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Lichtwolf Nr. 26 („Werbung“)

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Die Nr. 26 ist die zweite mit Computerdampfkraft erstellte Ausgabe des Lichtwolf, komplett Schwarzweiß und ein grotesk gutes Heft mit 52 Seiten, davon der überwiegende Teil zum Titelthema Werbung.

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Beschreibung

Die Nr. 26 ist die zweite mit Computerdampfkraft erstellte Ausgabe des Lichtwolf und ein grotesk gutes Heft mit 52 Seiten, davon der überwiegende Teil zum Titelthema Werbung. Enthalten sind drei Anzeigen für Scheiße (illustriert von Georg Frost) und weitere für andere Dinge. Die Poeten Clemens Schittko und Norbert Hildebrand steuern Miniaturen zur Werbewelt bei. Auf eine lange, halb historische, halb märchenhafte Einleitung ins Thema „Werbung“ folgt sogleich Peter Petersens Einlassung über die Kommerzialisierung von Gegenkultur (S. 7). Fitzgerald Löhrmann schickt einen investigativen Bericht über Schein und Sein innerhalb eines großen Finanzunternehmens (S. 8-11), und Magister Maier zitiert „Aus dem Tagebuch eines Werbefuzzis“ (S. 12/13). Von Judith Stieber gibt es „Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem“ (S. 13). Wie eine werbefreie Welt aussähe, denkt Johannes Franzen ab S. 14 mal durch – reich bebildert mit Photos von der Kaaba der Werbewelt, dem Times Square in New York. Lino Wirag erkennt in den Äußerungen der Kreativen zur Krise deren Entschlossenheit und Fähigkeit, die Zukunft und die Wirtschaft zu retten (S. 18/19). Das Interview zum Titelthema wurde geführt mit Jobst Eggert, dem Chefredakteur und PR-Verantwortlichen von PETA Deutschland: Überzeugungstäter, drastische Anzeigenkampagnen und Marketing für Tierrechte ab S. 20. Bdolf verarbeitet auf S. 23 die Märklin-Pleite durch eine Weltflucht in den Maßstab 1:87, Tina Wirtz referiert über die Bemühungen der Kanzlerin, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Löhrmann liefert auf S. 24 die erste Folge der Comic-Serie „Kock & Kardio“, deren Protagonist der abgestürzte Bruder eines aus der Werbung bekannten roten T-shirts ist. Der liebe Onkel Neander nimmt sich im Lichtwelpen (S. 26/27) der Zuschrift von Prisca-Marie an, die doch bitte nicht auf Bundeswertpapiere reinfallen soll, nur weil die Reklamefigur so niedlich ist. Armin Steigenberger lässt auf der Doppelseite 28/29 die creatio ex nihilo der nicht nur in der Werbung beliebten Wortschöpfungen von der Kette und Bdolf schließt ab S. 30 das Titelthema mit der Geschichte eines frustrierten Werbefuzzis ab, der „die Scheiße dick hat“.

Es folgt aufs Titelthema der gewohnte Kofferraum: An die Stelle des Quartalsberichts tritt nun mit dem Fnord-Repord der verschwörungstheoretische Nachrichtenrückblick. In Folge des ob des Titelthemas relativierten Werbeverbots sind fortan auch Rezensionen im Lichtwolf erlaubt: Die Rubrik „Kurz und Klein – in 800 Zeichen durch ein Werk“ debütiert mit der Besprechung dreier Naturfilme. Die gleichfalls neue Rubrik „Lebende & Leichen“ eröffnet Michael Helming mit einem leidenschaftlichen und kundigen Portrait des blinden Bibliothekars Jorge Luis Borges (S. 36-41). Der neue alte Herausgeber erklärt ab S. 42 (hier online) die Krise der Holzmedien und wie sich der Lichtwolf in ihr als Produkt wie jedes andere durchzusetzen gedenkt; in einem Gastbeitrag verrät Font-Designer Lukas Krakora auf S. 45, was es mit der von ihm entworfenen neuen Brotschrift des gedruckten Lichtwolf auf sich hat. Zum Schluss macht Wolfram Heinrich einige originelle Anmerkungen zum Ödipus von Sophokles und dessen Rezeption seit Freud. Die Gedichte in diesem Teil des Hefts stammen ebenfalls von Norbert Hildebrand und Clemens Schittko sowie von scherenkatze, die eine unnachgiebige Celan-Adaption vorlegt.