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Lichtwolf Nr. 28 („Und dann explodiert alles“)

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52 Seiten DIN A4; vierfarbiger Umschlag aus handschmeichelndem, dicken Papier; Innenteil so schwarzweiß wie eh und je und so gut wie eh und je: Philosophie trifft in diesem Heft auf Sprengmittel.

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Beschreibung

Das Titelthema ist ein Business-Plan-Zitat. Würde der Lichtwolf zwei Ausgaben in Folge Verluste schreiben, geht dem Verlag das Geld aus – „Und dann explodiert alles“ Diese zwei Ausgaben hatten wir 2009 – doch die großen Explosionen finden einzig in dieser Nr. 28 statt. Bdolf eröffnet das Titelthema mit einem Auszug aus seinem werdenden Roman über Dr. Teslas Experimente wider die Physik. Michael Helming guckt in den Kopf eines Bombenentschärfers bei der Arbeit, am Rande dessen finden wir neben Folge 4 des Comics „Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem“ (Judith Stieber) ein Poem auf die Menschlichkeit in ihrer Endlichkeit von Norbert Hildebrand. Lino Wirag liefert mit „Shocking Short“ einen Telephonmitschnitt von kurz vorm Knall. Die gewagteste Adaption des Titelthemas legt Stefan Schulze Beiering vor, der direkt und präzise in die Probleme und Kuriositäten von dessen Orthographie einsteigt. In einem Fnord-Repord Spezial werden die verfilmten Weltsprengungsszenarien der Illuminaten vorgestellt und Schneidegger schildert anschließend eine Kernwaffenexplosion auf Teilchenebene. Magister Maier wiederum lässt es knallen mit Heidegger und Zeug, danach beantwortet August Maria Neander im Lichtwelpen eine Zuschrift betreffs cineastischem Weltuntergang (Diesen Artikel können Sie auch online als PDF (651 KB) lesen). Gleichfalls vom Bewegtbild nehmen die Überlegungen Peter Petersens zu Rammstein und Tyler Durdens lustvoller Eigenheimsprengung Ausgang. Gesellschaftliches Cordit wittern Norbert Hildebrand (wieder lyrisch: „Staatsallergie“) und Michael Helming (polit-historisch auf die Ära Kohl verweisend: „Bienvenu – Die Lunte brennt“) seit dem Amtsantritt der schwarz-gelben Sprengmeister des Sozialstaats. Bdolf blickt zurück auf das, was „Nach dem Atomkrieg“ bleibt (Inzest, Masturbation, nix) und Dr. Satori auf das Jahr 2009 bzw. die nach Dynamit verlangenden Jahresrückblicke.

Im hinteren Heftteil wird uns „Der pensionierte Hofrat Ignaz Wrabl“ von Johannes Witek vorgestellt in einem völlig zu Recht menschenverachtenden Theater der Grausamkeit. Die IPuP-Press hat für die Rubrik „Philosophie & Popkultur“ Deutschland nach Wallfahrtsorten für Hegel-Jünger durchsucht und präsentiert die Ergebnisse mit Pilger-Empfehlungen. Im Fnord-Repord 28 werden die Verbindungen der Illuminaten zu Schwarz-Gelb, den Studentenprotesten, Robert Enke und zum Medienstrukturwandel enthüllt. Auch Michael Helming war unterwegs und beschickt die Rubrik „So funktioniert Literatur“ mit Reiseepos und Rapport von der Verleihung des Literaturpreises Irseer Pegasus 2009 („stockbiederer Käse!“). Johannes Witek präsentiert mit „Ein Ausrutscher, kann passieren“ in aller Kürze eine weitere originelle Figur aus seinem Kosmos österreichischer Originale. Die Rubrik „Lebende & Leichen“ beschickt dieses Mal Timotheus Schneidegger mit einem Portrait des ostdeutschen Philosophen Wolfgang Harich, dessen Engagement für eine deutsche Wiedervereinigung in den 50ern ihm Gefängnis und über 1989 anhaltende Ächtung einbrachte.