Links der Woche, rechts der Welt KW 08/17

von Timotheus Schneidegger, 25.02.2017, 17:22 Uhr (Zwote Dekade, 1/2)

Revolutionäre Zeiten

Revolution, du Donnerwort, ruft Gero von Randow in der ZEIT aus und überlegt, sogleich ernüchtert, was der Begriff – mit dem er Körperlichkeit, Depression und Enthusiasmus, Gewalt und Befreiung verbindet und dem er ein Buch gewidmet hat – heutzutage überhaupt noch bedeutet. (23.02.17)

Ein Leninist im Weißen Haus

In der NZZ fragt sich Uwe Justus Wenzel, was Trumps Chefberater Stephen Bannon mit seiner Selbstbeschreibung als Sun-Tzu lesender Leninist meint. Ist das Chaos im Weißen Haus vorgetäuscht oder gar erwünscht, um mittels Shock-and-Awe-Taktiken den Staat widerstandslos zerstören zu können? (25.02.17)

Außerdemchen:

Der Freitag bespricht das posthum veröffentlichte letzte Buch des Kulturwissenschaftlers und Begründers des (tödlich deprimierenden) kapitalistischen Realismus Mark Fisher. +++ Die NZZ stellt die dreibändige Edition der Briefwechsel von Karl Jaspers als publizistische Großtat vor, die u.a. den Abgrund von Heideggers Nationalsozialismus erhellen hilft. +++ Die FAZ berichtet über eine Studie, die untersucht, ob und wie wissenschaftliches Renommee von der Uni auf die Absolventen abfärbt. +++ Der Historiker Julien Reitzenstein hat wegen einer Rezension seines Buches den Anwalt auf das Fachblatt H-Soz-Kult gehetzt und es gezwungen, die Besprechung vom Netz zu nehmen. Auch die FAZ kommentiert den ziemlich unwissenschaftlichen Fall, der als Bumerang auf Reitzenstein zurückkommen könnte. +++ Jan Drees unterhält sich für den Tagesspiegel mit dem Kulturwissenschaftler Fritz Breithaupt über die dunkle Seite der Empathie von Nietzsche bis Trump.

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