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Lichtwolf Nr. 27 („Arbeit“)

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Lichtwolf Nr. 27 vom Herbst 2009 mit dem Titelthema „Arbeit“: DIN A4, Rückstichheftung, 44 Seiten in illustrem Schwarzweiß.

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Beschreibung

Ein Heft voller Geschichten, Gedanken und Gedichte über Aufwand und Ertrag, Arbeit und Lohn: Lichtwolf Nr. 27 mit dem Titelthema „Arbeit“ wird gleich nach der Einleitung mit Ratschlägen des Ältesten in der Runde eröffnet: Bdolf schreibt über seinen „Brotberuf“ und die Härten, die ein konventionelles Arbeitsverhältnis mit sich bringt. In die gleiche Kerbe schlägt Fitzgerald Löhrmann, wenn er „Stalin als Chef“ beschreibt. Der Liebling dieser Saison ist Daniel Häni, Mitbegründer der Initiative Grundeinkommen. Die mit ihm geführte Korrespondenz über Porsche fahrende Putzfrauen, Sklavenhaltermentalität und den Wert wirklich freiwilliger Arbeit kann man auch online lesen. Auf diesen Seiten finden sich auch das Zahnrad-Gedicht von Norbert Hildebrand sowie der erste Teil des Sextetts „Helden der Arbeit“ von Toby Hoffmann. Der Weise Miguel de Casco führt in „Die vier edlen Wahrheiten“ der Arbeitswelt ein und Ivo Theele legt mit „Zumindest Lohn“ eine kleine politische Utopie vor, in der vom Lagerwahlkampf nur noch das Arbeitslager geblieben ist. Stefan Schulze Beiering beschäftigt sich mit Sinn und Unsinn dessen, was Geisteswissenschaftler an der Uni noch und nöcher einüben sollen: Geisteswissenschaftliches Arbeiten. Derweil liefert Toby Hoffmann weitere Miniaturen unter dem Titel „Helden der Arbeit“ und auch Norbert Hildebrand meldet sich immer wieder mit seiner eigentümlichen Malocher-Poesie. Unter der Überschrift „Entschädigung statt Almosen“ stellt Schneidegger die marxistische Lohntheorie auf existentielle Füße und antwortet dem Chef, wofür er uns denn eigentlich bezahlt. In der zweite Episode von Löhrmanns „Kock und Kardio“ muss das abgewrackte T-shirt zur Resozialisierung an einer Maßnahme der ARGE teilnehmen. Wolfram Heinrich belegt am Beispiel der MPU, wie der Computer die Arbeitswelt veränderte und die Durchfallquote beim Idiotentest hochschnellen ließ. Daneben ist ein Fund aus dem Archiv abgedruckt: Ein maschinengeschriebener Kurztext, der es 2002 nicht in die Jungfernausgabe des Lichtwolf schaffte. Das Titelthema beschließen Bdolf mit einer Phänomenologie des Lohnsklaven („Freisetzung“) und Judith Stieber, die uns wieder „Neues vom Hai“ gezeichnet hat (Der Hai mit seinem Alkoholproblem muss dieses Mal auf Arbeit.).

In den hinteren Heftteil leiten Tina Wirtz‘ Kolumne über Kolumnisten und der Fnord-Repord 27 über, der verschwörungstheoretisches Lob für zwei wackere Mitstreiter im Kampf gegen die Illuminaten bringt. Die neue Serie „Philosophie und Popkultur“ eröffnet die IPuP-Press mit einem Portrait Wittgensteins, dem Elvis Presley des linguistic turn. In der zweiten neue Serie („So funktioniert Literatur“) stellt Schneidegger die Frankfurter Straße Großer Hirschgraben und die hier ansässigen Zuschussverlage vor. Dazwischen drei sozialphänomenologische Prosa-Miniaturen von Johannes Witek sowie ein genau 80 Jahre alter Tucholsky-Text zur Bankenkrise. Die Reihe „Lebende & Leichen“ bestellt Michael Helming zuletzt mit einem Portrait des französischen Preußen, Briefeschreibers und Pfeiferauchers Adelbert von Chamisso. Und dann ist das Heft leider schon wieder zu Ende.