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Gimmicks am 01.09.2009, 09:06 Uhr (Neues Zeitalter)

Was sollen wir lesen, Georgie?

Michael Helmings kundiges und leidenschaftliches Portrait des blinden Bibliothekars Jorge Luis Borges.

von Michael Helming & Timotheus Schneidegger / Kommentare Kommentare (0)

Bekanntlich stehen Gedanken, die unmittelbar vor den Augen des Lesers entwickelt werden, traditionell im Mittelpunkt der essayistischen Methode. Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein konnte dies durchaus bedeuten, dass ein Autor seine Leser mit Fakten und Daten überhäufte, ihnen in weiten Abschweifungen seine Inspirationen und Visionen mitteilte. Der interessierte Leser musste zuweilen die Lektüre unterbrechen, um einen Gedanken in Ruhe für sich nachzuvollziehen. Manchmal sah er sich auch gezwungen, an anderer Stelle Informationen einzuholen, um dem Autor weiterhin folgen zu können.

Diese Kultur verkümmerte in den letzten Jahren. Flüchtige Leser lehnen es inzwischen ab, sich mit einem Text zu befassen, der sich nicht von allein erschließt und statt dessen einen gewissen Zeitaufwand und intensive Auseinandersetzung mit seinem Thema verlangt.


Da der Autor den Essay weiterhin als Form der kunstvollen Abschweifung betrachtet, steht sein Artikel hier noch einmal ungekürzt bereit - für den Leser, der diese Ansicht teilt.


Eine vom Herausgeber gekürzte Fassung dieses Aufsatzes erschien als Vorabdruck in Lichtwolf Nr. 26 (Sommer 2009). Die Langfassung liegt vor als PDF-Datei (3,56 MB), als Sonderheft sowie als E-Book für Amazons Kindle (99 Cent) oder beim Verlag kostenlos im epub-Format.


Stichworte: Jorge Luis Borges, Biographie, Portrait, PDF, Literatur, Sonderheft, Essay, Aufsatz, Gimmicks

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Zuletzt bearbeitet am 29.01.2012, 15:33 Uhr: Kleine Änderungen.


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Dieser Artikel ist die erweiterte Fassung des Beitrags "Was sollen wir lesen, Georgie?" aus

Lichtwolf 1/2009 (Nr. 26), Juni 2009

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