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Lichtwolf - Titelseite

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Links der Woche am 27.06.2015, 15:18 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 26/15

Heidegger-Ungemach, nächste Runde

Heidegger Großverweser Friedrich-Wilhelm von Herrmann will dem Herausgeber der „Schwarzen Hefte“, Peter Trawny, wegen ungebührlicher Selbstvermarktung die Editorenschaft entziehen, wie der KStA meldet. Das geht aber gar nicht, wie Michael Hesse in der FR klarstellt und den Gegenangriff auf von Herrmann (er „versuche, den Nachlass Heideggers rein zu halten“) dokumentiert.

Identitätsgeschäfte und -geschlechte

In seinem Blog überlegt Georg Seeßlen, was es für die Konstitution der (nicht zuletzt politischen) Identität heißt, als jemand zu handeln. Das Thema ist auch in den USA aktuell, seit sich eine Weiße als Schwarze ausgab und ein Spitzensportler sich via Magazin-Cover als transsexuell outete. Andrea Köhler untersucht diese und ähnliche Fälle in der NZZ darauf, was sie über das westliche Identitätskonstrukt verraten.

Außerdemchen:

Eva Berendsen befasst sich für die FAZ mit Laurie Penny und ihrem topmodernen Feminismus. +++ Die NZZ stellt den jüngsten Band der kleinen Schriften Jean-Paul Sartres vor sowie Hans Joachim Schädlichs Roman über Hofnarren aus dem 18. Jahrhundert. +++ Telepolis zu guter Letzt informiert über eine Studie, derzufolge positives Denken auf liberal eingestellte Studenten eher hemmend, auf konservative eher anspornend wirkt.


Intime Interna am 21.06.2015, 14:13 Uhr

Liwo fuffzich ist da.

Der neue Lichtwolf ist da. Das Titelbild sehen Sie hier:

Lichtwolf Nr. 50

Lichtwolf Nr. 50 zum Thema Schotter ist erschienen.

Es ist wieder gelb, weil es sich (trotz der Temperaturen) um die aktuelle Sommerausgabe handelt. Es ist auch die 50. Ausgabe der „Zeitschrift trotz Philosophie“. Das Titelthema lautet Schotter. Darin geht es u.a. um synthetische Drogen, Straßenbeläge, Geld, Kunstwerke und Salafismus sowie um die Sabotage von Castor-Transporten, den Stand der Diskussionskultur am Beispiel Peter Singers, die Mainzer Minipressen-Messe und Pferde. Online zu lesen gibt es die Einleitung, Prolegomena und Propädeutikum und den Anfang des Essays von Manuel Zabel. Die Leseprobe gibt es hier als PDF und hier im LichtwolfReader.

Das Heft hat 100 Seiten und kostet unverschämte 7,80 Euro. Es ist in wenigen Tagen auch als E-Book erhältlich. Bitte bestellen Sie es weder hier im Einkaufszentrum noch über den Buchhandel (ISBN 9783941921528), wir möchten die wenigen Exemplare der Auflage gern selbst behalten. Auch ein Abonnement würde uns nur Arbeit machen und Ihnen Lektürepflichten auferlegen, die dem Fun abträglich sind.


Links der Woche am 20.06.2015, 16:57 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 25/15

„verblindet“ und „verblendet“

Reinhart Kosellecks „Kritik und Krise“ über Aufklärung und Politik im 18. Jahrhundert belehrte die Intellektuellen, ihre moralischen Kriterien seien dem politischen Krisenalltag fremd. 60 Jahre später sieht Caspar Hirschi in der FAZ Kosellecks Traum von der unkritisierbaren Realpolitik in der Dauerkrise verwirklicht. (13.06.15)

Schluss mit lustig!

Michael Ebmeyer denkt in der ZEIT mit E.T.A. Hoffmann, Jan Philipp Reemtsma und Flann O’Brien über die verschiedenen Weisen des Lachens nach. Das ist weniger beliebt als man denkt, insbesondere dasjenige Lachen, das Autorität zersetzt - im Gegensatz zum unfreien, hämischen Gelächter. (19.06.15)

The Internet is not only for Porn

Für Telepolis unterhält sich Reinhard Jellen ausführlich mit Georg Seeßlen über Eros und Information. Dank des Internets kann man sich vom Schreibtisch aus Sexualkontakte organisieren - was allerdings die Begriffe von Partnerschaft und Liebe hin zur Marktförmigkeit verändert. (20.06.15)

„Einzeltätervolk“

Anlässlich der jüngsten rassistisch motivierten Morde in den USA beschäftigt sich Dietmar Dath in der FAZ damit, wie in God’s own Country die Hautfarbe darüber entscheidet, ob jemand Opfer einer Tragödie oder des Terrorismus ist, und was Nudelteig mit der liberal-emanzipatorischen Unterdrückung des weißen Mannes zu tun hat. (20.06.15)

Neues vom Papst

Die NZZ zeigt sich angetan von der „Öko-Enzyklica“ des Papstes, die diese Woche erschien und zur Schonung des Oikos aufruft. Für die FAZ berichtet Patrick Bahners von den eher nicht so begeisterten Reaktionen „klimaskeptischer“ US-Konservativer auf die lyrisch-wissenschaftliche Mahnung zur Umkehr.



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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf 2/2015 (Nr. 50), Juni 2015

Titelthema: Schotter

100 Seiten über Schotter, Kies und Steine - wofür sie stehen, woher sie kommen und was man damit machen kann.

Auszüge aus der Nr. 50 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.


Das nächste Heft erscheint am 20. September 2015 mit dem Titelthema Ego Null. »» Abonnieren


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