Staatstransplantation

von Timotheus Schneidegger, 09.12.2005, 16:27 Uhr (Freiburger Zeitalter)

 

Zum neuen Streich des verrückten, aber unheimlich niedlichen iranischen Staatspräsidenten Ahmadineschaad (siehe rechts, passend zur Position die Bildquelle: WamS), seinem Vorschlag, Israel nach Europa zu verlegen und damit den Nahostfriedensprozeß schlagartig glücklich zu beenden, sollte an dieser Stelle ein ausführlicher Kommentar stehen. Zur Erinnerung: Ende Oktober hatte Ahmadineschaad noch zur Vernichtung Israels aufgerufen. Gestern gab er sich etwas „moderater“: Da relativierte er den Holocaust, bzw. meinte, daß die Europäer, wenn sie einen Judenstaat wollen, den doch bitteschön auf ihrem eigenen Territorium veranstalten sollen.

 

Wie gesagt, dazu sollte hier einiges stehen. Aber Henryk M. Broder war nicht nur schneller, sondern hat ausnahmsweise sogar mal was gutes geschrieben, nämlich ungefähr das, was hier auch gestanden hätte: „Die Palästinenser zahlen die Zeche für die Sünden der Europäer. Und wenn es so etwas wie eine historische Gerechtigkeit in dieser Welt geben würde, wäre der jüdische Staat in Schleswig-Holstein oder in Bayern errichtet worden, nicht in Palästina.“ (Spiegel Online)

 

Das Tolle: Broder kann sowas schreiben, ohne gleich für rechtsradikal oder islamofundamentalistisch infiltriert gehalten zu werden!

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