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Die Zeitschrift trotz Philosophie

Die subversive Kraft des Denkens gegen die akademischen und literarischen Blabla-Betriebe rehabilitieren – das ist Aufgabe des Lichtwolf. Im Widerstand gegen die Verzweckung des Daseins stand er von Anfang an im lichten Abseits.
Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- ...

Über den Lichtwolf

Die aktuelle Ausgabe

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017)

September 2017

Titelthema: Alte Berufe

Für nur 8,50 EUR (inkl. Porto) bestellen:

Exemplar(e)

Lichtwolf Nr. 59 (3/2017) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:

Einige alte Berufe sind allgegenwärtig, da in Nachnamen eingeschlossen wie prähistorische Mücken im Bernstein. Andere hatten weniger Glück als Meyer, Müller, Schmidt und Schulz: Sie waren zum Zeitpunkt, als man sich Nachnamen anzuschaffen hatte, schon ausgestorben oder noch nicht entstanden, weswegen man im Telefonbuch den Stellmacher findet, aber nicht den Schlosser.

Alles Neue lässt etwas veralten und die technologischen Revolutionen richteten regelrechte Massaker unter den Professionen an: Mit der Sesshaftwerdung des Menschen wurden nomadische Tätigkeiten zum Hobby. Die Berufsopfer der industriellen Revolution sind uns gut überliefert und noch besser die der ...

zur aktuellen Ausgabe

Das Neueste aus Ontenhausen:

Intime Interna am 21.09.2017, 18:00 Uhr

Alte Berufe im Lichtwolf

Hurra, die Herbstausgabe des halbschönen Jahrs 2017 ist da - und darin widmet sich der Lichtwolf den alten Berufen.

Lichtwolf Nr. 59 mit dem Titelthema „Alte Berufe“ ist ab sofort im Einkaufszentrum und im Abonnement erhältlich.

51 dieser ausgestorbenen oder einfach sehr lange schon bestehenden Gelegenheiten, den Lebensunterhalt zu bestreiten, werden darin in ihrer philosophisch-popkulturellen Relevanz beschrieben. Einige erfahren ausführlichere Portraits, in denen es auch darum geht, was das Verschwinden oder der Wandel dieser alten Berufe uns über die Gegenwart verrät: Michael Helming bedauert das Aussterben des Matadors als Mittelding zwischen Priester und Metzger, aber vor allem als Signum der Trennung des Schnitzels vom Töten. Schneidegger betrachtet, wie sich der Wächter der antiken Polis zum pfeffersprayenden G20-Polizisten entwickelte. Bernhard Horwatitsch sieht in Alchemisten und Goldgräbern die bis heute leitende Gier nach Edelmetallen zur Profession geworden. Osman Hajjar überlegt, was sich der Menschen töpfernde Gott wohl bei seinem Werk gedacht haben mag. Marc Hieronimus zählt die kulturellen Beiträge des viel gescholtenen Zensors auf, dem ein glorreiches Comeback bevorstehen könnte - im Gegensatz zu Lektoren und Datenschutzbeauftragten, deren Niedergang Martin Köhler beschreibt.

Außerdem geht es im aktuellen Lichtwolf um den Lachs als Viehlosovieh, um Jacques Ellul, die Automobilplage, den Herbst, die Heimfahrt von Helmut Kohl und Gunter Gabriel undundund! Da müssen Sie einfach selbst rein- und draufgucken, denn das schicke Titelbild von Georg Frost ist ebenso für den Druck gemacht wie die neue handschmeichelnde Papiersorte. Lichtwolf Nr. 59 kostet bloß 8,50 Euro inkl. Versand und könnte schon übermorgen per Post bei Ihnen sein: Man bestelle im Einkaufszentrum oder ein Abonnement.

(Abonnenten übrigens haben das Heft längst im Briefkasten und darin (im Heft!) vielleicht schon gelesen, warum diesmal die schnelle Bestellung mehr denn je angeraten ist: Im Laufe des Oktobers wird auf lichtwolf.de nichts mehr so sein wie vorher.)


Links der Woche am 29.07.2017, 15:05 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 30/17

Das Unbehagen in der Digitalkultur

Johan Schloemann hat für die SZ das Buch „Radical Technologies“ von Adam Greenfield gelesen, das ein unheimliches Bild von unserer Gegenwart zeichnet, die von Technologie gewordener Geheimwissenschaft durchdrungen ist. Und selbst die Fachleute und Netz-Utopisten haben keine Ahnung, was da passiert. (25.07.17)

Chancenungleichheit und Selektion

Ist die Idee der Meritokratie nur der Versuch einer ethischen Rechtfertigung der Ungleichheit? Das fragt sich Giorgio Fontana in der NZZ und erinnert bei aller Skepsis daran, dass es schon gut ist, wenn Aufgaben von denen übernommen werden, die die nötigen Fähigkeiten haben und darum eine gewisse Autorität genießen. (27.07.17)

Letzte Links der Woche

Die FR weist auf Hilal Sezgins Plädoyer für die Übernahme moralischer Verantwortung hin, das den schönen Titel hat: „Nichtstun ist keine Lösung“. +++ Abermals die FR zeigt sich fasziniert von Tom Theunissens philosophischem Dokumentarfilm-Essay über den „Menschen von morgen“, der heute Abend bei arte läuft. +++ In den USA wird an KIs gewerkelt, die Video- und Tonaufnahmen (noch bloß von Obama) beliebig verändern können, um den früheren US-Präsidenten mit „Videobeweis“ sagen zu lassen, was immer einem so einfällt. +++ Männer werden unter Stress eher prosozial, so eine Studie, über die im Wissensteil der FAZ glossiert wird. +++ Roman Bucheli schwärmt in der NZZ von der Lust, sich in Bücher zu verlieren und eben dadurch näher bei sich selbst zu sein.


Links der Woche am 22.07.2017, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 29/17

Affirmation statt Transformation

Vergangene Woche hielt Armin Nassehi die Linken für Phantasten mit Hang zum Autoritären, nun darf Stephan Lessenich sich in der ZEIT über die Pauschalisierungen und Vereinfachungen des Kollegen wundern und einiges über den Kapitalismus und die Linken klarstellen. (20.07.17)

Lukrez statt Frankenstein

Mary Shelleys Frankenstein gilt - sofern Faust nicht zählt - als das Buch über wissenschaftliche Hybris und nervt den Evolutionsbiologen Matt Ridley, wie er in der NZZ bekennt. Lieber ist ihm der nüchterne Optimismus des Lukrez, der en passant die moderne Physik, Chemie und Biologie vorwegnahm. (20.07.17)

Wann zu widerstehen ist

Anlässlich des 20. Juli hielt der frühere Innenminister Gerhart Baum eine Rede über Widerstandsrecht und -pflicht, die die FAZ abdruckt. Die junge Bundesrepublik behandelte den Widerstand als Verrat, schützte die Nazis, mit denen sich die meisten arrangiert hatten, und ignorierte die Opfer. Heute werden Grundrechte und Menschenwürde wieder in Frage gestellt. (20.07.17)

Spukhaus Amerika

H. P. Lovecrafts Werke sind längst gemeinfrei und ihr anhaltender Einfluss ist nicht zu unterschätzen, schreibt Adrian Daub in der NZZ und unterschlägt dabei nicht, welch ein unangenehmer Geselle Lovecraft war. Gerade seine Fremdenfeindlichkeit schlägt sich z.B. im Cthulhu-Mythos nieder, der darum in Trumps USA aktueller denn je ist. (21.07.17)

Das Weitere und Engere:

Jens Bisky rät in der SZ, die „Verfassungsschutzfolklore“ von der gemäßigten Mitte und den extremen Rändern links und rechts fahren zu lassen, da sie den Blick auf die politische Realität verstellt. +++ Die NZZ bespricht Fritz Breithaupts Buch über die dunklen Seiten der Empathie sowie Steffen Maus Buch wider die Quantifizierung des Sozialen. +++ Haben Sie eigentlich schon ein Lichtwolf-Abo?


Links der Woche am 15.07.2017, 14:17 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 28/17

Warum werden sie so gehasst?

Henrike Schirmacher widmet den oft als Flugratten verunglimpften Stadttauben in der FAZ einen sehr interessanten und bisweilen wenig mitfühlenden Text, in dem es u.a. über den Zusammenhang zwischen dem von Denkmalschützern gefürchteten Taubenkot und unserer Diät sowie über den zwischen urbaner Umgebung und Tierbild geht. (11.07.17)

Wo ist noch Intellektuellenbuch?

In der NZZ fragt sich Jan Söffner, warum immer weniger Menschen der Aufforderung eines gedruckten Buchs nachkommen, sich Zeit dafür zu nehmen, und lieber schnell das Internet bemühen. Söffner vermutet, die intellektuell hungrigen Leser seien einfach zu oft enttäuscht worden von Büchern, die bloß als Forschungsbeleg veröffentlicht wurden, und gibt Tipps, wie im 21. Jahrhundert Denkabenteuer zu schreiben wären. (12.07.17)

Du wirst, was du studierst.

Was macht das Studienfach aus einem Menschen? Das hat sich Samuel Kramer für das Uni-Blog der FAZ gefragt und mit drei jungen Studenten unterhalten: Die Medizin-, Jura- bzw. Soziologiestudenten bestätigen so manches Klischee über ihre Fächer und überlegen, woran das wohl liegt. (13.07.17)

Vor der Komplexität kapitulieren

Nach dem G20-Gipfel vorige Woche zeigt Armin Nassehi in der ZEIT Verständnis für die Polizei und denkt über die Atrraktivität politischer Gewalt nach. Die Linke hat es leicht, weil sie - anders als die Rechte - sympathische Forderungen stellt, darum nicht über den Weg zu ihrer Erfüllung nachdenken kann und ergo latent autoritär ist, während „es der globalisierten Welt noch nie so gut ging wie heute.“ (13.07.17)

Mit Trump gegen Trump?

Naomi Klein hat jüngst ein Buch darüber geschrieben, wie es zu Trump kam und was wir jetzt tun müssen. Tim Adams portraitiert im Freitag die prominente Vordenkerin der US-Linken, die den Aktivismus wieder cool machen will und aus deren früheren Veröffentlichungen Trump scheinbar viel gelernt hat. (14.07.17)

Was man so alles lesen kann

Die taz ist ziemlich enttäuscht von Peter Sloterdijks lieblos zusammengestellter Essaysammlung „Nach Gott“. +++ Bei Glanz & Elend werden besprochen sowohl Manfred Geiers Doppelbiographie „Wittgenstein und Heidegger“ als auch Andreas Urs Sommers Essay gegen den moralischen Relativismus. +++ Die NZZ zeigt sich sehr angetan von Ralf Konersmanns „Wörterbuch der Unruhe“, das diese als Zeitphänomen aus philosophischer Distanz analysiert. +++ Die SZ stellt Julian Nida-Rümelins Lob der Grenzziehung - im Privaten wie im Staatlichen - vor, dass da lautet: „Herzlich willkommen, aber...“ +++ Bini Adamczaks Büchlein „Communism for Kids“ gilt der Rechten in den USA als Beleg für die Perfidie ihrer imaginierten Feinde: Die SZ erklärt, worum es in der vermeintlichen Indoktrinationsfibel wirklich geht. +++ Uwe Justus Wenzel denkt in der NZZ anlässlich von Jason Brennans Buch „Against Democracy“ über die schillernde Vielfalt von Willensbekundungen nach, die in der Demokratie als vox populi laut wird.

Henry David Thoreau zum 200.

Die FR würdigt Henry David Thoreau zu seinem 200. Geburtstag und bringt neben einem Portrait auch eine Liste von Neuerscheinungen zu dem Waldgänger. Die taz bespricht Frank Schäfers Thoreau-Biographie und die WELT überlegt, wie Thoreau zu Obama und Trump stehen würde...

Et cetera:

Die Soziologie hat ein ähnliches Problem wie die Philosophie: Im Studium lernt man nur, wie man das Fach lehrt. Einige Soziologen wollen diejenigen Absolventen, die es nicht auf einen Lehrstuhl schaffen, als professionelle Gesprächspartner arbeitsmarktfähig machen, wie die FAZ meldet. +++ Die FAZ berichtet außerdem von einer Tagung in Jena über die linken Wurzeln des Faschismus und rechtspopulistische Erfolge unter Arbeitern und Arbeitslosen. +++ Kognitive Verzerrung: Telepolis schreibt über eine Studie, wonach in den USA über muslimische Attentäter fast fünf Mal so ausführlich berichtet wird wie über nicht-muslimische. +++ Womöglich kennen Sie das Selfie des Schopfmakaken-Weibchens auch aus Lichtwolf Nr. 51, wo es Marc Hieronimus’ Essay über die narzisstische Massenpsychose unserer Tage einleitete. Ebenso womöglich muss das Photo in den noch unverkauften Ausgaben bald geschwärzt werden, denn die Tierrechtsorganisation Peta will den Streit darum, wer das Urheberrecht an dem Bild hat - die Makakendame oder der Besitzer des Photoapparats - ein für alle Mal klären, wie die FAZ meldet. +++ Heute Abend ab 23:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk die Lange Nacht über Walter Benjamin.


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


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Lichtwolf Nr. 59 (3/2017), September 2017

Titelthema: Alte Berufe

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Lichtwolf Nr. 59 (3/2017)

51 alte Berufe im philosophischen Portrait, ausführlicher: Alchemist, Matador, Schuster, Schutzmann, Töpfer und Zensor. Außerdem Lachse, Jacques Ellul und Automobile.


Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2017 mit dem Titelthema Ins Gesicht. »» Abonnieren


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Da wird die Geschichte der westdeutschen Intelligenz lebendig: Martin Gohlkes Roman gibt es als Hardcover mit 394 Seiten beim catware.net Verlag oder hier im Einkaufszentrum für nur 19,80 €.


Marc Hieronimus: Der Schritt zur Seite

Die erste Gesamtdarstellung der Décroissance-Bewegung und ihrer Ursprünge, ihrer Motive, Denker und falschen Freunde: Das leidenschaftliche und fundierte Plädoyer für ein anderes Leben ist erhältlich direkt beim catware.net Verlag oder im Buchhandel (ISBN 9783941921634) erhältlich.


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