Die lange (ewige) Nacht von Wuppertal

von Bdolf, 20.12.2011, 15:03 Uhr (Neues Zeitalter)

„Es war Sonntagnachmittag / im Wuppertaler Puff /
die Nutten lagen Arsch-an-Arsch (???) / und ich lag mittendruff (???)“
– Schlagerparodie, mittlere 1970er, auf zahlreichen Toilettenwänden der Epoche dokumentiert

Wuppertaler Goth

(Illu: Georg Frost)

Blitze zuckten durch den Nachthimmel. Der Donner ließ sich ein bisschen Zeit … das wahnsinnig intensive Sommergewitter stand nicht ganz exakt über dem Wuppertaler Hauptfriedhof.

Obwohl das … dem Klischee ganz gut … gerecht geworden wäre …. –

Die Gothiks Knochen-Jürgen, plus Freundin; Schädel-Kaschper, plus Freundin; Schwarz-Waldi – derzeit leider Single – und den beiden Gräten-Schwestern – die es noch cooler fanden, nicht nur lesbisch zu sein – sondern dazu noch inzestuös lesbisch – wie ihre ultrageilen Tattoos verrieten, wollten sie lieber „tot sein, als mit jemand von außerhalb der Familie zu bumsen“ – verrieten nicht ganz das, was man im bürgerlichen Lager als „Zuversicht“ verbucht hätte – nun denn – nu war man denn man da – also den (kühnen) Plan weiter verfolgt …

Die Spaten – zunächst noch etwas kraftlos – und durchaus leicht unmotiviert – stocherten im Erdreich.

Aber nachdem sich die Gräten-Schwestern, beschickert von etwelchen Sprizz-to-go-Büchsen fast aller Hemmungen entledigt hatten und nackt bis auf die Unterwäsche neben dem erkorenen Hauptziel posten – gerade noch rechtzeitig hatten sie sich aus der Restmülltonne des örtlichen WienerwaldTM (1) mit reichlich Knochen eingedeckt – die sie nun, um ihre Mistreiter/Innen zu Höchstleistungen anzustacheln, verschämt über ihre BH bekränzten Brüste schweifen ließen bzw. – ganz keck – unter ihre Schlüpfer rollierten – kurz & gut – diese Show ließ alles anschwellen, wo es etwas anzuschwellen gab … Trotzdem murrten die jungen Helden ganz gehörig – kein Wunder, waren sie doch nicht gerade, äh, mit der körperlichen Arbeit aufgewachsen –

Editorische Notiz: Alle Beteiligten hatten sich bereits vorab bereits als GRABRÄUBER betätigt – unter den Gothiks zahlt man bekanntlich Höchstpreise für ECHTE (!) Menschenknochen (2) – die Nachforschungen der Wuppertaler Kriminalpolizei liefen allerdings immer ins Leere – denn es galt das ultimative Gebot des Schweigens – die – sprichwörtliche – OMERTA – es konnte keinem/keiner der BETEILIGTEN je irgendetwas „nachgewiesen“ werden … DAS MACHT ÜBERMÜTIG!

„Wollen wir heute Nacht mal wieder mit KNOCHEN richtig KOHLE scheffeln?“ – fragte (rhetorisch) Schädel-Kaschper. Alle johlten zustimmend. Die Gräter-Schwestern vollführten demonstrativ mutuelle Masturbation unter Familienangehörigen. Großer Publikumszuspruch – großes beifälliges Genöhle. Behielten aber dabei demonstrativ ihre Unterwäsche-in-Übergrößen bei; demonstratives Missfallensgenöhle.

Die Spaten erbrachen das frische Erdreich. Drangen ein. Die Grabkammer öffnete sich.

Aber oh weh! Es handelte sich um die Ruhestätte des Ehepaares Zumwiesel! (3) Also – im Inneren – um ein veritables Schwarzes Loch! Alle Beteiligten wurden eingesogen – Konsequenzen a.a.O.!

(1) Heißt hier: aus den Mülltonnen der Nachfolgegesellschaft – aber umgangssprachliche geographische Bezeichnungen sind ZÄH – siehe keltische Wurzeln für heutige geographische Begriffe …
(2) vgl. die „BILD“- Zeitungsjahrgänge 1933-9999
(3) Siehe dortselbst! „Dann … wurde es Nacht!“, in dieser Ausgabe auf S. 22


Lichtwolf Nr. 36

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Dieser Text ist die unveränderte Fassung des Beitrags „Die lange (ewige) Nacht von Wuppertal“ aus LW36.

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