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Links der Woche am 23.06.2012, 14:41 Uhr (Neues Zeitalter)
Links der Woche, rechts der Welt KW 25/12von Timotheus Schneidegger /
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Stets den Erfolg vor Augen zu haben ist das Mantra unserer Zeit. Oliver Burkeman dagegen erwägt im Guardian, ob es nicht zeitgemäßer wäre, ein Bewusstsein des eigenen Loser-Status zu entwickeln. Begehbares Monument dieses Denkens ist der Supermarkt der gescheiterten Produkte in Michigan. Der Stoizismus mit seinem Hang zum worst case scenario kommt mit dem Scheitern, das nun einmal die Regel ist, aber auch mit den seltenen Erfolgserlebnissen besser klar. (15.06.12)
Was für den Blutdruck gefällig? Schriftsteller und Katholizismus-Afficionado Martin Mosebach findet in der FR, auch ein säkularer Staat sollte Blasphemie unter Strafe stellen. Das Grundgesetz sei schließlich aus dem Christentum abgeleitet und der Kunst tut etwas Zensur nur gut. Im Übrigen kann sich Mosebach nicht empören, "wenn in ihrem Glauben beleidigte Muslime blasphemischen Künstlern – wenn wir sie einmal so nennen wollen – einen gewaltigen Schrecken einjagen." (18.06.12)
Der Freitag bringt ein Portrait, das The Guardian über Slavoj Žižek, den alten Philosophie-Schlawiner angefertigt hat, unter der Überschrift "Der Borat der Philosophie". In Žižeks Butze hängen ein Call-of-Duty- und Stalin-Poster, die Klamotten sind im Küchenschrank, dem es wohl an Tassen fehlt, der Rest ist voller Bücher und DVDs. Ansonsten viele "total verrückte Sachen". (19.06.12)
Alan Turing zum CSD
Alan Turing würde dieser Tage ein Jahrhundert alt werden und bekommt zum runden Geburtstag von Uwe Justus Wenzel in der NZZ die frühe Erfindung des Chatrooms zugesprochen, in dem die Intelligenz des Gesprächspartners ja auch oft fraglich ist. Oder dessen wahres Geschlecht, wahres Alter, was auch immer. In der FAZ schreibt Dietmar Dath dem Geburtstagskind eine ausführliche Würdigung.
Zurück auf die Bäume? Dann geht doch!, so riet Rousseau denen, die ihn partout als Idealisten eines Naturzustands missverstehen wollen, den er ähnlich wie Hobbes nur als methodische Fiktion verwendete. Mit ihr erkennt er, so erklärt Ulrich Kronauer in der NZZ, den Menschen als wesenhaft solitär, was nicht zuletzt in der Erziehung zu berücksichtigen ist. (23.06.12)
Außerdemchen:
Chefethiker Martin Seel referiert in der ZEIT wieder über den Extremsport des Gratwandels zwischen Tugend und Laster. +++ Der Philosophy Bro erklärt am Mailbag Monday den Witz von Paradoxien. +++ Das ZDF räumt weiter auf: Nach dem Philosophischen Quartett wird nun auch das Nachtstudio mit Volker Panzer abgesetzt; der wird drum im Tagesspiegel interviewt. +++ André Glucksmann wird 75, Deutschlandradio Kultur gratuliert dem Engagierten. +++ Die ZEIT würdigt Kurt Schwitters zum 125. Geburtszui090999aaaaaaaaack#&/!
Stichworte: Stoizismus, Losertum, Martin Mosebach, Blasphemie, Slavoj Žižek, Alan Turing, Jean-Jacques Rousseau, Martin Seel, Paradoxien, Nachtstudio, André Glucksmann, Kurt Schwitters, Links der Woche
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Zuletzt bearbeitet am 28.06.2012, 20:20 Uhr: Kleine Änderungen.
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Links der Woche am 17.12.2011, 15:37 Uhr:
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