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Lichtwolf Nr. 24 (3/2007)

Ausverkauft!

Erschienen im Juli 2007, Titelthema: Letzte Worte


Lichtwolf Nr. 24 (3/2007), Ausverkauft!

Die letzte mit Schreibmaschine abgetippte Ausgabe, 40 Seiten dick, auf purem Weiß gedruckt und zum Heft geklammert und gefalzt, mit dickem, beschichteten Papier ummantelt.

Auszüge aus der Nr. 24 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

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Dies ist die letzte Ausgabe, die von Schneidegger herausgegeben und mit Schreibmaschine Olympia abgetippt wurde. Eben wegen dieser Zeitenwende zeigt das...

Titelbild
...von Georg Frost in allegorisch-minimalistischer Geste die Zweckmäßigkeit der letzten Jahre Lichtwolf, aber auch das Vergehen aller angeblich für die Ewigkeit gedachten Worte, denn angesichts des hausinternen Herausgeber- und Epochewechsels wurde als...

Titelthema
...gewählt: Letzte Worte. Natürlich etwas übertrieben, geht es doch mit dem Lichtwolf weiter, und so sind die Beiträge zum Thema auch alles andere als selbstmitleidige Nabel- und Rückschauen, sondern beschäftigen sich eindringlich mit Worten des Abschieds und solchen, die dazu gemacht werden, mit hinterlassenen Worten, mit dem Hinterlassen von Worten oder aber mit dem letzten Wort im wahrsten Sinne des Wortes.
Auf die Einleitung des Titelthemas folgt eine eingehende kritische Analyse des Boheis, den wir um letzte Worte machen, von Tobias Roth. Michael Helming erzählt nur scheinbar enzyklopädisch von der geheimnisvollen Skrivekugel des Malling-Hansen und spekuliert, welches Wort auf ihr als letztes getippt werden wird. Norbert Hildebrand liefert mit "Deutsche Reflecksionen" und "Muss ich denn - oh - muss ich denn hinaus?" zwei Epigramme aus Zeiten der verstummenden Münder, der Lichtwelpe dazwischen von abermals A.M. Neander beantwortet die Zuschrift des kleinen Hendrik-Leon betreffs der Ankündigung seiner strengen Großmutter, ihr letztes Wort gesprochen zu haben; gefolgt wird die in postplatonische Leib- und Sexualsphären abschweifende Replik von einer entlarvenden Bildgeschichte aus der Feder Chucks. Tina Wirtz nimmt tränenreich Abschied von einem langjährigen, herzlich geliebten Begleiter, Johannes Franzen dagegen zeigt sich als wenig begeisterter Experte für das ökologistische Apokalyptikwesen unserer Tage. Lino Wirag und Monika Koncz steuern Gedichte zum Thema Abschied bei, Miguel de Casco zeichnet den Abgang eines Pfarrers aus dem Leben nach, und Schneidegger schließlich nimmt selbst Abschied, nämlich von Freiburg und alles andere als versöhnlich.

weitere Themen
In der zweiten Hälfte des Heftes werden (zwischen Kurzmeldungen und dem Totenregister) noch einmal alle Textsorten vorgeführt. In Sachen Prosa: Helming erzählt vom Jungfernbetrieb einer ganz besonderen Zeitmaschine, Uli Kögler von der bis zum Irrsinn gehenden aufopferungsvollen Pflege zweier undichter Verwandter. Tobias Roth und Clemens Schittko liefern je ein Gedicht; Nasicus mit "Crank File" und Judith Stieber mit dem ersten Teil von "Neues vom Hai und seinem Alkoholproblem" je eine weitere Bildgeschichte. Hochinvestigativ recherchierte Expertenberichte fehlen ebenso wenig: A.M.Neander eröffnet die neue Serie mit Eindrücken aus Assi-Kneipen ("E spelunca lux"), (n·k)² geht der Frage nach, wie es Mönche mit der Onanie halten. Beschlossen wird diese Ausgabe mit vier Seiten in eigener Sache: Reklame für die Sonderheftreihe "Das Dunkle Zeitalter", deren dritter und letzter Teil parallel zu Ausgabe Nr.24 veröffentlicht wurde, sowie für die Lichtwolf-Lesung und den feierlichen Herausgeberwechsel am 8.Juli. Dazwischen berichtet Schneidegger vom Betriebsausflug des Lichtwolf nach Mainz zur dortigen Minipressen-Messe, und die neuen Herausgeber A.M. Neander und Tobias Roth verkünden das Manifest des künftigen Lichtwolf.

aus dem Inhaltsverzeichnis:

S. 04 (Philosophistik & Misosophie):
Und damit verschied

Eine kritische Analyse der verbreiteten und verzweifelten Kulturtechnik, die letzten Worte eines großen Mitmenschen wahrscheinlich über Gebühr mit Bedeutung aufzuladen.
von Tobias Roth

S. 06 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Die geheimnisvolle Skrivekugle des Malling-Hansen

Über die Skrivekugle, eine der Frühformen der Schreibmaschine, und ihren Erfinder ließe sich auch im Lexikon recherchieren, wenn die vorliegende Darstellung nicht eine so unerwartete wie interessante Wendung nähme.
von Michael Helming

S. 08 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Deutsche Reflecksionen

Gedicht über einen Ort und eine Zeit, an dem und in der nur noch die Ratten das Sagen haben und quietschvergnügt von ihrem Recht Gebrauch machen.
von Norbert Hildebrand

S. 09 (Der Lichtwelpe):
Der Lichtwelpe: Facettes de la petite morte

Der kleine Hendrik-Leon bekommt kundig erklärt, was seine Oma meint, wenn sie kundtut, er solle seine Hände über der Bettdecke lassen und das sei ihr letztes Wort.
von Augušt Maria Neander

S. 11 (Sozialphänomenologie):
Bildgeschichte

...über einen gar nicht so schwer zu erratenden Gedanken.
von Chuck

S. 12 (Lebenswelt):
Abschied

Schweren Herzens trennt sich die Autorin von einem langjährigen Begleiter, an dem sie zutiefst hing.
von Tina Wirtz

S. 13 (Politik):
Duck and Cover!

Wie in der Atomkriegsparanoia der 50er wird auch heute mit apokalyptischer Verzicht- und Drohrhetorik dazu ermahnt, auf der Hut zu sein; im Ökologismus schlummert ein kleiner Totalitarismus.
von J******* F******

S. 14 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Leichenrede

Freunde, Tanten, Anverwandte, / Zaungäste und Unbekannte, / Schön, dass ihr zu diesen Stunden / Euch hierinnen eingefunden, /...

von Lino Wirag

S. 16 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Der Blick durch den Klöppel

"Ein Pfaff hatte das Zeitliche gesegnet; und dies just an einem Sonntag in der Frühe, als er dabei war die Glocken zu läuten", so erzählt es uns dieser historische Autor (1241-1298).
von Miguel de Casco

S. 17 (Lebenswelt):
Abgesang auf Freiburg

Rasende Brandrede als Mahnung an alle Menschen bei Verstand, diesen durchgeknallten Supermoloch der Erzniedertracht um Himmels Willen zu meiden!
von Timotheus Schneidegger

S. 18 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Muss ich denn - oh muss ich denn hinaus?

Und der Vorhang fällt / [Schluss ist mit dem schönsten Licht] // Dort wo einst der große Glanz erstrahlte / dort ist jetzt nur [noch] Schatten / ...

von Norbert Hildebrand

S. 20 (Lebenswelt):
Ceterum censeo freiburgem esse delendam

Illustration zum Beitrag "Abgesang auf Freiburg".
von (n·k)²

S. 21 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Der Moment der Maschine

Man folgt der Einladung in ein herrschaftliches Haus, um mit guten Freunden bei Zigarre und Portwein eine ganz besondere Zeitmaschine auszuprobieren, die nicht die üblichen Zeitreiseprobleme mit sich bringt.
von Michael Helming

S. 23 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Ausschauartig

Diverse Wunderhörner / Stehen schon auf dieser Weide. / Geduld, dann Staunen, siehe, / wir züchten gerade die Ochsen. / ...

von Tobias Roth

S. 24 (Kultur(terrorismus)):
Crank File

Vollkommen wirre Bildgeschichte über den Widerstand gegen das Verschwinden.
von Nasicus

S. 25 (Sozialphänomenologie):
E spelunca lux: Jollystuben, Karlsruhe

Im ersten Teil der neuen Serie, in der das aus Assikneipen strahlende Licht behandelt wird, berichtet der Autor von Interieur, Ambiente und Gästen eines Karlsruher Etablissements.
von Augušt Maria Neander

S. 26 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Fischgschmägle im Dagelblued

Der Protagonist kümmert sich hingebungsvoll um Onkel und Tante, die eines Tages vom Taxi abgeladen werden, Krebs im Quadrat haben, nicht mehr ganz dicht sind, aber auch ein dankbares Publikum.
von Uli Kögler

S. 27 (Sozialphänomenologie):
Neues vom Hai (I)

Erste Folge einer Serie von Bildgeschichten über den Hai und sein Alkoholproblem.
von Judith Stieber

S. 31 (Sozialphänomenologie):
Askese und Onanie

Obwohl skeptizistische Atheistin argumentiert die Autorin dafür, daß Mönche sehr wohl an ihrem Gelübde festhalten, und sich weder durch "hand parties" noch gar durch Praktiken mit mehreren Personen untenrum erleichtern.
von (n·k)²

S. 33 (Phosphoriszierende Prosa & Lyrik):
Wir leben

... / So trinken wir auf das elementare Zerwürfnis des Seins, / als wäre die Geschichte von Liebe und Sex / nicht die Geschichte einer einzigen Verwechslung, /...

von Clemens Schittko

S. 33 (Lebenswelt):
Sichtschutzwandmalerei

Kurze Bildgeschichte, entdeckt als Sichtschutzkritzelei in der Bibliothek.
von Timotheus Schneidegger

S. 34 (Intime Interna):
Eigene Sachen

Reklame für die Sonderheftreihe "Das Dunkle Zeitalter" und die nächste Lichtwolflesung, Bericht vom Lichtwolfstand auf der Mainzer Minipressen-Messe, sowie das Manifest der neuen Herausgeber.
von Augušt Maria Neander, Timotheus Schneidegger, Tobias Roth


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