Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „unterirdisch“

von Bdolf

 

1.) „Untermenschen im Untergrund pflege ich unterirdisch zu erledigen!“ (Dagobert Duck im Kampf gegen die Panzerknacker AG)

2.) „Ist der Kumpel oben/sollst du den Herrgott loben!“ (Volksmund) – herrliche Verbindung von unterirdischem Bergmannsschicksal und oberirdischen erektilen Erfolgen –

3.) Man sagt, etwas sei unterirdisch, wenn die Qualität des betreffenden Gegenstandes kritisiert werden soll – wie aber steht es, falls die Qualität eindeutig oberirdisch?

4.) Das Oberirdische ist ohne das Unterirdische schlicht nicht denkbar – die Gattung Mensch lebt im Wesentlichen von den ca. 10-30 cm Mutterboden unter seinen Füßen.

5.) Die menschliche Existenz läuft auf das Unterirdische zu – es sei denn, die Urne wird in den neuerdings beliebten obertägigen Urnenschränken beigesetzt.

6.) Der Underground muss nicht unterirdisch sein, kann es aber.

7.) In der Kalten-Kriegs-Science-Fiction überlebte man nach dem Atomkrieg stets unterirdisch – Bunkeranlagen, Bergwerke etc. – nach der menschengemachten terminalen Katastrophe liegt das Himmelreich – zumindest das Rettende – also unter der Erde.

8.) Hat man nicht irgendwie jeden Tag das Gefühl, alles sei so unterirdisch und würde immer noch unterirdischer?


Dieser Text stammt aus LW73.


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