Osterdekoration und was Jesus dazu sagen würde

von (n·k)², 23.04.2003, 22:20 Uhr (Dunkles Zeitalter)

Hasen mit Rucksäcken voller Eier und Hennen mit Schürzen und Spitzenhäubchen tummeln sich gemeinsam mit quietsch-gelben Küken auf giftgrünen Wiesen.

In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich? Wie kann man den Impuls unterdrücken, mit einer Kalaschnikow in die bunte Osterlandschaft zu schießen und die süßen possierlichen Tierchen wie ein Sieb zu durchlöchern? Und überhaupt, wie kommen Hasen an Hühnereier? Werden die Hennen von Hasen vergewaltigt, die dann Vaterschaftsrechte einklagen und die Eier buntbemalt für ein paar Cents verscherbeln, um das Geld für Drogen, Glücksspiel und Prostituierte auszugeben? Oder arbeiten die Hasen als Aufseher in Legebatterien und unterschlagen die Eier, um sie dann zu verkaufen? Ist es nicht auch denkbar, dass die Hühner in der Gosse hängen und ihre Kinder an schmierige Hasen verkaufen, um sich den nächsten Schuß zu finanzieren?

All das ist möglich, doch was macht der deutsche Durchschnittsbürger? Er konsumiert ohne nach Moral zu fragen. Er fragt nicht danach, was sich in den idyllisch anmutenden Osterlandschaften abspielt, wenn die Lichter in den Geschäften ausgehen. Kann er nicht nachempfinden, wie demütigend es sein muss, buntbemalt in einem Nest zu liegen? Ist es moralisch, dass Hasen Sex mit Hühnern haben? Was würde Jesus denken, wenn er erfahren würde, dass an den Tagen, an denen er für die Menschen gestorben und wiederauferstanden ist, Tiere unterschiedlicher Arten miteinander Unzucht treiben und ihre Kinder beschmiert an konsumgeile Spießer verkaufen? Würde er sich etwa darüber freuen, dass die Menschen einen goldenen Lindt-Osterhasen anbeten?

Macht Schluss damit! Stoppt Ostern! Stoppt dieses sinnentleerte Fest so schnell Ihr könnt! Rettet die Würde der Tiere, die zu widerlichen Ostermaskottchen versklavt werden, und rettet vor allem eure eigene Seele!


Dieser Text ist die unveränderte Fassung des Beitrags „Osterdekoration & was Jesus dazu sagen würde“ aus LW5-8.


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