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Lichtwolf - Monatsbuch: April 2012

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Monatsbuch

April 2012

Links der Woche am 01.04.2012, 15:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 13/12

Glück auf beim Data Mining

Dietmar Dath glaubt nicht, dass früher alles besser war, aber auch nicht, dass in Zukunft alles besser wird. In der FAZ skizziert er die vier Paradigmen der exakten Wissenschaften, deren jüngstes viertes ein Kind der Möglichkeit ist, komplizierte Berechnungen mit einer Turingmaschine zu erledigen. Vernetzt man Millionen davon, schlägt die Quantität in eine neue Qualität um, in welcher Theorie, Experiment und Simulation ununterscheidbar sind. (28.03.12)

Der Unvermeidliche

Hans Ulrich Gumbrecht denkt in seinem philosophischen FAZ-Blog "Digital/Pausen" diese Woche über die Frage nach, ob Heidegger unvermeidlich sei. (In Freiburg: ja) Grund ist die Tatsache, dass Subjektphilosophie und Konstruktivismus abgewirtschaft sind und besonders Heideggers Spätwerk neue Impulse zur Gegenwartsanalyse geben könnte. Daneben setzt sich Gumbrecht noch mit seinen inzwischen abgelegten Vorbehalten gegen Heidegger wg. 1933/34 auseinander. (30.03.12)

Metametameta

Leonie Seng verweist in Ihrem Philosophie-Blog auf das Philolink-Blog, das seit einigen Tagen Links zu philosophischen Themen sammelt, und wir verweisen in unserer wöchentlichen Sammlung von Links zu philosophischen Themen auf den Verweis zur Verweissammlung. Deconstruct this, Poststrukturalismus! (30.03.12)

Weltwissen in 45-Minuten-Häppchen

Judith Schalansky hat mit "Der Hals der Giraffe" den wunderbaren Monolog einer verbitterten Bio-Paukerin verfasst und denkt nun in der FAZ über Schulbücher gestern, heute und morgen nach; sowie über das Rätsel, das über jeder Schulzeit hängt - gerade wenn Klausuren anstehen: Wofür soll man den ganzen Stoff später mal brauchen? (01.04.12)


Links der Woche am 07.04.2012, 15:04 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 14/12

Put your Schlegel in my Kant

Die Spaßgesellschaft endete am 11. September 2001, seither hat es die Ironie schwer gehabt im öffentlichen Diskurs. Das tut ihm nicht gut und der Kunst im weitesten Sinne auch nicht, findet Peter Richter, und weist in einem wunderbaren FAZ-Text nach, das auch schon Griesgrame wie Hegel müßige Verspieltheit unter dem verbissenen Ernst des bürgerlichen Realitätssinns begruben. (01.04.12)

Warum Flaggen brennbar sind

Thomas Grüter fragt in seinem Scilog "Gedankenwerkstatt", ob Irrationalität womöglich kein Defekt, sondern nur ein weiterer üblicher Modus des Denkens ist. Der Glaube an übersinnliche Kräfte ist schließlich in allen Kulturen verbreitet, ebenso wie der an Rituale, Wahrsagerei und Symbole, wie der hierzulande gültige § 90a StGB bezeugt. (02.04.12)

Kaum Diskurs im Diskurs

Nebenan bei Glanz & Elend rekapituliert Peter V. Brinkemper eine Wuppertaler Tagung zu Habermas' Update des Historischen Materialismus', die eher zu einer (mäßigen) Werkschau geriet. Was sind Kapitalismus und Demokratie heute in Europa? Was bedeuten Erkenntnis und Interesse für den Diskurs? Was machen Wissenschaft und Technik im Überbau?

"deutsche Gebrauchsliteratur"

Kürzlich lasen vor 250 "eher linken" Zuhörern die Redakteure Mely Kiyak (FR), Yassin Musharbash (SPON) und Deniz Yücel (taz) aus der Hatemail vor, die sie in den vergangenen Jahren erhalten haben: Leserbriefe, aus denen Rassismus, aber auch Sexismus und Antisemitismus nur so herausmüffeln. Der kathartische Abend schien - dem taz-Bericht nach - sogar lustig gewesen zu sein, wenn nämlich die Zuschriften vor lauter Hass gar zu sehr ins Absurde kippten. (02.04.12)

Von der Fahne gegangen

Die Zentripetalkraft des abendländischen Kapitalismus und seiner Leistungsnorm lässt nach. Dokumentiert wird das von der Selbstauskunft einer jungen Hochschulabsolventin mit Karriereaussichten, die nicht etwa hingeworfen hat, um sich mit Sabbatjahr oder Abenteuerurlaub für den Job zu regenerieren. Vielmehr lebt sie jetzt einfach von Arbeitslosengeld jenseits von Schland; mit Oscar Wilde: "I don't want to earn a living, I want to live." (04.04.12)

Das Weitere und Engere

In der NZZ bespricht Ludger Lütkehaus das neue Buch "Aufklärung. Das europäische Projekt." von Manfred Geier. +++ Anlässlich der Veröffentlichung von Theodor W. Adornos Vorlesungen zur Ästhetik und Dialektik läuft in Berlin eine Ausstellung zu TWA, schreibt der Tagesspiegel. +++ Sensation: Fichte war kein Rammenauer, sondern aus Oschatz, wie die Oschatzer Allgemeine Zeitung atemlos meldet!



Links der Woche am 14.04.2012, 14:48 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 15/12

Vorsorge gegen die Sorgen

Wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch der Weltuntergang: Im US-Fernsehen starten zwei Reality-Dokus, in denen es um Leute geht, die sich auf die Apokalypse vorbereiten. Johannes Thumfahrt sieht das eschatologische Prinzip der Casting-Show darin auf die Spitze getrieben und berichtet in der taz über ein Land, in dem sich Bewohner bewaffnen und einbunkern, weil sie mit dem Weltuntergang besser umgehen können als mit der nächsten Tilgungszahlung. (11.04.12)

Quantentricks

Wer beeindruckt nicht gern eine fesche Erstsemesterin, einen feschen Erstsemester mit der modernen Physik entlehnten Paradoxa? Dieses geisteswissenschaftliche Balzritual könnte bald an sein Ende kommen, denn Physiker Joachim Schulz erklärt gerade in seinem Scilog "Quantenwelt" allgemein verständlich relativistische Paradoxa - und ihre schnöde Auflösung! (12.04.12)

Calvins Erbe

Malochen ist scheiße, aber es geht immer noch beschissener, wie der Doku-Film zeigt, der das Business-Punk-Motto "Work hard, play hard" als Titel hat und von der taz, der ZEIT und der der FAZ vorgestellt wird, die gar meint, der Film zeige, "wie die Betriebswirtschaft unser Leben zerstört und am Ende vielleicht auch den klassischen Kapitalismus". Zur positiven Stimulation des Fluchtreflexes sei abermals an die taz verwiesen, die ein Gespräch mit dem Aussteiger Tom Hodgkinson geführt hat.

Festival oder Kneipe?

In Hannover findet gerade das dritte Festival der Philosophie statt. +++ Das Panoptikum der Stammkneipenkultur, Adam Seides "ABC der Lähmungen" wurde neu aufgelegt, wie die ZEIT meldet.



Links der Woche am 21.04.2012, 15:10 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 16/12

Looking for Freedom

In der taz verteidigt Micha Brumlik den Vordenker des Individualismus, John Stuart Mill gegen seine Vereinnahmung durch den Neoliberalismus. Seine Ablehnung jeglicher staatlicher Einmischung war keineswegs so rigoros, wie z.B. Hayek meinte, und zum Lebensende hin machte sich Mill gar Gedanken über den Sozialismus. (17.04.12)

Agamben zum Siebzigsten

Zu seinem 70. Geburtstag bekommt Giorgio Agamben in der taz ein kurzes Portrait von Cord Riechelmann, das die Pioniertat des "Homo sacer" würdigt, Auschwitz philosophisch und nicht nur geschichtswissenschaftlich zu begegnen. Leider bricht es viel zu früh ab. Ausführlicher dagegen die Geburtstagsgrüße, die Agamben in der NZZ von Uwe Justus Wenzel bekommt.

Träger Muff

Markus Dahlem fragt sich in den BrainLogs, ob eine wissenschaftliche Karriere überhaupt noch lohnt. Anlass ist eine aktuelle Radiosendung, die die Starrheit akademischer Strukturen nicht gesetzlich oder finanziell begründet sieht, sondern der muffigen Trägheit geschuldet. (20.04.12)

Quickstep von links nach rechts

Hans Ulrich Gumbrecht widmet sich in seinem FAZ-Blog Digital/Pausen diese Woche der nicht mehr ganz so taufrischen Frage, ob "links" und "rechts" im politischen Diskurs noch Sinn machen. Von der Begriffsgeschichte, in der die Positionierung einst relativ zum Verständnis des Begriffs "Gleichheit" stattfand über die Godesberger SPD und die Schwärze der Grünen bis zur erzlinken Staatsgläubigkeit geht der "Quickstep". (20.04.12)

Paddi machen: Letzte Woche Festival in Hannover, heute Party in Bielefeld: Die dortige Uni-Abteilung Philosophie haut auf den Putz, Mauri Antero Numminen ist Stargast.


Links der Woche am 28.04.2012, 15:00 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 17/12

Ein Prosit dem Volkskörper

In der WELT freut sich Alan Posener über eine "Studie" der amerikanischen Onlinezeitung "The Daily Beast", die unter den nutzlosesten Uni-Abschlüssen vor allem geisteswissenschaftliche wie Politik, Geschichte, Philosophie oder Kunst aufführt: "Ein Land, in dem es kein geisteswissenschaftliches und künstlerisches Prekariat gibt, ist ein Land ohne Seele." (25.04.12)

Demokratie unter Druck

Unserer Lieblingsstaatsform geht es gerade nicht gut: Von außen machen der wirtschaftliche Erfolg Chinas und das EU-Sparkommissariat Druck, im Innern wählen die Bürger wenn überhaupt dann nur noch aus Protest. Herfried Münkler macht sich in der NZZ seine Gedanken über den Scheideweg zwischen elitärer Kommando-Demokratie und irrationaler Massenbewegung. (25.04.12)

YPS kommt zurück

...so wird gemeldet, und zwar eine YPS für die, die damit aufgewachsen sind und heute auf Titten, Grillwürste und Club-Mate-Lifestyle statt Urzeitkrebse stehen.




Lektüreempfehlungen


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Experten

Lichtwolf Nr. 41 vom Frühling 2013 zum Thema „Experten“ ist erhältlich als DIN-A4-Paperback und als E-Book für Kindle sowie im epub-Format.



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Die aktuelle Ausgabe:

Lichtwolf 3/2014 (Nr. 47), September 2014

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Alles Bedenkswerte über den Roten Planeten, den Krieg und seinen Gott sowie über das Symbol für den weißen Mann plus Postmoderne, Geldkritik und Radikalinskis auf 118 Seiten DIN A4, ISBN 9783941921436.

Auszüge aus der Nr. 47 können Sie auch im LichtwolfReader durchblättern.

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Das nächste Heft erscheint am 20. Dezember 2014 mit dem Titelthema Häuser. »» Abonnieren


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Monatsbuch

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