Editorial von Lichtwolf Nr.1

I. Wofür wir kämpfen

von Timotheus Schneidegger, 17.07.2002, 11:43 Uhr (Dunkles Zeitalter)

Wir haben eine anarchistisch-syndikalistische Kommune gebildet, um dem herrschenden Klassendruck und Konsumterror in der sogenannten Bundesrepublik Deutschland ein fakultativ militantes Gegenmoment entgegenzustellen. Im Rahmen unseres marxistisch-leninistischen Wertekonsens halten wir es für notwendig, einen Umsturz der gegenwärtigen Besitzverhältnisse zu erreichen, wenn nötig unter Rückgriff auf das Mittel der Expropriation, das sich schon bei unseren Genossinnen und Genossen jenseits des anti-faschistischen Schutzwalls als wirksam erwiesen hat. Unter den Eindrücken der Notstandsgesetzgebung, die faktisch der Entmündigung einer außerparlamentarischen Opposition gleichkommt, sehen wir es als erwiesen an, daß wir uns als sozialistische, unabhängig denkende Studentengruppierung im Kriegszustand mit Obrigkeit und Establishment befinden. Wir haben daher ein Komitee Rein Arbeitsscheuer Philosophen, kurz: RAF gegründet, das Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung faschistischer und polizeistaatlicher Tendenzen, darunter insbesondere Imperialismus, Chauvinismus, Kapitalismus, Revisionismus und Orgasmus erarbeiten soll. Einen Bericht des Komitee RAF wird es in Kürze geben, satzungsgemäß in Form eines maschinengeschriebenen Kommuniques.


Dieser Text ist die unveränderte Fassung des Beitrags „Editorial - Wofür wir kämpfen“ aus LW1-4.

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