In der Tradition von Fackel und Weltbühne. - Dienstag, 21. Mai 2013
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Mit dem Stichwort "Islam" sind die folgenden Artikel markiert:
Links der Woche am 22.09.2012, 14:46 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 38/12
Deutsche Uni-Leitungen gucken sich gerne was von ihren US-Kollegen ab und werden dafür mit Elite-Zuschüssen belohnt. Drum könnte die in der NZZ stehende Klage des Schriftstellers Gregor Hens über die Erosion akademischer Werte in den USA auch hierzulande relevant sein. (17.09.12)
Emo-Wochen bei der ZEIT
Die Philosophie, die ZEIT und die Wissenschaften haben die Gefühle für sich wiederentdeckt. Martin Hartmann plädiert denn auch in der ZEIT für Philosophie mit Gefühl und liefert denn auch eine Liste philosophiegeschichtlicher Exempel. Im Gespräch mit der Historikerin Ute Frevert und der Soziologin Eva Illouz geht es um die verdrängte Allgegenwart des Emotionalen in Ratio und Gesellschaft. Wer ganz starke Nerven hat, liest auch noch das Gespräch, das Moritz von Uslar beim Spaziergang mit Wilhelm Schmid, Experte für Häppiness, geführt hat.
Blasphemie ohne Gott
Die Sommerdebatte des Jahres folgte Martin Mosebachs Forderung, Gotteslästerung stärker unter Strafe zu stellen. Derzeit turnt die lautstarke Minderheit der Muslime vor, wie schwer es solche Gedankenwelten haben, im 21. Jahrhundert ein überschaubares Herzinfarktrisiko zu bewahren. Der Theologe Friedrich Wilhelm Graf zeichnet in der NZZ die (lange) Geschichte des Blasphemie-Diskurses in Europa nach. In der ZEIT schreibt Michael Schmidt-Salomon im Namen der Aufklärung all jenen was ins Stammbuch, die bei aller bekundeten Freiheitsliebe dann doch mit Staatsgewalt für Rücksicht auf religiös motivierte Erpressung und metaphysische Grandeur sorgen wollen. Wenn Ihnen all das bekannt vorkommt, waren Sie auch beim letzten Harmageddon zwischen Freiheitshelden und Gottesschützern dabei bzw. kennen Neanders Text zur Papst-Satire von 2006. Leo Fischer von der Titanic erklärt in der taz, warum sein Magazin zur (von Journalisten und Außenamt so genannten) Propheten- auch noch Majestätsbeleidigung hinzufügt.
Das Weitere
Uwe Justus Wenzel stellt in der NZZ die deutsche Übersetzung der Aufsätze Cora Diamonds, die u.a. die Tierrechtsethiker kritisieren. (Apropos: im kommenden Lichtwolf schreibt der blinde Hund über Peter Singer). +++ Die Berliner Zeitung dokumentiert Judith Butlers Dankesrede über das richtige Leben im falschen. +++ Schönes Deutsch: Im Guardian kontempliert Mark Rice-Oxley über den Hang des Deutschen zu prosaischen Wortungetümen.
Links der Woche am 30.04.2011, 13:23 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 17/11
Der Philologe und Übersetzer Mustafa Al-Slaiman hat in der SZ zu Ostern erklärt, wie Jesus im Koran dargestellt wird. Demnach versteht sich der Islam als Ergänzung (oder klarstellendes Update), nicht als Konkurrenz zum jüdischen Messianismus und christlichem Trinitätsgedenken. So gesehen wäre der Islam nicht, wie gern behauptet, dem Christentum knapp 700 Jahre hinterher, sondern einen Schritt voraus. (24.04.11)
Vertrauen braucht mehr als eine Runde
Letzte Woche wurde bereits auf den neuen populärwissenschaftlichen Trend "Altruismus" bzw. "Kooperation" hingewiesen. Nun hat Josef Honerkamp in den Scilogs nachgelegt mit Überlegungen aus der Spieltheorie, allen voran dem Gefangenendilemma. Gingen die Beteiligten streng rational vor, würde jede Runde gleich ausgehen. Gäbe es aber eine Vielfalt von Agenten und Strategien, deren Spiel zudem über mehrere Runden ginge, würde der Kooperation gleichsam evolutionär der Vorzug gegeben werden. (27.04.11)
Wie es der reinste Zufall will, hat man an der Uni Cambridge pünktlich zum 60. Todestag Ludwig Wittgensteins bisher unveröffentlichte Notizen des Sprachphilosophen (und seines Liebhabers Francis Skinner) ausgegraben, die einst als das Rosa Buch gedacht waren und womöglich noch dieses Jahr als das Braune Buch erscheinen könnten. The Philosopher's Eye hat Näheres + Links zur Geschichte. (29.04.11)
Marianna Lieder portraitiert im Tagesspiegel zum fünften Geburtstag das Halbjahresmagazin "Polar. Zeitschrift für politische Philosophie und Kultur." Die zehnte Ausgabe ist gerade zum Thema "Tod und Gesellschaft" im Campus Verlag erschienen. (29.04.11)
Im Vorgriff auf das Titelthema der Sommerausgabe ("Urlaub") verweisen wir hier gern auf einen Termin für die Logiker an der Ostseeküste: Alljährlich begeht Wismar den Geburtstag ihres großen Sohns Gottlob Frege mit einer Wanderung. Am nächsten Sonntag zum 25. Mal, wie die Ostsee-Zeitung informiert. (30.04.11)
Der Link-der-Woche-Preis für die schönste Einleitung geht in dieser Woche übrigens an Constanze Kurz: "Wo steht man eigentlich als postmoderner Mensch? Apple kann es uns sagen."
Links der Woche am 26.02.2011, 14:01 Uhr
Links der Woche, rechts der Welt KW 08/11
Die taz hat in der Bunten, die hier niemals einen Link kriegen würde, den 30-jährigen Sohn von Thilo Sarrazin entdeckt, der es gar nicht schlecht findet, arbeitslos zu sein; wenigstens habe er dann seine Freiheit. Bei den Eltern und deren schnelldrehenden Äußerungen über das untere Fünftel der Gesellschaft kann man sich allerdings denken, dass er es seelisch noch etwas schwerer hat als als viele andere, die von Hartz IV im Plattenbau leben müssen. (24.02.11)
Die Schriftstellerin Hilal Sezgin hat vor einer Weile der Großstadt den Rücken gekehrt und lebt seither zusammen mit Tieren in der Lüneburger Heide. (In der FR beschickt sie vom Land aus die sehr schöne Kolumne "Unter Tieren", die gerade im Buch "Landleben" mündete.) Man kann also ihrem Wahrheitssinn vertrauen und sich beim Deutschlandfunk über das von Sezgin herausgegebene Buch informieren, mit dem sie auf Sarrazin reagiert: Als Muslim wird man nicht geboren, man wird dazu gemacht. (24.02.11)
Vor einigen Monaten verkündete Stephen Hawking in seinem neuen Buch den Tod der Philosophie, die es verschlafen hätte, sich - wie Hawking mit seinem Grand Design - um ein holistisches Weltkonzept zu bemühen. Steven Hedley setzt in "Philosopher's Eye" zu einer Verteidigung der Epistemologie an und verweist auf die Replik, die Christopher Norris an Hawkings Adresse gesandt hat. (24.02.11)
via @AnotherRerun: Wie jeden Freitag Abend gab es auf WDR5 das "philosophische Radio", im Studio war Martin Warnke und das Thema diesmal: Philosophie und/im Internet. Diese Folge (wie auch alle anderen) kann man nachören; via Internet. (25.02.11)
Die taz macht sich zum Wochenende Gedanken über das Leben nach dem Tod, genauer: Was wird aus unseren diversen Online-Accounts und Internet-Ablegern, wenn das stoffliche Anhängsel der Inputmaschine unter die Erde gekrabbelt ist? Den ganzen Artikel gibt es in der gedruckten sonntaz zu lesen. (26.02.11)
Die poetische Art, Geld zu vernichten
Nicht nur Banken können prima Kapital vernichten; genauso gut geht das mit dem Verlegen von Lyrik. In der NZZ stellt Michael Braun die innovativen Modelle vor, mit denen die Verlage Roughbooks und luxbooks ohne Mäzene und Preis-Hopping Gedichte unters Volk bringen wollen. (26.02.11)
Philosophistik & Misosophie am 04.01.2010, 00:43 Uhr
Der Beitrag "Metaphysik & Revolution - Teil II" von Timotheus Schneidegger wurde diesem Dossier hinzugefügt.
Philosophistik & Misosophie am 04.01.2010, 00:33 Uhr:
Dieses Dossier umfasst folgende weitere Beiträge:
- Metaphysik & Revolution - Teil I (04.01.10)
- Metaphysik & Revolution - Teil II (04.01.10)
Politik am 17.09.2006, 10:30 Uhr
Es ist weithin bekannt, daß die Gleichung "Glaube + Kirche = Religion = Wahnvorstellungen + Bürokratie" überall aufgeht und der Lichtwolf nie im Leben ausgerechnet dem Papst zur Seite spränge, der als Professor und Staatsoberhaupt gleich doppelt auf der "anderen Seite" steht.
Sein kürzlicher Vortrag an der Uni Regensburg erhitzt mal wieder "islamische" Gemüter, die wie damals im Februar wegen Karikaturen, dieses Mal aber mit gehörig weniger Latenzzeit, nach Entschuldigungen schreien und sich mit keiner einer zufrieden geben. Dies vorausgeschickt nun die Preisfrage: Wenn das rechts stehende Bild eine (in Wirklichkeit gar nicht so abwegige; das macht gute Satire aus...) Fotomontage ist, also eine Karikatur -- flippen die Karikierten dann noch mehr aus? Oder fällt wenigstens bei einem mal der Groschen?
Ach!
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