökonomistischen Zeitgeistes, der die Gesellschaft in angehimmelte Gewinner und verachtete Verlierer entsolidarisiert. Hartmann hat für ihr Buch "Wir müssen leider draußen bleiben" in den Armutszonen von Bangladesch und München recherchiert. (02.05.12) (Und wer darob einen richtigen Hals kriegt, dem sei "Die Lange Nacht vom Zorn" heute ab 23:05 Uhr im Deutschlandfunk empfohlen.)


Demokrise

Wirtschaftskrisen sind Vertrauenskrisen sind Krisen der Demokratie. Drum wird auch weiterhin akut über die Staatsform unter Druck nachgedacht. In der NZZ blickt der Historiker Christian Meier zurück auf die Vorfahren der morgen wählenden Griechen. Schon im antiken Athen herrschten stets nur einige, nie das ganze Volk, dessen Herrschaftsanspruch die Demokratie nicht erfüllen kann.

Ebenfalls den Blick zurück zu den erfreulichen europäischen Wurzeln anstatt die unerquickliche Gegenwart lenkt Sahra Wagenknecht (Linke) in der FAZ. (Jawohl, die Kommunisten stehen jetzt auch schon in der FAZ!) Kunst, Geist oder Demokratie sind wie Europa überhaupt den Märkten überlassen worden, die nötig reguliert gehören.


Das Älteste

Die ZEIT bespricht Robert Spaemanns autobiographischen Gesprächsband über "Gott und die Welt". +++ Die FAZ stellt "Platon in Bagdad" von John Freely vor, der darin beschreibt, wie das Wissen der Antike über den Orient zurück nach Europa kam. +++ Der Bayrische Rundfunk erinnert zum 250. Geburtstag an Johann Gottlieb Fichte. Herzlichen Glückwunsch zum Vierteljahrtausend, altes Möbel!


Links der Woche am 28.04.2012, 15:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 17/12

Ein Prosit dem Volkskörper

In der WELT freut sich Alan Posener über eine "Studie" der amerikanischen Onlinezeitung "The Daily Beast", die unter den nutzlosesten Uni-Abschlüssen vor allem geisteswissenschaftliche wie Politik, Geschichte, Philosophie oder Kunst aufführt: "Ein Land, in dem es kein geisteswissenschaftliches und künstlerisches Prekariat gibt, ist ein Land ohne Seele." (25.04.12)


Demokratie unter Druck

Unserer Lieblingsstaatsform geht es gerade nicht gut: Von außen machen der wirtschaftliche Erfolg Chinas und das EU-Sparkommissariat Druck, im Innern wählen die Bürger wenn überhaupt dann nur noch aus Protest. Herfried Münkler macht sich in der NZZ seine Gedanken über den Scheideweg zwischen elitärer Kommando-Demokratie und irrationaler Massenbewegung. (25.04.12)


YPS kommt zurück

...so wird gemeldet, und zwar eine YPS für die, die damit aufgewachsen sind und heute auf Titten, Grillwürste und Club-Mate-Lifestyle statt Urzeitkrebse stehen.


Links der Woche am 21.04.2012, 15:10 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/12

Looking for Freedom

In der taz verteidigt Micha Brumlik den Vordenker des Individualismus, John Stuart Mill gegen seine Vereinnahmung durch den Neoliberalismus. Seine Ablehnung jeglicher staatlicher Einmischung war keineswegs so rigoros, wie z.B. Hayek meinte, und zum Lebensende hin machte sich Mill gar Gedanken über den Sozialismus. (17.04.12)


Agamben zum Siebzigsten

Zu seinem 70. Geburtstag bekommt Giorgio Agamben in der taz ein kurzes Portrait von Cord Riechelmann, das die Pioniertat des "Homo sacer" würdigt, Auschwitz philosophisch und nicht nur geschichtswissenschaftlich zu begegnen. Leider bricht es viel zu früh ab. Ausführlicher dagegen die Geburtstagsgrüße, die Agamben in der NZZ von Uwe Justus Wenzel bekommt.


Träger Muff

Markus Dahlem fragt sich in den BrainLogs, ob eine wissenschaftliche Karriere überhaupt noch lohnt. Anlass ist eine aktuelle Radiosendung, die die Starrheit akademischer Strukturen nicht gesetzlich oder finanziell begründet sieht, sondern der muffigen Trägheit geschuldet. (20.04.12)


Quickstep von links nach rechts

Hans Ulrich Gumbrecht widmet sich in seinem FAZ-Blog Digital/Pausen diese Woche der nicht mehr ganz so taufrischen Frage, ob "links" und "rechts" im politischen Diskurs noch Sinn machen. Von der Begriffsgeschichte, in der die Positionierung einst relativ zum Verständnis des Begriffs "Gleichheit" stattfand über die Godesberger SPD und die Schwärze der Grünen bis zur erzlinken Staatsgläubigkeit geht der "Quickstep". (20.04.12)


Paddi machen: Letzte Woche Festival in Hannover, heute Party in Bielefeld: Die dortige Uni-Abteilung Philosophie haut auf den Putz, Mauri Antero Numminen ist Stargast.


Links der Woche am 14.04.2012, 14:48 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/12

Vorsorge gegen die Sorgen

Wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch der Weltuntergang: Im US-Fernsehen starten zwei Reality-Dokus, in denen es um Leute geht, die sich auf die Apokalypse vorbereiten. Johannes Thumfahrt sieht das eschatologische Prinzip der Casting-Show darin auf die Spitze getrieben und berichtet in der taz über ein Land, in dem sich Bewohner bewaffnen und einbunkern, weil sie mit dem Weltuntergang besser umgehen können als mit der nächsten Tilgungszahlung. (11.04.12)


Quantentricks

Wer beeindruckt nicht gern eine fesche Erstsemesterin, einen feschen Erstsemester mit der modernen Physik entlehnten Paradoxa? Dieses geisteswissenschaftliche Balzritual könnte bald an sein Ende kommen, denn Physiker Joachim Schulz erklärt gerade in seinem Scilog "Quantenwelt" allgemein verständlich relativistische Paradoxa - und ihre schnöde Auflösung! (12.04.12)


Calvins Erbe

Malochen ist scheiße, aber es geht immer noch beschissener, wie der Doku-Film zeigt, der das Business-Punk-Motto "Work hard, play hard" als Titel hat und von der taz, der ZEIT und der der FAZ vorgestellt wird, die gar meint, der Film zeige, "wie die Betriebswirtschaft unser Leben zerstört und am Ende vielleicht auch den klassischen Kapitalismus". Zur positiven Stimulation des Fluchtreflexes sei abermals an die taz verwiesen, die ein Gespräch mit dem Aussteiger Tom Hodgkinson geführt hat.


Festival oder Kneipe?

In Hannover findet gerade das dritte Festival der Philosophie statt. +++ Das Panoptikum der Stammkneipenkultur, Adam Seides "ABC der Lähmungen" wurde neu aufgelegt, wie die ZEIT meldet.


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