Europa ohne Frankreich / Freiheit für Chupito!

von Timotheus Schneidegger, 30.05.2005, 23:31 Uhr (Freiburger Zeitalter)

 

Der Esel Chupito, der auf „Malle“ eine Einheimische (i.e. einen weiblichen homo sapiens (!) deutscher Staatsbürgerschaft) vergewaltigen wollte soll jetzt hingerichtet werden! Und das wegen versuchter Vergewaltigung?! Kein Wunder, daß die Franzosen sich gestern mehrheitlich gegen eine Verfassung aussprachen, die solcherlei Justizgrausamkeit womöglich noch unterstützt… Kann ja sein — oder wissen Sie, was auf S.50 der EU-Verfassung steht?! Jedenfalls wissen wir nun, was die meisten Franzosen und voraussichtlich die meisten Niederländer nicht wollen und sind: Sie wollen nicht „auf dem Weg der Zivilisation, des Fortschritts und des Wohlstands zum Wohl aller seiner Bewohner, auch der Schwächsten und der Ärmsten, weiter voranschreiten“ und auch nicht, daß Europa „ein Kontinent bleiben will, der offen ist für Kultur, Wissen und sozialen Fortschritt“. Auch wissen wir, daß Frankreich mehreitlich „Demokratie und Transparenz als Grundlage seines öffentlichen Lebens“ nicht „stärken und auf Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt“ nicht hinwirken will. Die meisten Franzosen sind ja auch nicht „stolz auf ihre nationale Identität und Geschichte“ und nicht entschlossen „die alten Gegensätze zu überwinden und immer enger vereint ihr Schicksal gemeinsam zu gestalten“.

 

Da bleibt den Bewohner Rumpfeuropas nur noch ein Blick in die aktualisierte Bibliographie zu den Freiburger Studentenprotesten, der ausgewählte Presseberichte (insbesondere über die Räumung des besetzten Rektorats) aus der zweiten Mai-Hälfte hinzugefügt wurden, und deren Überarbeitung, neben einer neuerlich ventilierten Frankophobie (s.o.), eigentlicher Anlaß dieser Meldung war.

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