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Links der Woche am 13.09.2014, 14:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 37/14

Stumm lärmendes Zeitalter

Niels Boeing und Andreas Lebert von der ZEIT haben es geschafft, den scheuen und beschäftigten Byung-Chul Han in ein Interview zu verwickeln. Darin gibt er Auskunft über das Schöne als das Glatte, über den Zwang als gefühlte Freiheit und das erschwerte und ausgebeutete Glück, das es zurückzuweisen gilt.

Prekariat im Mittelbau

Roland Preuß berichtet für die SZ am Beispiel eines promovierten Historikers vom Schicksal des wissenschaftlichen Nachwuchses, das von Zeitverträgen, Arbeitslosengeld und Existenzängsten geprägt ist. Die Verantwortlichen an der Universität verweisen auf die Politik und diese auf den Wettbewerbsdruck. (09.09.14)

Unn sünst?

Georg Seeßlen war wieder sehr fleißig: Er denkt mit Ibn Rushd und Levi ben Gershon über das Verhältnis von Religion, Macht und Terror nach sowie a.a.O. über das verhinderte tatsächlich Neue und über die vielfältigen Beziehungen und Analogien von Sprache und Gesellschaft. +++ Die ZEIT portraitiert die Informatikerin Yvonne Hofstetter, die fordert, Künstliche Intelligenz politisch zu reglementieren, solange dafür noch Gelegenheit ist. +++ Die NZZ bespricht das neue Buch des Theologen Friedrich Wilhelm Graf über Religionen in der Globalisierung. +++ Telepolis berichtet vom Briefwechsel von Einstein mit der Philosophin Ilse Rosenthal-Schneider über die Natur der Naturkonstanten. +++ Die Sendung „Sein und Streit“ im Deutschlandradio Kultur beschäftigte sich diese Woche mit dem Krieg und (seiner) Sprache. Unter anderem darum geht es auch in der neuen Lichtwolf-Ausgabe zum Thema „Mars“, die in einer Woche die Briefkästen der werten Abonnenten erreicht.


Links der Woche am 06.09.2014, 16:04 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 36/14

Früher, ja früher!

Im allsommerlichen Klagen über den Intellektuellen kommt nun der Einsatz des NZZ-Feuilletonchefs Martin Meyer: Anders als früher, wo noch mit Furor über Grundsätzliches öffentlich gestritten wurde, plantschen die Intellektuellen seit 1989 und erst recht seit dem Internet nur noch in der Ironiesuppe herum. (01.09.14)

Et cetera:

In seinem Blog denkt Georg Seeßlen über das Schwierige der Vereinfachung sowie über Sicherheit im Neoliberalismus nach. +++ In der Reihe Essay & Diskurs im DLF ging es letzten Sonntag um Epikur: Matthias Gronemeyer erklärt auf löbliche Weise, was Hedonismus wirklich bedeutet und wie man jenseits der Spaßgesellschaft schön, wahr und gut wohnt. +++ Martin Seel bespricht in der ZEIT ausgiebig und ausgewogen Michael Hampes Abrechnung mit der Systemphilosophie. +++ Lichtwolf Nr. 47 zum Thema „Mars“ ist in der Mache und schickt sich an, der dickste und roteste und besteste Lichtwolf überhaupt je zu werden; mit einem Abo haben Sie das Ding bis zum 20. September im Briefkasten.


Links der Woche am 30.08.2014, 15:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/14

Carl Schmitt für Ökos?

Für die ZEIT hat sich Elisabeth von Thadden mit dem Soziologen Bruno Latour anlässlich seiner neuen Anthropologie der Moderne getroffen. Ende der 70er erledigte er den Glauben an wissenschaftliche Objektivität, heute mahnt er, pfleglich mit Gaia umzugehen, was weder mit Esoterik noch mit Notstandsgesetzen zu tun hat; Latours neues Buch ist interaktiv und wird online kollaborativ fortgeschrieben. (22.08.14)

Der Wille zur Macht als Krankheitsbild

Von Macht und Geld kann man nie genug haben, weshalb beide Einfallstore für Neurosen aller Art sind und ihrerseits der Triebfeder Neurose bedürfen, bemerkt Georg Seeßlen in seinem Blog. Stellt sich also die Frage, ob es jenseits der Fiktion vernünftige Macht (also Ordnung) ohne Neurose oder Paranoia geben kann. (23.08.14)

Studierenden zur Mahnung

Simona Pfister schreibt den Studis in NZZ Campus hinter die Ohren, nicht immer Bologna die Schuld zu geben, sondern sich durch Wahrheit frei zu machen. Die SZ interviewt Christiane Florin, die sich in einem Buch über die mangelnde Streitkultur der Facebook-Generation an den Unis beklagt.

Bücher, Bücher, Bücher:

Im Freitag verteidigt Nils Markwardt den Peter Sloterdijk gegen linke Reflexkritik, indem er ihn kritisch portraitiert als „Lehrer für Psychogymnastik“, der „den methodischen Kurzschluss zwischen Sokrates und Jürgen Klopp“ vollziehe. +++ Die Politologin Judith Shklar hatte eine kluge Methode, gesellschaftliche Werte zu analysieren: Sie untersuchte, welche Laster wie sehr verachtet werden; die ZEIT freut sich, dass Shklars Essays besser spät als nie ins Deutsche übersetzt wurden. +++ Ebenfalls in der ZEIT wird Mark Rowlands Buch „Der Läufer und der Wolf“ besprochen, demzufolge Laufen wie Philosophie glücklich-existentieller Selbstzweck sei. +++ Die NZZ stellt das Buch des Medientheoretikers Douglas Rushkoff vor, in dem er der Gegenwart eine schockartige Überforderung durch Echtzeit, Gleichzeit, Wahlmöglichkeiten und Beschleunigung attestiert.


Links der Woche am 23.08.2014, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 34/14

Capitalism loves you (not)

Ökonom und Sozialforscher Meinhard Miegel fragt sich in der FAZ, warum dem Kapitalismus nicht beizukommen ist. Die Wirtschafts-, Sozial- und Denkordnung stellt das Individuum ins Zentrum, sie ist anspruchslos und doch schwer zu fassen. Der Kapitalismus ist verheerend und trotz aller Skepsis tief in der Bevölkerung verankert, weshalb die Politik die Systemfrage scheut. (17.08.14)

Vom Rechnen und Wissen

Mit der Mode, Wirtschaft und Politik mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung zu betreiben, beschäftigt sich Dietmar Dath ebenfalls in der FAZ, indem er den Erkenntnis- und Gestaltungsoptimismus auf die 50er Jahre zurückführt und darüber hinaus bis zu Laplace und Leibniz zurückgeht, den Urvätern der heutigen Algorithmen zur Kundensteuerung und Kriminalitätsprävention. (21.08.14)

Außerdemchen:

„Abort it and try again“, ist Richard Dawkins’ Rat an eine Twitter-Nutzerin, die fragt, was zu tun wäre, wäre sie schwanger mit einem Kind, bei dem das Down-Syndrom diagnostiziert wird; ob das genauso menschenverachtend wie die Leistungsgesellschaft ist, fragt Melanie Mühl in der FAZ leider nicht. +++ „Studenten sind zu arm, um billig zu kaufen“, heißt es in der ZEIT, die daraufhin einigen Experten Spartipps für Studis entlockt. +++ Eine Möglichkeit, (noch mehr) Zeit zu sparen beim Studieren, präsentiert die FAZ in Form von Fast-Track-Studiengängen, die in Berlin und Dortmund binnen vier Jahren zur Promotion führen. +++ Franz Viohl zeigt sich in der WELT begeistert von Byung-Chul Hans Essay über das Wesen der digitalen Technik. +++ Die ZEIT empfiehlt die Globalgeschichte der Arbeit seit dem späten Mittelalter der Historikerin Andrea Komlosy. +++ Der Freitag portraitiert zum 300. Geburtstag - und zur unerwarteten Renaissance des „Diskursmaschinengewehrs“ (F. Kittler) - die Schreibmaschine; zum 290. Geburtstag gab es hier schon mal was über die Bedeutung der Schreibmaschine für den Lichtwolf. +++ Kyle Shire spielt sehr überzeugend in einer vierteiligen Clipreihe nach, wie Slavoj Žižek auf Internetphänomene reagieren würde - mit dekonstruktivistischem Geblubber und Nasegrabbeln und allem!


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf 2/2014 (Nr. 46), Juni 2014

Titelthema: Perverse

Kriegsgeilheit, Pädo- und Zoophilie, Exploitation und Bestialität, Narzissmus, Heideggers Schwarze Hefte, Postmoderne, Kellerasseln und islamische Mystik: Paperback (DIN A4), 118 weitgehend versaute Seiten, ISBN 9783941921399

Auszüge aus der Nr. 46 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

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Das nächste Heft erscheint am 20. September 2014 mit dem Titelthema Mars. »» Abonnieren


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