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Lichtwolf Nr. 50 („Schotter“)

Alter Preis: 7,80  Neuer Preis: 5,00 

100 Seiten über Schotter, Kies und Steine – wofür sie stehen, woher sie kommen und was man damit machen kann.

Artikelnummer: 9783941921528 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

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Beschreibung

Die fünfzigste Lichtwolf-Ausgabe beschäftigt sich mit Kies, Steinen, Schutt, den Prozessen ihrer Genese aus Bauten, Kunst und Gebirgen sowie dem, was man damit so anstellen kann: Schotter

Los geht es nach der Einleitung über Korngrößenklassifikation gemäß DIN 4022 und Bdolfs Propädeutikum mit Manuel Zabels assoziativer Reise durch das Reich dessen, was der Anglophone gravel nennt. Es folgt Martin Köhlers Kolumne, die sich diesmal mit Goethes Aufgaben als Wegebaudirektor in Weimar beschäftigt, was elegant überleitet zur Kinderseite Lichtwelpe, auf der Onkel Bdolf einer Fortpflanze die Frage beantwortet, warum vorm Spielplatz nicht asphaltiert wird. Großen Raum nimmt das Bratwurst-Special ein, in dem sieben Autoren ihren Senf abgeben zu den „schrecklichsten Bahnstrecken Deutschlands“. Sodann denkt Michael Helming am sogenannten Grab Ciceros darüber nach, wie große Dinge zerfallen und was man daraus wieder machen kann – gefolgt von zwei Miniaturen zum Thema aus Bdolfens Feder. Mit der Steinigung des Teufels während der Haddsch und Ibn Taymiyya, dem Vordenker des Salafismus, beschäftigt sich Osman Hajjar. Jonis Hartmann berichtet aus Milbenperspektive von den Wanderungen Heideggers mit Augstein über Holz- und Schotterwege. Wolfgang Schröder denkt sodann über Schotter im Sinne von Geld und Kunst sowie die damit verknüpften Wertbegriffe nach. Auch Marc Hieronimus nimmt sich der übertragenen Bedeutung des Titelthemas an und legt eine tiefenpsychologische Deutung des Kapitalismus vor, während Clemens Schittko das ganze rein lyrisch in Gedichtform angeht. Stefan Rode hat in seinem Buchregal eine Platonapokryphe zum Thema Kies gefunden und das Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus unterhält sich mit einem Experten über das Schottern, also das Entfernen des Gleisbettunterbaus. Dieser spielt nur eine Nebenrolle im moralischen Gedankenexperiment des Trolley-Problems, das Georg Frost illustriert hat, ehe die größte Bratwurst der Welt die Frage „Straßenbelag – ja oder nein?“ aufwirft, zu der sieben Autoren ihren Senf abgeben.

Der hintere Heftteil beginnt mit Ultrakurzmärchen und einer ausgiebigen Rückschau auf die Feuilletonthemen der Saison. Danach beschäftigt sich Schneidegger mit dem Eklat um Peter Singer und damit, wie schwer es ist, über Tierethik zu sprechen. In der Tier-Reihe Viehlosovieh stellt Marc Hieronimus in diesem Heft das Pferd vor und dann folgen Rezensionen in unter 800 Zeichen sowie ein Gedanke zur Trotzphilosophie aus Rüdiger Spiegels Merkzettelkasten. Von der für die „Zeitschrift trotz Philosophie“ dieses Mal besonders unerfolgreichen Mainzer Minipressen-Messe berichten der Herausgeber und der Dauerpraktikant. Dann geht das Heft mit Aphorismen pro domo et mundo und den Beiträgerbiographien zu Ende.

Inhalt

Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe

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Inhalt Nr. 50

100 Seiten über Schotter, Kies und Steine – wofür sie stehen, woher sie kommen und was man damit machen kann.

005   Lebenswelt
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Schotter

Zwölf Thesen zum Titelthema, der Jugend zum Geleit.

von Bdolf

 

006   Lebenswelt
Nachtzug nach S(c)hotter Island

Eine Reise durch die ganz alltägliche Welt des Rausches, der Schizophrenie, der Ausgrabungen in Zauberbergen. Ein länderübergreifender und nicht zuletzt interdisziplinärer Versuch

von Manuel Zabel

 

013   Kultur(terrorismus)
Stufen zum Nichts: Schotter

Die Kolumne beschäftigt sich diesmal mit Goethes Aufgaben als Wegebaudirektor in Weimar.

von Martin Köhler

 

014   Der Lichtwelpe
Der Lichtwelpe: Fahrbahnbeläge

Wieso hat der tolle Staat keine Lust mehr, Schlaglöcher wegzumachen und vorm Spielplatz zu asphaltieren? Unsere Kinderseite Lichtwelpe erklärt!

von Bdolf

 

016   Lebenswelt
Die schrecklichsten Bahnstrecken Deutschlands

Eine Hommage an ein unvergessenes Nachtprogramm und die es ermöglichende Sparte des öffentlichen Personennahverkehrs unter umgekehrten Vorzeichen

von Bdolf, Filbinger, Marc Hieronimus, Martin Gohlke, Michael Helming, Timotheus Schneidegger, Tobias Stenzel

 

032   Kultur(terrorismus)
Von vergänglichen kleinen und großen Steinen

Die Geschichte der Skulptur erzählt vom Zerstören und Bewahren. Hier, am Beispiel Ciceros, einige Brocken dieser Geschichte.

von Michael Helming

 

040   Lebenswelt
Zwei Miniaturen über Schotter

Schotter oder Edelstein – es liegt im Auge des Betrachters

von Bdolf

 

042   Philosophistik & Misosophie
Die salafistischen Bilderstürmer

Den Vordenker des Salafismus Ibn Taymiyya kann man sich als einen islamischen Luther vorstellen: Beide gaben der Ästhetik des Heiligen eine neue Richtung.

von Osman Hajjar

 

050   Philosophistik & Misosophie
Auf Holz im Feld

Feldwege kreuzen Schotterpisten: Rudolf Augstein unterwegs mit Martin Heidegger, dem Ackerversteher.

von Jonis Hartmann

 

052   Philosophistik & Misosophie
Das Unbezahlbare und die Verwertung der Werte

Warum die vielbeschworenen „Werte“ nur mit Ökonomie und nichts mit Ethik zu tun haben und Vermögende sich um Kunstwerke reißen, die unbezahlbar oder umsonst sein müssten – wie Bildung.

von Wolfgang Schröder

 

060   Politik
Geld zuhauf

Allem neoliberalen Spektakel zum Trotz behält das Geld etwas Schmutziges, weil der Schotter etwas mit früher Kindheit, Schuld und Scheiße zu tun hat.

von Marc Hieronimus

 

063   Phosphoriszierende Prosa & Lyrik
Am Ende

Kieslyrik über das, was man mit Schotter (nicht) machen kann.

von Clemens Schittko

 

065   Philosophistik & Misosophie
Aus dem Bücherregal

Kleine Platonapokryphe über Kies als Collage mit Schreibmaschine

von Stefan Rode

 

066   Politik
Schottern im Praxistest

Das Schottern ist den meisten Lesern in der Theorie ein Begriff, jedoch mangelt es meist im Bereich der praktischen Erfahrung an Wissen. Dem soll mit Fakten und findigen Tricks abgeholfen werden!

von IPuP-Press

 

069   Philosophistik & Misosophie
Das Trolley-Problem

Ein Zug rollt führerlos auf eine Menschenmenge zu, die gerettet werden könnte, indem man einen Menschen opfert. Was tun? Und was in den Varianten?

von Georg Frost

 

070   Lebenswelt
Straßenbelag – ja oder nein?

Straßenbelag war an den Toden u.a. des Schriftstellers Reinhold Schneider und der Studentin Tu?çe Albayrak beteiligt – Zeit also für eine kritische Betrachtung, zu der sieben Autoren ihren Senf abgeben.

von Bdolf, Filbinger, Jean-Baptiste O´Lebigmac, Martin Köhler, Michael Helming, Timotheus Schneidegger, Tobias Stenzel

 

073   Phosphoriszierende Prosa & Lyrik
Ultrakurzmärchen 50

Es wird einmal gewesen sein…

von Michael Helming und Tobias Stenzel

 

074   Links der Woche
Das Gerede vom Frühling 2015

…gemäß der Links der Woche (immer samstags auf www.lichtwolf.de) und anderer obskurer Quellen…

von Georg Frost und Timotheus Schneidegger

 

078   Philosophistik & Misosophie
Wie schwer es ist, über Tierethik zu sprechen

Zum Stand der öffentlich-philosophischen Diskussionskultur in Sachen Peter Singer

von Timotheus Schneidegger

 

084   Lebenswelt
Viehlosovieh: Pferd

Das auf Ponyhöfen geliebte und malträtierte Sportgerät verdient eine ernstere Beschäftigung.

von Marc Hieronimus

 

087   Kurz und Klein
Kurz und Klein 50

Rezensionen in unter 800 Zeichen auf den Punkt gebracht.

von Bdolf, Georg Frost, Jonis Hartmann, Marc Hieronimus, Timotheus Schneidegger

 

088   Philosophistik & Misosophie
Trotzphilosophisches Philosophieren

aus der Reihe Ungleiches und Gleiches – Aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten

von Rüdiger Spiegel

 

090   Intime Interna
Bis ans Ende der Gensfleisch-Galaxis

Packender Bericht vom abermals unerfolgreichen Betriebsausflug zur Mainzer Minipressen-Messe 2015.

von Filbinger und Timotheus Schneidegger

 

097   Philosophistik & Misosophie
Pro Domo et Mundo 50

Sentenzen für Latrinentür und Rasierspiegel

von Marc Hieronimus, Michael Helming, Timotheus Schneidegger, Wolfgang Schröder

 

 

Zusätzliche Information

Gewicht 330 g
Größe 21 × 30 cm