Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Häuser

von Bdolf, 20.12.2014, 23:17 Uhr (Zwote Dekade, 1/2)

1.) Müssten Architekt_innen in ihren Hervorbringungen hausen, würden sie anders aussehen.

2.) Jedes Haus kann ein Spukhaus werden.

3.) Nur ein Klospruch oder tiefere Weisheit der Welten? „In diesem Hause haust ein Geist / der jedwedem in die Generationsorgane beißt … !“

4.) Bauwerke des Regierungsviertels sind auf ca. 30 Jahre ausgelegt. Seltsam?

5.) „Man kann Menschen mit einer Wohnung töten wie mit einer Axt!“, sagt Bertel Brecht. Hat er recht?

6.) In der letzten Folge der TV-Serie „Nr. 6“ verwandelt sich ein Leuchtturm in eine Fluchtrakete – angesichts der jüngsten Entwicklungen: prophetisch?

7.) In jeder größeren Stadt steht ein unsichtbarer Friedensturm. Da er aber unsichtbar ist, wird er nicht so recht wahrgenommen. Daher der Unfrieden.

8.) Ausgebombt und Spaß dabei. („Wir sind zeigefreudig!“)

9.) Laut statistischen Erhebungen verbindet Paare gemeinsamer Immobilienbesitz mehr als Kinder. Daher „eine feste Burg ist unser Gott“.

10.) Der Denkmalschutz bewahrt die Bauwerke. Wer aber bewahrt die Menschen?

11.) Ivan Illitsch sagt, Bauvorschriften hielten vor allem arme Menschen von einem Obdach fern – klar, wer nicht alt wird, hat Einsturz nicht zu befürchten.

12.) Erdbeben sind Ebola für Gebäude.

13.) Nicht Menschen besitzen Eigenheime, sondern Kreditinstitute.

14.) „My home is my castle!“ – daher Nachbarschaftsstreitigkeiten – von Raubritterburg zu Raubritterburg …

15.) Wiederaufbau des World Trade Center: Reinkarnation in Spritzbeton.


Lichtwolf Nr. 48

So weit so gut?

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Dieser Text ist die unveränderte Fassung des Beitrags „Propädeutikum und Prolegomena zum Thema Häuser“ aus LW48.

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