Die BILD-Zeitung der Philosophie. - Donnerstag, 20. Juni 2013
Was isst der Lichtwolf?
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Mit dem Stichwort "Schlaf" sind die folgenden Artikel markiert:
Links der Woche am 22.12.2012, 14:28 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 51/12
Sie ist halt doch die Schönste
via Klaus Holthausen: In den Philosophy News gibt Rick Pimentel fünf gute Gründe "Why I Love Philosophy". Warum Philosophie dagegen so unbeliebt ist, fragt Addliss - und seine These von der quasireligiösen Funktion der Naturwissenschaften, Unsicherheit zu kompensieren, wird auch im kommenden Lichtwolf ("Zahlen, Ziffern und Nummern") behandelt.
Sebastian Dörfler berichtet für die FAZ von einer Oldenburger Tagung über Habermas und die Kritische Theorie, die noch eher pessimistisch über das richtige Sprechen im falschen Leben dachte. Die Vorträge widerlegten die Fama, erst mit Habermas habe Frankfurt seinen linguistic turn gemacht. (18.12.12)
Bachelor für und wider
Vorige Woche war in der taz der vielgescholtene Bachelor verteidigt worden; nun antwortet Soziologe Stefan Kühl, die vermeintliche Bildungsgerechtigkeit von verschulten Bachelor/Master-Studiengängen sei um den Preis der Selbstständigkeit erkauft, die notwendige Betreuung schlechter denn je und die Methodenkompetenz beschränke sich aufs Schlawinertum.
Der Globus ist noch heile und die Welt kann weiter untergehen. Der Astrophysiker Ben Moore hat in der FAZ eine Reihe von Extinktionsszenarien mitsamt ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (von 0 bis 100 Prozent) zusammengestellt. (21.12.12)
Todesmaschinen Facebook, Google usw.
Für das SZ-Magazin hat sich Tobias Haberl mit dem "Philosophen der schlechten Laune" Byung-Chul Han unterhalten. Der hat neulich - obschon kein Politiker oder Bankfuzzi - mit einer profunden Kritik der Transparenz von sich reden gemacht und sagt der Gesellschaft den kommunikativen Hitzetod voraus.
Das Weitere:
In der NZZ wird Stefan Breuers Buch über Max Webers Herrschaftssoziologie besprochen. +++ Die Schriftsteller Arno Geiger und John Burnside sind gleichfalls in der NZZ schlaflos und haben dem einiges zu verdanken. +++ Irgendwann ist auch wieder Frühling: Bei Cicero wird Horst Bredekamps Buch "Leibniz und die Revolution der Gartenkunst" vorgestellt.
Links der Woche am 17.11.2012, 14:11 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 46/12
Die Nacht ist nicht nur...
...zum Schlafen da, wie wir aus dem Nachtwolf Nr. 36 wissen. Martin Meyer macht in der NZZ eine sorgfältige Meditation über Schlaflosigkeit und die Nacht. Damit läuten die Schweizer die Reihe ein, in der "kluge Menschen" schreiben, was sie unter "schlaflos" verstehen. Die Zürcher Theaterintendantin Barbara Frey fängt an.
Für Lehrerinnen und Lehrer
Im FAZ-Blog Planckton schreibt Joachim Müller-Jung über Prüfungsangst und Black-outs, die nur die Spitze des Eisbergs sind. Angstforscher sehen in ihrem Forschungsgegenstand nämlich eine soziale Grundkraft, die vor Mathe-Tests am deutlichsten zum Vorschein kommt.
Aber anscheinend wird in den Geisteswissenschaft auch ein leer abgegebenes Blatt noch als Essay mit "ausreichend" bewertet: Jürgen Kaube findet die Inflation der Bestnoten auf Abschlusszeugnissen in der FAZ eher ungut. Für den Freitag hat sich Michael Angele darüber mit Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Philologenverband unterhalten, der seit langem die Noteninflation kritisiert.
Was dürfen wir mit Fischen machen?
Markus Wild von der Uni Fribourg hat ein ethisches Gutachten verfasst, demzufolge die kognitiven Fähigkeiten von Fischen gar nicht so verschieden von denen der Säugetiere sind, wie er in der NZZ im Gespräch mit Andrea Roedig erklärt. Pescetarismus ist somit auch keine moralisch einwandfreie Ernährungsweise. Wer die Auseinandersetzung des blinden Hundes mit Fischen, Peter Singer und dem Prinzip der gleichen Interessenabwägung aus dem aktuellen Lichtwolf gelesen hat, weiß das schon und hat nun einen Argumentationsweg extra.
Sozialphilosophie warmer Stuben
Hans Ulrich Gumbrecht denkt in seinem FAZ-Blog über Bewerbungen nach - und zwar aus Perspektive derer, die täglich Dutzenden von hochqualifizierten Prekariern alles Gute für ihre weitere berufliche Zukunft wünschen. Die Selbstdarstellungen von "Musterknaben" und "Alphamädchen" erregen halb Mitleid, halb Verachtung, weil sie von der mußevollen Beschäftigung mit "literarischen Losern" abhalten und anscheinend nur von der Suche nach sozialer Sicherheit motiviert sind. (16.11.12)
Unn sünst?
Sein heißt Gesehenwerden, das wissen auch die Lütten und so verstehen sie es, wenn sie sich die Augen zuhalten, ist in der ZEIT zu lesen. +++ Wer sich als Philosoph einen Hund zum Gefährten wählt, kann ihn nicht Rex, Hasso oder "Hund" nennen. @str0mgeist hat einen guten Tipp zur Benamsung aufgetan: Hundenamen im antiken Griechenland. +++ Apropos: @derblindehund hat sich am dieswöchigen Welttag der Philosophie nicht die Nase zugehalten und dieses Philosophie-Quiz bei der FAZ aufgestöbert.
Kurz und Klein am 20.12.2011, 21:13 Uhr
Im Halbstundentakt eines Kirchturmschlagwerkes folgen wir vierundzwanzig Stunden lang einem Schlaflosen, der in seinen Meditationen ein breites Ideenspektrum zum Dualismus Schlafen / Wachen abarbeitet. Ein immerwacher Wille lässt uns demnach Ziele suchen, peitscht das Bewusstsein (=Wachheit) zum Lebenszweck. Insomie ist Aggression, Leiden an Sich und Zukunftskrankheit. Da hat Schlaflosigkeit „ihren festen Platz in einer Welt, die dem Fortschritt verfallen ist.“ Der Autor streift literarische wie philosophische Quellen, die Nachtbegeisterung der Romantik ebenso wie existentielle Übermüdung „putzmunterer“ Schlipsträger unserer Tage und die asozialen Schlaflosen der Städte. Wer dem Autor folgt, muss nicht zwingend dessen Meinung teilen, wohl teilt er einen lesenswerten inneren Uhrenvergleich.

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