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Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „Jenseits des Menschen“ »»
Kultur(terrorismus) am 20.06.2012, 23:12 Uhr (Neues Zeitalter)
Propädeutikum und Prolegomena zum Thema „Autobiographie“Der Jugend zum Geleit
von Bdolf /
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I.) „Was schreibt, das bleibt!“, sagt der Volksmund. Darum schreiben alle - basiert doch die gesamte menschliche Kultur auf dem Negieren eigener Endlichkeit.
II.) Daisy Duck (die eiserne Jungfrau Entenhausens) ist eine leidenschaftliche Tagebuchschreiberin. Tagebuch nach Tagebuch summiert sich zum Lebensaufschrieb.
III.) Der einzige Tribut der TERRA ANTIUM (1) an das Reich der Erotik besteht im superkurzen Minirock von Gundel Gaukeley. Gundel Gaukeley nun aber schreibt laufend das Große Zauberbuch fort, so ihr eine neue hinreichend erfolgsträchtige Mixtur einfällt. In gewisser Weise schildern die magischen Mixturen („Bombastik-Buff-Bomben“, z.B.) den Fortlauf ihres Lebens. In einem Bericht aus Entenhausen begegnen sich die beiden Damen und es kommt zu einer tragischen Verwechslung von Tagebuch und Zauberbuch. Anschließend werden beide Werke vernichtet und müssen von den beiden Protagonistinnen je neu verfertigt werden. Dabei entpuppt sich die durchaus trügerische Natur des menschlichen Gedächtnisses.
IV.) Nicht nur wegen der Konsequenz aus III.), sondern wegen allgemeiner Lebenserfahrung, weiß der geneigte Rezipient, nicht nur Mängel des Gedächtnisses, nein, auch beklagenswerterweise fehlende Neigung zur Wahrhaftigkeit können das Projekt Autobiographie zu einem Vorhaben minderer Güte deklassieren.
V.) Reich-Ranicki schreibt, und hat mutmaßlich damit recht, dass die Erotik (2) zum Leben gehört, und damit nicht nur in der Literatur, nein, auch in der Abbildung des Lebens des Dichters und der Dichterin von eigener Hand, der Autobiographie, kommt und muss die Erotik zu Wort bzw. zu Genital kommen - sonst kein Lesespaß! (3)
VI.) In seiner Autobiographie kam noch nie jemand nie nicht gut weg. Das sollte uns durchaus misstrauisch machen. (vgl. allgemeine Lebenserfahrung)
VII.) Das ewige Dilemma des autobiographischen Projekts ist der Tod. (4) Denn der kann aus logischen Gründen nur von der Nachwelt berichtet werden. Das Subjekt ist in ihm und durch ihn aufgehoben. Mithin versiegt der selbstische Erzählfluss.
---
(1) TERRA ANTIUM: das Paralleluniversum, das Entenhausen beherbergt
(2) vgl. absolutes Fehlen bei II.); durchaus Vorhandensein bei III.) (sic!)
(3) vgl. die Ausführungen zum autobiographischen Werk Klaus Kinskis ab S. 74 im Heft
(4) vgl. I.)!
Stichworte: Autobiographie, Entenhausen, Daisy Duck, Asexualität, Tagebuch, Kultur(terrorismus)
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Zuletzt bearbeitet am 05.07.2012, 23:20 Uhr: Kleine Änderungen.
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