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Mit dem Stichwort "Klimawandel" sind die folgenden Artikel markiert:


Links der Woche am 18.05.2013, 14:30 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 20/13

Die zynische Vernunft buchstabiert

Wörterbücher und Enzyklopädien sind als aufklärerische Projekte auch Dokumentationen der menschlichen Einfalt und Niedertracht. Drum lobt Magnus Klaue im Freitag die bisher umfangreichste Neuübersetzung von Ambrose Bierces teuflischem Wörterbuch, ohne in seiner Begeisterung dessen massenkompatible Mängel zu übersehen. (15.05.13)

Seid umschlungen, ihr Millionen

Giorgio Agamben ist Europäer und Philosoph. Als solcher griff er kürzlich die alte Idee Alexandre Kojèves auf, Europa sei nur als Imperium romanisch-katholischer (statt germanisch-protestantischer) Lebensart sinnvoll. Jürgen Kaube schüttelt in der FAZ einigermaßen den Kopf über solche völkerpsychologischen Phantasien. (16.05.13)

Die Tücken der Conditio techno-humana

Philosophie als Problemlösen hat heutzutage (zu) viel zu tun, findet Eduard Kaeser in der NZZ. Am Beispiel der Klimapolitik zeigt er die Verzwicktheit zeitgenössischer Großprobleme auf, die nicht klar zu formulieren sind und deren Lösungen nur neue Probleme aufwerfen. Da könne jedes Engagement nur fatalistisch sein. (16.05.13)

Unn sünst?

Der Darmstädter Philosoph Gernot Böhme gibt in der taz Auskunft über die Bedeutung der vor allem akustischen Atmosphäre u.a. von Städten für das Bewusstsein. +++ In einer Rezension zeigt man sich beim Theorieblog angetan vom sozialwissenschaftlichen Krisennarrativ, das Wolfgang Streeck in seinem Buch "Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus" ausbreitet. +++ Das Rahmenprogramm der Mainzer Minipressen-Messe vom 30. Mai bis 2. Juni steht fest; den Messestand des Lichtwolfs finden Sie auf Platz Nr. A13 in der Rheingoldhalle und am 31. Mai lesen die Herren Hieronimus und Schneidegger ab 20 Uhr c.t. im Mainzer Antiquariat am Ballplatz; am 3. Juni im Kölner Café Duddel. +++ Und noch ein Veranstaltungstipp: Nach der lit.cologne gibt es ab sofort auch eine phil.cologne. Das "Internationale Festival der Philosophie" steigt vom 26. bis 30. Juni mit den üblichen Verdächtigen und einem Philosophy Slam, denn ohne geht es ja gar nicht mehr.


Links der Woche am 03.03.2012, 14:05 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 09/12

Schaden und Nutzen

Falls Rot-grün, Occupy und NABU hierzulande noch ein Dokument zur Wiederbelebung und Blockbildung fehlte, liegt es nun aus der Feder von Naomi Klein in den Blättern für deutsche und internationale Politik vor: Die Rechte leugnet den Klimawandel, weil sie von dem System profitiert, das ihn forciert. Im Umkehrschluss sind der Kampf gegen den Klimawandel und der für eine gerechtere Wirtschaftsform derselbe.

Geistreich und bildungsarm

Bei uns wohnt die "Wissensgesellschaft" in der "Bildungsrepublik". Andrea Roedig hegt im Freitag allerdings Zweifel an den Segnungen einer Bildungsinflation, die sich darin äußert, dass ein hohes Bildungsniveau - zumindest den Geisteswissenschaftler - weder sicheren Job noch hohes Gehalt bescheren, und dass Wissen zur Ware wird, die um des Profits willen massenhaft und billig auf Halde produziert wird. (27.02.12) (Ein gutes altes Beispiel für das gebildete Prekariat gibt der Privatdozent ab, mit dem sich Stefan Laube in der FAZ beschäftigt. Auf Laubes "Versorgungsmentalität" antwortet ein mit dem Status quo sehr zufriedener Volker Rieble.)

Reiche nie aus den Augen lassen

Und wenn Sie jetzt noch immer keinen Hals auf die Besitzenden haben, tun Sie sich noch das rein: Die taz stellt via dpa eine der beliebten US-Studien vor, die Vorurteile bestätigen. Fahrer dicker Autos wirken demnach nicht nur rücksichtsloser, sie sind es auch, und Reiche greifen im Gegensatz zu Armen eher mal anderen in die Tasche. (28.02.12)

Aus Schaden klug

Trost finden die zu kurz Gekommenen in der FAZ, wo Christian Geyer (eher kritisch) Reinhart Kosellecks weitgehend psychologiefreie Erkenntnistheorie des Besiegten vorstellt. Demnach können Niederlagen zumindest die Historiker scharfsinniger machen. (21.02.12)

Ungenormter Sonnenumlauf

Na, haben Sie das Beste aus dem 29. Februar gemacht, den es dieses Jahr mal wieder als Dreingabe zu den üblichen 365 dazu gab? Wie und warum das mit den Schaltjahren bzw. -tagen so ist, erklärt Klaus Bartels in einem höchst lesenswerten NZZ-Beitrag zur globalen Kalendergeschichte. (01.03.12)

Zumutung Freiheit

Freiheit ist schön, macht aber viel Arbeit. Drum ist der Liberalismus wenig sexy, aber notwendig, so der Tenor des Aufsatzes von Gerhard Schwarz in der NZZ. (02.03.12)


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