Die BILD-Zeitung der Philosophie. - Donnerstag, 20. Juni 2013
Was isst der Lichtwolf?
Impressum / Autoren
Abonnement
Netzseitenoptikregler:
normal / alt / harmlos / mobil
Schriftgröße: A A A
lichtwolf.de / Themen / Sozialphänomenologie / "Green Amok"
Feuer und Flamme für den Staat! »»
«« Der Kükator über Außerirdische
Sozialphänomenologie am 03.06.2007, 19:46 Uhr (Freiburger Zeitalter) - zurück zu "Anarchie, Staat und Utopie in Rostock"
Green AmokBisher haben die G8-Gegener vor allem ihr Talent zur effektvollen Selbstpersiflage bewiesen: sei es durch jämmerliche Hymnen, die sogar Joan Baez zum Kotzen gebracht hätten; oder langen Schlangen vor McDonalds, Burger King und Tankstellen bei gleichzeitig skandiertem Hass auf Kapitalismus und Ölkonzerne. Dazu Bob Geldofs kleines Intermezzo als Chefredakteur der BILD.
von Johannes Franzen /
Kommentare (0)
ie Großdemo in Rostock soll aber offenbar eine neue Stufe des Protestes markieren. Beim Anblick irrer Punks, die in Einkaufswägen gebunkerte Steine auf Polizisten schleudern und Autos anzünden, bekommt der Attac-Wahlspruch "Eine andere Welt ist möglich" jedenfalls einen interessanten neuen Beigeschmack. Immerhin verdanken wir diesen Menschen einen Eindruck davon, wie die SA vor dreiunddreißig in auf deutschen Straßen gehaust haben muss. Darüber auch noch überrascht zu sein, bleibt jedem unbenommen. Aber die Dreistigkeit, mit der die sogenannten friedlichen Demonstranten die Realität zu ihren Gunsten schmieden, lässt Kafka und die Monty Pythons wie blasse Naturalisten erscheinen.
Da verzapfen Ströbele und Konsorten ohne Schamesröte, die Ausschreitungen wären von der Polizei provoziert worden. Alles ganz unverhältnismäßig. Auf der Attac-Homepage heißt es dazu:
"Anlass für die Eskalation nach Ende der Demonstration war nach derzeitigem Kenntnisstand der Angriff einer kleinen Gruppe Demonstranten auf einen am Kundgebungsplatz geparkten Polizeiwagen. Dabei sind offenbar zwei Polizisten verletzt worden. Danach eskalierte die Situation. An der Eskalation waren beide Seiten beteiligt. Dabei hat insbesondere die Polizei mit gezielten Übergriffen auch auf friedliche Teilnehmer der Kundgebung unverhältnismäßig reagiert."
Und das wissen wir ja schon seit der Grundschule: Zu einem Streit gehören immer zwei. Dass die Polizei auf Steinhagel und brennende Autos mit Knüppel und Wasserwerfer reagieren - wer hätte das gedacht? Da führt man einen Dialog! By the way: Wo kommen eigentlich so schnell so viele Steine her? Und die Utensilien, um Autos restlos abzufackeln? Spontan provozierte Reaktionen sehen anders aus. Die Demonstranten leben in einer Fantasiewelt, die ihre Bilder aus einer Rumpelkiste von Politklischees bezieht. Eine Phalanx behelmter Polizisten ist sicher kein Sympathieträger, aber Rostock ist nicht Orwells Ozeanien. Über 400 Einsatzkräfte sind verletzt worden, davon 33 schwer. Und die Rede ist nicht von Schürfwunden, sondern Knochenbrüchen, Stichwunden, etc. Es ist der Angriff auf einen demokratischen Staat, der für Freiheit und Menschenrechte eintritt. Von fehlender Deeskalation zu sprechen ist reiner Hohn. Zu fragen wäre eher, wie totalitär die Anti-G8 Bewegung wirklich ist.
Stichworte: G8, Attac, Idioten, Bob Geldof, Wir sind Helden, Heiligendamm, Rostock, Demonstration, Sozialphänomenologie
Permalink
short-URL
Facebook
Twitter
Feuer und Flamme für den Staat! »»
«« Der Kükator über Außerirdische
Ebenfalls von Johannes Franzen:
Alle online verfügbaren Beiträge von Johannes Franzen anzeigen.
Ebenfalls aus dem Ressort Sozialphänomenologie:
Reklame
Im Einkaufszentrum »
Die aktuelle Ausgabe:
Lichtwolf 2/2013 (Nr. 42), Juni 2013Titelthema: Der #@%*! Gottes
Ob es ihn gibt oder nicht ist nur halb so interessant wie die Frage, was Gott zukommt, wenn Grammatik und Theologie sich vereinen: Beweise, Ausschläge, Haustiere, Nachrufe, Lieblingsmenschen? Alles über das summum ens und seinen #@%*! auf 92 Seiten im DIN A4 Paperback.
Auszüge aus der Nr. 42 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.
Kommentare (0)
Reklame
Klicken Sie sich durch ausgewählte Lichtwolf-Ausgaben im Heft-Layout: eingescannt oder geradewegs aus dem Computer herausgelassen in den LichtwolfReader.
| « | Juni 2007 | » | ||||
| So | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa |
| 1 | 2 | |||||
| 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |
| 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
...nach oben | Hilfe | Über diese Seite | Haftungsausschluss © 2002-2013 Zeitschrift Lichtwolf / catware.net Verlag
Netzseitenoptikregler: normal / alt / harmlos / mobil Schriftgröße: A A A