Lichtwolf Nr. 13 („Studienanfang“)

1,00 

Die Nullnummer nach drei Nulljahrgängen: Mit der Rekordseitenzahl von 24 und Rekordauflage von 100 Stück der erste Schritt zur voll ausgewachsenen „Zeitschrift trotz Philosophie“.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Der Nummer 13 sind intensive Vorbereitungen vorausgegangen, die es dem Lichtwolf im kommenden vierten Jahrgang ermöglichen sollen, schleichend die BILD-Zeitung vom Markt zu verdrängen. Um diesen ins Visier nehmen zu können, musste das ganze Projekt ordentlich durchprofessionalisiert werden.

Die Ausgabe zum zweiten Geburtstag im Juli 04 hatte schon 20% mehr Inhalt bei gleichem Preis (12 Seiten für umsonst), die Nummer 13 stellt das jedoch mit einer Seitenzahl von 24 kräftig in den Schatten. Orientiert an der ersten Sonderausgabe vom Juni 04 („Von Besetzern, Hetzern und Schwätzern“) haben wir beschlossen, den Lichtwolf von nun an zum Selbstkostenpreis von einem Euro zu verkaufen, und zwar unter Beibehaltung der traditionellen Produktionsweise. Jedoch kommt die Ausgabe nicht mehr als getuckerten Papierstapel, sondern als mit Heftklammerung versehenes Magazin daher.

Titelbild & redaktioneller Teil
Das Titelbild stammt von der neuesten Eroberung unserer Headhunter, Felisande, die mit den Kapitälchen und fachfraulichem Rat die gesamte Heftgestaltung auf ein neues ästhetisches Niveau gehoben hat, soweit wie es halt machbar ist, wenn – um die Schutzgeister und den Wächterrat vom Lichtwolf nicht zu erzürnen – nur die Benutzung von Stiften, Schere und Kleber beim Layout erlaubt ist.
Diese Ausgabe enthält erstmals die komplette Ausstattung an üblichen redaktionellen Texten: Ein Editorial, das auch so heißt und den neuen Lichtwolf Erstlesern und alten Freunden zu erklären versucht, ein Impressum, das brav vorm Presserecht Männchen macht, eine Abo- und eine Aufklärungskampagne (Was ist der Lichtwolf?) auf der Rückseite, sowie eine Vorschau auf das nächste Heft und ein Inhaltsverzeichnis, aber das ist ja ein alter Hut.

Inhalt
Von nun an soll das Heftinnere auch halten, was das Heftäußere verspricht. Entsprechend gibt es acht Seiten zum breitgefassten Titelthema Ersti-Haß und Studienbeginn. Ganz im Stile der Gegenaufklärung werden die Erstis darin anders-informiert, indem sie zunächst von Felisande um Ruhe gebeten („Einfach mal die Fresse halten“), sowie über Archetypen ihrer künftigen Kommilitonen informiert werden, nur um kurz darauf von dr faustus erklärt zu bekommen, wie man ein typisches Erstsemester-Gespräch führt. Daneben werden Gründe, die für einen Studienabbruch hinreichend sind, aufgezählt, von Corner Stone Erstis bedichtet und die Freiburger Philosophie-Dozenten vorgestellt. Einerseits in der hilfreichen Zuordnung passender Musik für jeden einzelnen, andererseits im dritten Teil der „Gleinigfüer“-Serie, in der Schneidegger zusammenstellt, was aus den Biographien und Büchern der Dozenten über ihre persönlichen Abhängigkeiten und Beziehungen zu erfahren ist.

Abseits dessen berichtet unsere SBZ-Korrespondentin (n k)² über Fahrstuhlerotik in Dresden, Redaktionsneuling Fiete Fatmoaker über sein Bücherregal und gute wie böse Worte, Schneidegger fügt mit der Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Seinsweisen“ eine weitere regelmäßige Serie zu den altbekannten „Philosophen im Straßenverkehr“ hinzu, von denen dieses Mal Platon dran ist.

Politisch wird es mit dr faustus („Sternschnuppen im ICE“) und nicht zuletzt Samuel Strehle („Über eine Haltung des Protestierens“), den wir erfolgreich vom u-asta-info abwerben konnten. Nach bösartigen Kleinanzeigen kommt das Ende am „Abgrund“ von alter ego.

Fazit
24 wirklich schön zu betrachtende und anzufassende Seiten, die einen Vorgeschmack geben auf das, was den Leser in den Lichtwölfen des vierten Jahrgangs erwartet. Da kann man ruhig mal zugreifen und für einen lächerlichen Euro unsere Existenz sichern, außerdem sich ganz nebenbei abseitige Lektüre für ein, zwei Stunden verschaffen!