Die BILD-Zeitung der Philosophie. - Donnerstag, 20. Juni 2013
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lichtwolf.de / Einkaufszentrum / Lichtwolf 3/2011 (Nr. 35)
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Erschienen im September 2011, Titelthema: Sprache

Lichtwolf 3/2011 (Nr. 35)
Heft zum Thema "Sprache" mit besonders viel davon, sowie einer Extraportion Frankfurter Schule und Fußnoten zzgl. Illustrationen; 60 Seiten im Format DIN A4, innen s/w, außen bunt.
Auszüge aus der Nr. 35 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.
Auch als E-Book erhältlich:
Kindle-Ausgabe, 3,99 EUR
E-Book im .epub-Format, 3,99 EUR
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Ein Heft mit einem erzphilosophischen Titelthema (andererseits: Was ist z.B. an "Urlaub" so unphilosophisch? Philosophie ist, was man draus macht!) und einer "sprachbedingten" Extraportion Frankfurter Schule (und Fußnoten!).
Los geht es nach der Einleitung mit Marc Hieronimus, der über den Sprachwandel nachdenkt und eine Typologie seiner Kritiker aufstellt (Textauszug hier; die ersten fünf Seiten des Hefts gibt es hier als PDF und im LichtwolfReader). Stefan Rode vergleicht den frühen mit dem späten Wittgenstein und überlegt, ob der zweite den ersten richtig verstanden hat. Propädeutikum und Prolegomena zum Thema "Sprache" von Bdolf folgen, im Anschluss legt Michael Helming den zweiten Teil seiner Reihe "Sprech/Blasen/Laufen" mit Wandernotizen vor: Diesmal macht er in Meersburg Station, wo es neben Mesmer auch Fritz Mauthner zu bepilgern gilt. Der Hai von Judith Stieber geht in seine nächste Folge, welche seinen reichen Begriffsschatz für sein Alkoholproblem ins Bild rückt. Redaktionspraktikant Filbinger hat auftragsgemäß in 800 Zeichen erklärt, wie der Haubentaucher zu seinem Namen kam, und Johannes Witek beschäftigt sich semiprosaisch mit Selbstauskünften von Künstlern in der Zeitung. Abermals Filbinger hat den 100jährigen McLuhan beim Wort genommen, jedes Buch auf Seite 69 aufgeschlagen und aus den dort vorgefundenen ersten Sätzen einen Meta- bzw. Paratext geklöppelt. Das Nullsprech der Politikerkaste fasst Tina Wirtz für nachfolgende Generationen zusammen und aktualisiert damit Loriots Bundestagsrede. Vasile V. Poenaru berichtet aus Kanada, genauer: aus Québec über die dortige frankophone Separatistenbewegung. In einem Kurz&Klein-Spezial stellt Helming fünf ausgewählte Bücher zum Thema "Sprache" in unter 800 Zeichen vor. Hernach klärt Schneidegger auf der Kinderseite Lichtwelpe den Jungleser Jörg-Uwe über das Verhältnis von Sprache und Gedanken u.a. am Beispiel Heidegger auf. Aus dem Institut für Polytoxikomanologie und Perspektivismus liegt eine Mitschrift vom letzten Symposium ("Hass - eine Ehrenrettung") vor, das Bullshit im Alltagssprech behandelt. Georg Frost versucht sich an einer ästhetischen Optimierung des Alphabets und plädiert für die Abschaffung des W bzw. Wiedereinführung des Waw. Mit einer besonderen Art von Sprache - der der Werbung nämlich - und ihren ästhetischen, ethischen und sozialen Auswirkungen befasst sich Marc Hieronimus feat. Herby Marcuse. Dann wird das Titelthema - wie üblich - mit der größten Bratwurst der Welt abgerundet: Fünf Autoren geben ihren Senf ab zur Frage, was Bronze sei, wenn Reden Silber und Schweigen Gold ist.
Den Kofferraum des Hefts eröffnet Michael Helming, der mit Benjamins "Zur Kritik der Gewalt" im Zug unterwegs war (via Stuttgart!) und aufschreibt, inwiefern sich die Realität der Lektüre anpasst. Zwischendrin erledigt Johannes Witek einen belesenen Korrespondenten in acht Zeilen und die Herren Hieronimus, Magister Maier und Schneidegger liefern in "Pro domo et mundo" so was wie "finger food for thought". Die Kurzrezensionen von Büchern (Kurz & Klein) und Zeitschriften (UntergRundschau) bestreiten in diesem Heft Bdolf, Helming und Magister Maier. Stefan Schulze Beiering behandelt im fünften und vorerst letzten Teil seiner Reihe zur Kritik der Geisteswissenschaften die Schizophrenie, die diese ihren Anhängern abverlangen. Frost und Schneidegger fassen "Das Gerede vom Sommer 2011" (in den Feuilletons) zusammen, außerdem gibt es die sechste Runde Tweetkesselchen und den aktuellen Auszug aus dem Totenregister. In der Reihe "Lebende & Leichen" stellt uns Jürgen Nielsen-Sikora den umtriebigen Schmidt-Phiseldek vor, der - von Herder und Kant beeinflusst - schon zu Zeiten des Wiener Kongresses über die Vereinigten Staaten von Europa nachzudenken wagte. Das Heft beschließt Georg Frost mit einer Geschichte der Philosophie in vier (bunten) Bildern, dann kommt die Rückseite mit Verlagsreklame für die neuen E-Books von Lichtwolf-Leuten.
S. 04 (Kultur(terrorismus)):
"Sprachverfall"? lol! Neuanfang!
Das Deutsche könnte so sauber sein, wenn es nicht jeder in den Mund nähme. Aber öffentlich ist nicht herrenlos! Wirtschaft, Politik und Medien bestimmen, was unter welchem Namen auf die Agenda kommt, und eine Kolonne Sprachpfleger steht Schmiere.
von Marc Hieronimus
S. 08 (Philosophistik & Misosophie):
Don't worry, I know you'll never understand it.
Wittgenstein verabschiedete die Prüfer seines Kolloquiums zur Erlangung der Doktorwürde nonchalant. Gegenstand dieser Prüfung war sein philosophisches Debüt, die Logisch-Philosophische Abhandlung. Aber ob er seinen Text überhaupt selbst verstanden hat?
von Stefan Rode
S. 11 (Kultur(terrorismus)):
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema "Sprache"
Der große Meister legt alles Wissenswerte zum Titelthema der Ausgabe in 13 Thesen dar.
von Bdolf
S. 12 (Kultur(terrorismus)):
Magnetismus trifft Sprachkritik
Die Wanderung begann in Lindau. Nun erreicht der Wanderer Meersburg, wie Augustin Sumser in Geißlers Roman "Der Liebe Augustin". Im zweiten Teil der Reisenotizen spürt der Autor dem Magnetiseur Mesmer und dem Sprachkritiker Mauthner vor Ort nach.
von Michael Helming
S. 16 (Lebenswelt):
Neues vom Hai - Folge 11 ("Sprache")
In der neuen Folge sehen wir die vielfältigen Arten, wie sich der Hai mit seinen Freunden über die anstehenden Wochenendaktivitäten austauscht.
von Judith Stieber
S. 17 (Irgendwas mit Medien):
Noble Missionen
Völlig verkatert werden die Äußerungen einer jungen Künstlerin und ihres älteren Mentors in der Zeitung rezipiert. Zentrale, gar zentralste Bedeutung kommt dabei dem griechischen Wort für "Vorgebirge" zu.
von Johannes Witek
S. 17 (Sozialphänomenologie):
Volksetymologie: Wie der Haubentaucher zu seinem Namen kam
Als unser Vogel, im Gegensatz zu allen anderen, noch keinen Namen hatte, wurde er aus Kummer darüber alkoholabhängig und machte sich im Suff bald einen Spaß daraus, die anderen auf eigentümliche Weise zu ärgern...
von Filbinger
S. 18 (Irgendwas mit Medien):
Wenn das Medium die Botschaft ist...
...ist dann die Botschaft ein Medium?, so frug unser Redaktionspraktikant, schlug - McLuhan folgend - jedes Buch auf Seite 69 auf und montierte sämtliche ersten Sätzen von ebd. zu einer Superbotschaft.
von Filbinger
S. 21 (Politik):
Lange Rede ohne Sinn
Die PR-Sprache der Politiker besteht aus hohlen Phrasen, das hat Loriot - er sei gebendeit - vorbildlich mit seiner Bundestagsrede decouvriert. Hier nun ein Update mit den jüngsten Floskeleien.
von Tina Wirtz
S. 22 (Politik):
Volk / Nation / Staat / Identität
Baskenland, Schottland, Legoland usw. - Sezession ist ein politischer Dauerbrenner. Am Beispiel Kanada wollen wir betrachten, wie ein Volk aus Sprache gemacht wird und den Separatisten in Québec die Worte ausgehen.
von Vasile V. Poenaru
S. 25 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein Spezial: Best of Sprache
Viel wurde über die Sprache schon gesagt und geschrieben. Leider bleibt nur wenig davon in Erinnerung und der Erwähnung wert, darunter die fünf Werke, welche hier mit maximal achthundert Zeichen besprochen werden.
von Michael Helming
S. 26 (Philosophistik & Misosophie):
Der Lichtwelpe: Sprechen und/oder denken?
Onkel Schneidegger erklärt den Kindern am Beispiel von Onkel Heidegger, wie Sprache und Denken zusammenhängen, warum die Welt ein Gedicht ist und Philosophie und Lyrik im Prinzip das gleiche sind.
von Timotheus Schneidegger
S. 30 (Sozialphänomenologie):
Everyday's Bullshit of Ordinary Language
Transkription eines Vortrages, gehalten anlässlich des IPuP-Symposiums "Hass - Eine Ehrenrettung" im April 2011: Erörterungen einiger Sprachauffälligkeiten im Alltag der gewöhnlichen Sprache.
von IPuP-Press
S. 32 (Kultur(terrorismus)):
Ein U für ein X
Einige Vorschläge zum Zwecke der ökonomischen oder wenigstens ästhetischen Optimierung des Alphabets nebst Folgenabschätzung sowie einem Plädoyer für die (Wieder)einführung des Waw ins lateinische Alphabet.
von Georg Frost
S. 34 (Kultur(terrorismus)):
Weiter nach der Werbung
Bevor wir die Werbung für "Information" oder gar herrschaftsfreie "Kommunikation" halten, sei (u.a. mit Marcuse) noch einmal daran erinnert, dass der ins Absurde gesteigerte Konsum nicht glücklich macht, sondern geradewegs ins planetare Unglück führt.
von Marc Hieronimus
S. 38 (Lebenswelt):
Die größte Bratwurst der Welt: Reden Silber, Schweigen Gold, aber was ist Bronze?
...so lautete die Preisfrage. Um die Redensart delikat zu vervollständigen, haben sich fünf Autoren im stillen Kämmerchen ihre Gedanken dazu gemacht. Nun klecksen sie hier ihren Senf dazu. Und immer dran denken: Mit vollem Mund spricht man nicht!
von Bdolf, Filbinger, Michael Helming, Timotheus Schneidegger, Tina Wirtz
S. 40 (Kultur(terrorismus)):
Woran wir reden, wenn...
...wir an einer "Kultur des Herzens" reden: Wenn einer still für sich mit einem Text im Zug sitzt, misst er seine Umgebung und Mitmenschen unweigerlich an dem, was er gerade liest, hier: Walter Benjamins Essay "Zur Kritik der Gewalt".
von Michael Helming
S. 42 (Sozialphänomenologie):
Ein belesener Korrespondent
„Im Leben wie in der Literatur“, / schreibt er mir, / „überblättere ich im Grunde alles nur / bis ich zu den Sexszenen komme.“
von Johannes Witek
S. 44 (Philosophistik & Misosophie):
Pro Domo et Mundo 35
Drei Herrschaften liefern hochverdichtete Hirnsplitter ab, die hübsch funkeln, aber auch gut schneiden. Finger food for thought, sozusagen. (so to speak)
von Magister Maier, Marc Hieronimus, Timotheus Schneidegger
S. 45 (Kurz und Klein):
Kurz und Klein + UntergRundschau 35
(Nicht unbedingt) aktuelle Bücher und Zeitschriften werden in unter 800 Zeichen besprochen, u.a. Bonnke & Urbach, Hugo Ball, Jung-von-Matt-Egopic, Metta Victor, Federmair, DUM 57, Pareidolia, Zeitzoo und Artic.
von Bdolf, Magister Maier, Michael Helming
S. 48 (Hochschule):
Ausdruck einer schizophrenen Weltanschauung
Der fünfte und letzte Teil der Serie zur Kritik an den Geisteswissenschaften beschäftigt sich mit den philosophischen Entscheidungen, die das moderne Menschenbild prägen und in aller Konsequenz ein schizophrenes Verhältnis zu sich selbst erfordern.
von Stefan Schulze Beiering
S. 52 (Irgendwas mit Medien):
Das Gerede vom Sommer 2011
Zusammenfassung der wichtigsten Feuilleton-Themen der letzten drei Monate - falls man mal länger im Koma lag und nach dem Aufwachen schnell wieder mitreden können will.
von Georg Frost & Timotheus Schneidegger
S. 52 (Lebenswelt):
Tweetkesselchen, Runde 6
Das heitere Homonymeraten im Teekesselchen-Spiel - die Doppeldeutigkeiten Nr. 51 bis 60.
von Timotheus Schneidegger
S. 53 (Lebenswelt):
Auszug aus dem Totenregister 3/2011
Die Toten der zurückliegenden Sommerlichtwolfiade.
von Michael Helming & Timotheus Schneidegger
S. 54 (Kultur(terrorismus)):
Guter Europäer, schlechter Dichter
Conrad Georg Friedrich Elias von Schmidt-Phiseldek (1770-1832) gilt als einer der ersten, die an die Emanzipation Nordamerikas praktische Forderungen für Europa knüpften. Nach dem Wiener Kongress dachte er über die Vereinigten Staaten von Europa nach.
von Jürgen Nielsen-Sikora
S. 59 (Philosophistik & Misosophie):
Die Geschichte der Philosophie in vier Bildern
Der historische Wandel der Philosophie in Bilder gefasst: Von der Mutter der Wissenschaften über die Magd der Theologie und Muse der Revolution bis zur Gefährtin des Prekariats.
von Georg Frost
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