Obacht: Einige Funktionen dieser Website setzen die Speicherung von Cookies auf Ihrem Rechner voraus. (Datenschutzbestimmungen)

Ok, weiter....!

Lichtwolf - Titelseite

lichtwolf.de / ...



Links der Woche am 24.01.2015, 14:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 04/15

Kann man Heideggerianer sein?

Für die FAZ berichtet Jürg Altwegg vom Pariser Kongress zum Thema „Heidegger und ,die Juden‘“. Er rekapituliert den merkwürdigen Einfluss, den der Todtnauberger auf das linksrheinische Denken hat, für welchen Aufruhr dort die Schwarzen Hefte vergangenes Jahr sorgten und wie deren Herausgeber Peter Trawny kritisiert wird. (21.01.15)

Das Studium als vortragbarer Verlust

Steuererklärungen sind nur was für die Zeit nach dem Studium? Mitnichten! Barbara Brandstetter rät in der FAZ mit diversen superspannenden Gerichtsurteilen und Beispielrechnungen, sich bereits in Aus- und Fortbildung mit Verlustvortrag, Werbungskosten und der „Anlage N“ zu beschäftigen. Sofern man damit rechnet, später überhaupt Steuerzahler zu werden. (24.01.15)

Unser schöner Planet

In der NZZ setzt sich Uwe Justus Wenzel anlässlich zweier Ausstellungen mit den Bildern auseinander, die Philosophen sich von unserem Planeten Erde gemacht haben und damit auch stets Menschheitsbilder lieferten. Bei Telepolis lesen wir von einer überfälligen Betriebsanleitung für den Planeten, aus der hervorgeht, wie man das Ding betreibt, ohne es kaputtzumachen. Wenn doch alles den Bach runtergehen bzw. die Menschheit von der Vogelgrippe dahingerafft sein sollte, dürfen sich die Überlebenden an Lewis Dartnells „Handbuch für den Neustart der Welt“ halten, das in der FAZ vorgestellt wird. Bis dahin teilen wir uns weiter den Planeten mit haufenweise Tieren, von deren Subjektivität wir keine Ahnung haben (können), wie Eduard Kaeser in der NZZ überlegt.

Weiteres zu Islam und Terrorismus

Zwei Wochen nach den mörderischen Anschlägen von Paris geht die intellektuelle Auseinandersetzung weiter. Nicht religiöser Wahn ist schuld am Terror, schreibt Guillaume Paoli in der FAZ, sondern der andere übliche Verdächtige: Computerspiele. Dass und wie deren Ästhetik in IS-Propaganda verwendet wird, erweist den Islamismus als blutrünstige Jugendrevolte. Mohammed Khallouk dagegen unterhält sich im Freitag mit dem Philosophen Rachid Boutayeb über Sexualität und sein Projekt eines islamischen Dekonstruktivismus.

Et cetera:

Die taz berichtet von einem Kongress der britischen Zeitschrift Radical Philosophy über den denkerischen Abbau des Kapitalismus. +++ Akademisierungswahn, Bologna, Kompetenzfimmel, doofe Studis: Die NZZ bespricht gleich vier Bücher über die Bildung in der Krise. +++ Die FAZ berichtet von einem Data-Mining-Projekt zur Analyse und Vorhersage politischer Unruhen in Kooperation mit Google. +++ Ulrike Baureithel erinnert im Freitag an den verstorbenen Soziologen Ulrich Beck und seine Verdienste um die Krisenanalytik.


Links der Woche am 17.01.2015, 16:25 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 03/15

Zeugnisse des Verlusts

Ob man nun schlussmacht oder stirbt, nie ist man so richtig weg. Sven Stillich schreibt in der ZEIT, was so alles von jedem übrig bleibt (Kleinigkeiten und Abfall), was manch einer auf keinen Fall zurücklassen will und wie wir wichtige Dinge und Momente (auch unabsichtlich) bewahren.

Der nächste US-Präsident ist ein Cyborg

Bei Telepolis gibt Zukunftsforscher Roland Benedikter im Interview einen Überblick über die drei Schritte, die 2014 auf dem Weg zur transhumanistischen Gesellschaft gemacht worden sind und welche ethischen Herausforderungen in der technischen Zukunft warten. (11.01.15)

Die Anschläge von Paris

Die Wut und Trauer nach den Anschlägen von Paris legen sich langsam und die gedankliche Aufarbeitung geht los. Im New Statesman fragt Slavoj Žižek mit etwas Nietzsche nach dem Minderwertigkeitskomplex islamistischer Fundamentalisten. In der FAZ untersucht der Soziologe Jens Alber den scheinbaren Zusammenhang zwischen „dem“ Islam und dem Terrorismus in seinem Namen. Michel Houellebecqs Roman über die Wahl eines Muslim zum französischen Präsidenten erschien am Tag der Anschläge. Cord Riechelmann untersucht in der FAZ die Parallelen zu „Untergang des Abendlandes“ und was Spengler tatsächlich darunter verstand. Die ZEIT bringt Navid Kermanis Trauerrede für die Opfer der Pariser Anschläge, in der er die Werte des Islam und der Französischen Revolution betont.


Links der Woche am 10.01.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 02/15

Das Wissen ums Sterben

Einige Tiere bekommen gepflegte Gräber, andere werden zu Fischmehl oder Festtagsbraten verarbeitet. Ronald Roggen besucht für die NZZ einen Schweizer Tierfriedhof und überlegt, welche vielfältigen Schlaglichter der Tod von Tieren auf ihre Verhältnisse zum Menschen wirft. (03.01.15)

Stränge und Häute

Matthias Matting setzt bei Telepolis seinen letzte Woche begonnenen Einstieg in die Stringtheorie fort. In Teil 2 erfahren wir, warum das Universum supersymmetrisch sein und jedes Teilchen einen Partner haben sollte, wie man mathematisch nötige zusätzliche Dimensionen aufwickelt und warum Gravitation die coolste Naturkraft ist. (06.01.15)

back that shit up

Der Philosophy Bro hat diese Woche wieder Post bekommen und nimmt sich der kniffligen Frage an, warum Kant sich trotz des kategorischen Imperativs für die Todesstrafe aussprach. Dieser Widerspruch ist nur ein scheinbarer, nämlich sogar eine Folgerung, aber das heißt weder, dass Kant widerlegt wäre, noch dass er unwiderlegbar wäre. (06.01.15)

Das wohlverwaltete Prekariat

Um wissenschaftliche Mitarbeiter durch Verunsicherung und Kontrolle zur Exzellenz zu treiben, braucht es Personal. Björn Brembs und Axel Brennicke - beide selbst Uni-Wissenschaftler - beschreiben in der FAZ, wie die Prekarisierung des akademischen Nachwuchses mit einem Wuchern unbefristeter Verwaltungsstellen einhergeht. (07.01.15)

Die eigentlichen Märtyrer von „Charlie Hebdo“

Unter den vielen Reaktionen auf die Morde in Paris sei an dieser Stelle des Filters wegen lediglich auf die von Bernard-Henri Lévy verwiesen, die in der FAZ nachzulesen ist. Darin rechnet er die ermordeten „Charlie Hebdo“-Mitarbeiter zu den Helden der Aufklärung und ruft mit republikanischem Pathos zu „Nationaler Einheit“ und zur Befreiung des Islam vom Islamismus auf. (09.01.15)

Das Weitere und Engere:

In dieser Woche wäre Kurt Tucholsky 125 geworden. +++ Der Freitag weist auf den neuen Zukunftsalmanach aus Harald Welzers Stiftung Futurzwei hin, der statt Apokalyptik zu betreiben lieber erfolgreiche soziale und ökologische Alternativen portraitiert. +++ Mega-Žižek: Für Glanz & Elend überlegt Peter V. Brinkemper, was es mit dem Büchlein „Žižek’s Jokes, Treffen sich zwei Hegelianer“ auf sich hat, und bespricht zudem - aber viel kürzer - das knapp zehnmal so dicke Opus Žižeks über Hegel und einen rekonstruierten Idealismus. Einmal in Fahrt gekommen, nimmt er sich auch noch Žižeks jüngstes Buch vor, das mit Heidegger, Hawking usw. fragt, was ein Ereignis sei, und selbst eines ist. +++ Telepolis weist auf das Alan-Turing-Biopic hin, das mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle in die Kinos kommt. +++ Im Freitag unterhält sich Nora Zaremba mit dem Neurobiologen Gerald Hüther über seine Flucht aus der DDR, Mut, Glück und die lebenslange Freiheit zur neuen Erfahrung.


Links der Woche am 03.01.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 01/15

Uneinstellbare Employability

Die Bologna-Reformen sollten einen „europäischen Hochschulraum“ und vor allem die employability der Studierenden herstellen. Joachim Nettelbeck zeichnet in der FAZ das 15 Jahre währende verheerende Scheitern der Reform an ihren Grundübeln nach und rät den Universitäten, sich auf sich selbst im 21. Jahrhundert zu besinnen. (29.12.15)

Das gitarrenförmige Universum

Falls Ihnen Quantenphysik nicht kompliziert genug ist, gibt es ja noch die Stringtheorie. Matthias Matting gibt bei Telepolis einen Einstieg in die aus reiner Mathematik geborene Erklärung, warum nicht alles auseinanderfliegt, mit hilfreichen Analogien und good vibrations. (02.01.15)

Wissen, wie man’s macht(e)

In der FR unterhält sich der gute Arno Widmann mit dem Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn, warum seine Disziplin nicht nur dokumentieren, sondern auch Fortschritt inspirieren kann, warum Planung die Triebfeder aller Wissenschaft ist und welche Rolle Macht und Freiheit darin spiel(t)en. (02.01.15)

Von Leonidas zu Themistokles, von Dionysos zu Apoll

Bei Glanz & Elend beschäftigt sich Peter V. Brinkemper mit den historischen und ästhetischen Grundlagen von Frank Millers blutrünstigen Comic-Opern „300“, die Friedrich Nietzsche mit seiner Vorliebe für tragisches Griechentum und als Illustration seiner Kritik am Athenertum gefallen hätten. (02.01.15)

Außerdemos von Sonstnochos:

Der Soziologe der Risikogesellschaft Ulrich Beck ist gestorben. Schade. +++ Leute knipsen sich selbst sogar im Kino. Hans Ulrich Gumbrecht überlegt in seinem FAZ-Blog, was hinter der „laufenden elektronischen Erinnerungsproduktion“ mittels Selfies steckt. +++ In Sachen Feminismus gibt es in der ZEIT ein Interview mit der Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken über mögliche weibliche Vorbilder in der Literatur, die Lust und Erfolg gedeichselt kriegen. +++ Die FR stellt zwei neue Bücher über Religion, Gewalt und Gesellschaft vor, deren Verhältnis doch wohl mehrere Bände bedarf. +++ Büschen Wirtschaftsethik zum neuen Jahr: Ulrike Herrmann stellt in der taz noch einmal fest, dass Wirtschaft nicht aus Zahlen, sondern aus Ängsten und Hoffnungen besteht. In der ZEIT fragt Maike Brzoska einige Leute vom Fach, ob es unethisch ist, als Anleger auf schlechte Nachrichten zu hoffen und von Leid und Elend zu profitieren. +++ Recht hymnisch bespricht unser alter Freund Günter Figal in der NZZ Gunnar Hindrichs’ phänomenologische Ontologie der Musik. Ob der Festvortrag, den Hindrichs letztes Jahr zu Figals Geburtstag hielt, ebenso hymnisch war, ist online nicht rauszukriegen.


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


Lektüreempfehlungen

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge:


Weitere Empfehlungen




Reklame

Experten

Lichtwolf Nr. 41 vom Frühling 2013 zum Thema „Experten“ ist erhältlich als DIN-A4-Paperback und als E-Book für Kindle sowie im epub-Format.



Im Einkaufszentrum »

Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf 4/2014 (Nr. 48), Dezember 2014

Titelthema: Häuser

Bauen, Wohnen, Denken, Grundbesitz und Landkommunen, Architekturwunder und Fremde, Großstadtgefühl, Kraus, Mauthner, Lafargue und Ponyhof auf 108 illustrierten Seiten DIN A4! ISBN 9783941921450

Auszüge aus der Nr. 48 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

Auch als E-Book erhältlich:
Kindle-Ausgabe Kindle-Ausgabe, 3,99 EUR
epub-Format E-Book im .epub-Format, 3,99 EUR
epub bei minimore .epub bei minimore.de, 3,99 EUR


Das nächste Heft erscheint am 20. März 2015 mit dem Titelthema Blumenkraft. »» Abonnieren


Reklame


LWReader

Klicken Sie sich durch ausgewählte Lichtwolf-Ausgaben im Heft-Layout: eingescannt oder geradewegs aus dem Computer herausgelassen in den LichtwolfReader.



Monatsbuch

Zeichenkette Stichwort

« Januar 2015
So Mo Di Mi Do Fr Sa
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Stichwortverzeichnis


Archiv


Titelseite Themen Beiträge Einkaufszentrum

...nach oben | Hilfe | Über diese Seite | Haftungsausschluss   © 2002-2015 Zeitschrift Lichtwolf / catware.net Verlag

Netzseitenoptikregler: normal / alt / harmlos / mobilSchriftgröße: A A A

www.lichtwolf.de