Lichtwolf Nr. 15 („Hochschulpolitik? Nein, danke!“)

2,00 

36 Seiten, broschiert oder geheftet oder wie das heißt, jedenfalls ein Heft im DIN A4-Format, edel beschichtetes Papier, das schwarz-weiß (grau) bedruckt worden ist.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Die Empörung, die der Lichtwolf auslöst, steigert sich von Mal zu Mal. Grund dafür ist nicht etwa, daß das Vieh mit jeder Ausgabe dicker wird (die Nummer 15 hat 36 edelbeschichtete, zwischen schwarz und weiß grauende Seiten), sondern was darin so alles abgedruckt wird (oder auch nicht).

Das Titelthema „Hochschulpolitik – Nein Danke“ wird auf 16 Seiten behandelt, auf denen am Beispiel der Uni Freiburg erklärt wird, wie eine Studierendenvertretung funktioniert, die es landesgesetzlich gar nicht geben dürfte (Kontrafaktizität ist einer Zeitschrift, die es kapitalistisch gesehen gar nicht geben dürfte, wesenhaft sympathisch), und was den deutschen Universitäten bevorsteht, denn Studiengebühren sind nur die Spitze eines Eisbergs aus – schöngeredet: Modernisierungsmaßnahmen. Aber nicht nur dem Hurraprotest wird das Wort geredet: Mit einer notorischen Nichtwählerin, die jede AStA-Wahl und deren Wettstreiter weiträumig umgeht, kommt eine Stimme aus der Mehrheit der Studierenden, mit einem Aufruf zu mehr Konservativität oder -ismus eine Stimme der Minderheit zu Wort, die einen Rechtsruck im linkslastigen AStA fordert. Findet dortige Klientel ähnlich obszön wie die Thesen des Herrn Halvdason zu „Frauen in der Unipolitik“. Versöhnliches und Beruhigendes tut da Not und wird prompt in dreifacher Weise gereicht: Erstens mit dem Psychotest, der Ihnen verrät, welche Hochschulgruppe am besten zu ihnen passt (damit Sie ihr Kreuz bei der Uniwahl am 21. Juni an der richtigen Stelle machen). Zweitens mit einem Bericht aus der ehemaligen DDR, wo es neben Neonazis und Arbeitslosen auch Universitäten gibt und darin auch Studierende, wovon Sven-Uwe Janietz, Chefredakteur der Leipziger Zeitschrift „EiGENSiNN“, aus erster Hand erzählt. Das gute dritte Ding ist die Glosse des berühmten Freiburger Satirekükens alias Kükator alias Pulcino Tom Henry, der seine Wünsche für eine bessere Hochschulpolitik niedergeschrieben hat.

Jenseits des Titelthemas geht es wie in jeder Ausgabe um aktuelle Geschehnisse, interessante Sachen und Beobachtungen des alltäglichen Wahnsinns. In letztgenannte Kategorie fällt Felisandes Auseinandersetzung mit dem „Tofu-Bürgermeister“, zu ersterer gehören Schneideggers fünfseitiger Bericht aus dem bösachsigen Iran und „Fragen an den Katholizismus“, dieser sonderbaren Sekte, über die sich (n·k)² nur wundern kann. Kritische Phänomenologie natürlich auch in dieser Ausgabe: Arciboldo de Segurmont hat das Freiburger Uni-Motto „Die Wahrheit wird euch frei machen“ betrachtet und kann sich darüber nur wundern.
Draufgeklatscht noch die ganzen anderen Dinge, die immer dabei sind (Quartalsbericht und Kurzmeldungen / der Lichtwelpe erklärt, was Demokratie ist / auch in der dritten Folge von „Gute Zeiten, schlechte Seinsweisen“ werden angesehene (frei erfundene) Professoren verunglimpft, usw.usf.), das ganze wie üblich maschinengeschrieben und von Hand aufgeklebt, (maschinell) kopiert und geheftet, fertig ist der 15. Lichtwolf, und was für ein feines Prachttier der wieder geworden ist!