Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „Experten“

von Bdolf, 20.03.2013, 21:01 Uhr (Zwote Dekade, 1/2)

I.) Dem Ingenieur ist nix zu schwör.

II.) Dem deutschen Ingenieur ist alles nur Wissenschaft und Technik, auch die Bimmelbahn nach Auschwitz.

III.) Die Axt im Haus ersetzt den Fachanwalt.

IV.) Alle Maßgaben der Bildung sind durch solche des Verstandes ersetzbar, umgekehrt gilt dies jedoch nicht. (Artur der Schoppenhauer)

V.) Würden Doktorarbeiten tatsächlich gelesen, gäbe es die Promoviertenschwemme nicht.

VI.) Ein „Experte“ ist eine Person, die vor einer Fernsehkamera je nach Bedarf Bedenken oder Optimismus auszustrahlen vermag.

VII.) Mit „Wirtschaftsexperten“ verhält es sich so, wie mit Hellsehern im Allgemeinen: Wüssten sie tatsächlich um die Zukunft, säßen sie nicht vor Fernsehkameras, sondern schlürften an exklusiven Swimming-Pools exklusive Cocktails und würden ihren schamlosen, unbegrenzten Reichtum genießen.

VIII.) „Experte“ ist ein massenmedialer Manipulationstopos.

IX.) Drei „Sachverständige“, vier Aussagen, fünf Meinungen. Aber: Nix Genaues weiß man nicht…

IXa.) Und wer sich festlegt, hat sich festgelegt –

X.) Aus gutem Grund wird in der Bundesrepublik Deutschland die Leichenschau sträflich vernachlässigt – zu viel Leichen im Keller…

XI.) „Alles mit der Hand / sprach der Praktikant!“

„Alles mit der Gerte / weiß der Experte!“

XII.) „Kind und Kegel / kennt die Regel!“

„Wahre Härte / hat nur der Experte!“

XIII.) „Einfach mal die Klappe halten!“ (der Weise vom Berge)


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Dieser Text ist die unveränderte Fassung des Beitrags „Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „Experten““ aus LW41.

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