Lichtwolf Nr. 18 („Misanthropie“)

2,00 

Größe: DIN A4. Spektrum: Schwarz, grau, weiß mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen, komplett mit einer Olympia SG-1 zusammengesetzt. Kartonummantelung mit einer Stärke von 100g/qm², Stärke im Kern 80g/qm². Mittig geheftet.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Eine ganze Latte neuer Schreibtischtäter ist in die Reihen des Lichtwolf getreten und hat diese erste Ausgabe des fünften Jahrgangs der „Zeitschrift trotz Philosophie“ merklich geprägt.

Titelbild
…ist schön und schlicht geraten aus der Feder von Grafik-Eule Georg Frost, der auch die Initiale des fünften Jahrgangs gezeichnet hat. Kleine optische Tricks wie schiefe Textausrichtung usw. sollen den Lichtwolf im Kioskregal angemessen herausragen lassen, denn das

Titelthema
„Misanthropie (Menschenfeindschaft)“ ist eine Herzensangelegenheit, der auf 14 schön dicht betippten Seiten nachgespürt wird. Ro Haben und Nasicus malen je ein fiktives misanthropisches Schicksal in Prosa aus, Norbert Hildebrand tut dies in der ihm eigenen lyrischen Art, Monika Koncz beantwortet im Rahmen der Kinderseite „Lichtwelpe“, was es mit Nächstenliebe und Misanthropie auf sich hat, und hoch professionelle, aber gar nicht langweilige weil sehr interessante Beiträge stellen zwei Herren der zeitgenössischen schreibenden Zunft vor, die im Rahmen des Titelthemas Beachtung verdient haben: Timotheus Schneidegger befasst sich mit dem „anthropofugalen Denken“ Ulrich Horstmanns, Johannes Franzen beschreibt die Misanthropiekonzeption des Misanthropen Thomas Bernhard. Das letzte Wort zum Thema hat wie immer der Kükator.

weitere Themen
Harte Fakten aus dem Reich der Notwendigkeit und sanften Trost aus dem Reich der Freiheit verspricht dieser Lichtwolf auf dem Deckblatt. Zur erstgenannten Lesenahrung gehören die Berichte zur aktuellen politischen Lage: Ro Haben fasst zusammen, wie sich an Unis, auf der Straße und im Stuttgarter Landtag die letzten Gefechte ausnahmen, die um die Einführung von Studiengebühren ausgetragen wurden, ehe am 15.12.05 die schwarzgelbe Mehrheit in Stuttgart das entsprechende Gesetz verabschiedete. Sehr ausschweifend die Themen, die Herr Schneidegger in einem ebenso ausführlichen Bericht zusammenbringt: In „Israelhetze, Holocaustleugnung, Atombomben“ steht alles über die haßerfüllten Rüpeleien des iranischen Präsidenten Ahmadineschaad (inkl. eines Psychogramms), über das iranische Atomprogramm, die unmittelbaren und denkbaren zukünftigen Reaktionen der Weltöffentlichkeit, sowie über die deutsch-iranische Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan, die im Schatten des eskalierenden „Atomstreits“ fortbesteht. dr faustus legt eine „glasklare“ phänomenologische Studie des Kneipenalltags vor und die Online-Redaktion wie gewohnt ihren Bericht über die wichtigsten Ereignisse des vierten Quartals 2005 vor. Außerdem Kurzmeldungen aus Freiburg und der Welt.
Aus dem Reich der Freiheit wird der damit nötige Trost gereicht: Die Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Seinsweisen“ setzt sich spannend wie nie fort. Jürgen Cissarek, Norbert Hildebrand und Monika Koncz schließlich überbieten einander in der Kunst des geschriebenen Wortes.

Erstmals übrigens in der Geschichte des Lichtwolf enthält diese Ausgabe WERBUNG. Die PARTEI Freiburg hat sich an die Vorgaben gehalten und eine ausschließlich mit Schreibmaschine produzierte Anzeige eingereicht, in der sie um Ihre Stimme bei der Landtagswahl am 26.März 2006 bittet.
Weitere Nova sind ein kleines Preisausschreiben im Heft und des Lichtwolfs Sturm auf den Einzelhandel. Ab dieser Ausgabe nämlich wird der Lichtwolf vom Pressegroßhandel im guten Sinne des Wortes „vertrieben“. Sollten Sie, ob misanthropisch bedingt oder nicht, den Weg zum Kiosk scheuen, können Sie das Heft natürlich auch weiterhin hier im Einkaufszentrum bestellen.