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Lichtwolf Nr. 47 (3/2014)

Erschienen im September 2014, Titelthema: Mars


Lichtwolf Nr. 47 (3/2014)

Alles Bedenkswerte über den Roten Planeten, den Krieg und seinen Gott sowie über das Symbol für den weißen Mann plus Postmoderne, Geldkritik und Radikalinskis auf 118 Seiten DIN A4.

Auszüge aus der Nr. 47 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

ISBN 9783941921436

Für nur 7,80 EUR (inkl. Porto) bestellen:

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Lichtwolf Nr. 47 (3/2014) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:


Nach einer ausführlichen Einleitung mit den astrologischen und astronautischen Grundlagen zum Titelthema „Mars“ sowie Bdolfs Propädeutikum spaziert Michael Helming weiter über die Schlachtfelder bei Königgrätz, wo er mit Mauthner über Kriegsgötter und deren Anrufungen in der Schlacht meditiert. Martin Köhler hat sich für seine Kolumne mit der Philosophie des Tiernahrungskonzerns Mars auseinandergesetzt und Bdolf serviert drei Miniaturen zum Mythos Mars. Den Planeten als Symbol weißer Männlichkeit behandeln die nächsten beiden Essays: Mirko Stehr beschäftigt sich mit der Critical-Whiteness-Bewegung und ihrer Frisur- und Kulturkritik; Timotheus Schneidegger sieht in der Alien-Filmreihe und ihrem Prequel alle Mythen der Männlichkeit überwältigt und penetriert. Zwischendrin beantwortet Tobias Stenzel auf der Kinderseite Lichtwelpe die Zuschrift der kleinen Sabine-Luzia in Sachen Pluto- und Marsokratie. Gemeinsam mit Glanz & Elend schreibt der Lichtwolf einen Essaywettbewerb zur Preisfrage aus, warum es etwas gibt und nicht vielmehr nichts. Wolfgang Schröder sieht die Ödnis der Marsoberfläche überall in Theater, Literatur und Philosophie wirken, sodann wieder drei Bdolf-Miniaturen vom Roten Planeten (inkl. Nazis). Mindestens so abgespacet die Begegnungen unseres Redaktionspraktikanten Filbinger mit spirituell raumfahrenden Eso-Tanten, von denen dann die Rede ist. Wie elendig das Malochen, aber wie schnell es damit auch vorbei sein könnte, betrachtet Stefan Rode mit Blick auf die Zukunft der Arbeit. Osman Hajjar dagegen erklärt, wie wenig der Dschihad mit dem Krieg und wie viel er dagegen mit Selbstbeherrschung zu tun hat. Johannes Witek stellt uns mit Herrn Schoissengeier einen solchen Herren über das Leben vor. Das IPuP war in Berlin unterwegs und versucht mit dem jungen Engels das Wesen der Metropole zu ergründen, ehe Jonis Hartmann mit einem Portrait David Foster Wallace würdigt. Zuletzt geben sieben Autoren ihren Senf zur größten Brawtwurst der Welt ab, deren Stichwort diesmal lautet: „Machtmobil“.
Den Kofferraum dieses Herbsthefts eröffnet der zweite Teil von Marc Hieronimus’ Essay „Postmodern bleibt modern“, illustriert von Andy Singer. Es folgen Aphorismen pro domo et mundo, die Rückschau auf die Feuilletonthemen der Saison, Rezensionen in unter 800 Zeichen sowie Ungleiches und Gleiches aus Rüdiger Spiegels Merkzettelkasten und zwei Ultrakurzmärchen. Martin Gohlke argumentiert dafür, trotz aller Unwahrscheinlichkeiten eine geldlose Gesellschaft anzustreben und Michael Helming portraitiert den Tiger als Viehlosovieh. Am Ende stellt Marc Hieronimus einige wirklich radikale Denker_innen vor, die zu lesen für faktische und nicht bloß inszenierte Verstörung sorgen darf.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 07 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Mars

Hinführung der Jugend zum Themenkomplex in elf Thesen.
von Bdolf

S. 08 (Kultur(terrorismus)):
Meditation zwischen Lípa und Chlum

Ein Spaziergang mit Fritz Mauthner über das Schlachtfeld von Königgrätz und durch die Genealogie der Kriegsgötter nebst ihrer Anrufungen
von Michael Helming

S. 106 (Kultur(terrorismus)):
Viehlosovieh: Tiger

Ei of the Tiger: Die gestreifte Großkatze im Spiegel der Philosophie.

von Michael Helming

S. 108 (Kultur(terrorismus)):
Radikal bleibt marginal

Kleine, aber feine Auswahl wirklich anderer Denker, darunter wenige Langhaarige und nur ein Bombenleger.
von Marc Hieronimus

S. 17 (Kultur(terrorismus)):
Stufen zum Nichts: Mars

Mars liebt nicht alle Tiere, so der implizite Tenor der Lebensmittelkonzern-Philosophie.
von Martin Köhler

S. 18 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Aus Professor Schickelgrubers Edlem Schatzkästlein

Drei erzählerische Miniaturen: Mars als Arschloch, Reichsprotektorat und Hitlers Helfer
von Bdolf

S. 20 (Kultur(terrorismus)):
Dreads auf weißen Köpfen als Problem

Für die Critical-Whiteness-Bewegung ist Mars als Symbol für den kolonialen Eroberer eher rotes Tuch als Roter Planet.
von Mirko Stehr

S. 28 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Marsokratie

Die kleine Sabine-Luzia vermisst Pluto unter den Planeten und Namensgebern für Regierungsformen.
von Tobias Stenzel

S. 30 (Irgendwas mit Medien):
In Space you’re fucked

Eine genderpolitische Exegese der „Alien“-Filmreihe und ihrer Protagonistinnen
von Timotheus Schneidegger

S. 40 (Kultur(terrorismus)):
Marswüsten der Einbildungskraft

Aus der Leere des Mars könnte man so viel machen, dass dort doch etwas sein muss.
von Wolfgang Schröder

S. 49 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ein Planet im Zwielicht

Drei weitere erzählerische Miniaturen: Stadtastronautik, Festung Mars und Big Brother in Space
von Bdolf

S. 52 (Sozialphänomenologie):
Die wirre Irre vom Mars

Unser Redaktionspraktikant zieht Eso-Tanten mit planetarischem Migrationshintergrund magnetisch an.
von Filbinger

S. 59 (Lebenswelt):
Das Paradies der Grubenpferde

Wie die Pferde nicht mehr unter Tage Erzloren ziehen müssen, könnte auch der Mensch in Zukunft von Arbeit erlöst werden.
von Stefan Rode

S. 62 (Lebenswelt):
1.001 Dschihad

Das Ringen mit sich selbst um die Beherrschung der Triebe und des Rivalitätsdenkens könnte zum ewigen Frieden führen.
von Osman Hajjar

S. 69 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Hubert Schoissengeier

Der Herr über dein Leben muss nicht sympathisch sein.
von Johannes Witek

S. 70 (Kultur(terrorismus)):
Außerirdische, Gentrifizierer und Städtewachstum (I)

Im ersten Teil des Essays über Metropolismus geht es mit dem jungen Friedrich Engels nach London und Berlin.
von IPuP-Press

S. 76 (Kultur(terrorismus)):
Irrsinnige Effizienz

Eine Hommage an David Foster Wallace, den Mars Ultor der postmodernen Literatur
von Jonis Hartmann

S. 79 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Machtmobil

Wer beim Platzen von Dotcom-Blase und World Trade Center halbwegs ausgewachsen war, kennt noch den flotten Jingle: „Mars macht mobil – bei Arbeit, Sport und Spiel!“ Sieben Autoren geben dazu ihren Senf ab.
von Bdolf, Filbinger, Jean-Baptiste O´Lebigmac, Marc Hieronimus, Michael Helming, Rüdiger Spiegel, Timotheus Schneidegger

S. 81 (Irgendwas mit Medien):
Martialisches ABC

Begriffs-Collage unter dem Motto „They can only do harm“.


von Georg Frost

S. 82 (Philosophistik & Misosophie):
Postmodern bleibt modern (II)

Im zweiten Teil des Postmoderne-Essays geht es um Referenz und Reflexion sowie um durchgeknallte Filme und Bücher.
von Marc Hieronimus

S. 91 (Philosophistik & Misosophie):
Pro Domo et Mundo 47

Sentenzen für Latrinentür und Rasierspiegel
von Alexander Eilers, Magister Maier, Marc Hieronimus, Wolfgang Schröder

S. 92 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Sommer 2014

Der Feuilleton-Rückblick auf die Themen der Saison.
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger

S. 94 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein 47

Buchrezensionen in je unter 800 Zeichen.
von Bdolf, Georg Frost, Jonis Hartmann, Marc Hieronimus, Martin Köhler, Michael Helming, Tobias Stenzel

S. 96 (Philosophistik & Misosophie):
Ungleiches und Gleiches: Reduktion

Aufs Wesentliche oder aufs Wenige zu; aus Rüdiger Spiegels trotzphilosophischem Merkzettelkasten...
von Rüdiger Spiegel

S. 97 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ultrakurzmärchen 47

Es wird einmal gewesen sein: Herr Reuter soll spenden und Mao Tse Tung ruft an.
von Marc Hieronimus & Tobias Stenzel

S. 98 (Lebenswelt):
Kein Geldern

Trotz des Scheiterns aller Umsetzungsversuche gibt es weiterhin gute Gründe, über eine Wirtschaft ohne Geld nachzudenken.
von Martin Gohlke


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