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Links der Woche am 29.08.2015, 14:29 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 35/15

Palaver übers Einzelne

Michael Pauen hat mit Harald Welzer ein Buch über Autonomie und Konformität geschrieben und unterhält sich auf Telepolis mit Manuel Schumann just darüber sowie über die Ableitungen wie Datenschutz und die nötigen Abgrenzungen zu Narzissmus, Chaos und digitalem Mobwesen. (23.08.15)

Nietzsche gefällt das (nicht mehr)

Antisemitische Wagnerianer werden von JHWE bestraft, indem sie nach jahrzehntelanger Warterei auf Tickets für die Bayreuther Festspiele ebendort neben dem fülligen, schnaufenden Peter Sloterdijk platziert werden. Der lässt sich in der ZEIT wiederum ausführlich und unnachahmlich über seinen Trip zum grünen Hügel aus. (25.08.15)

Menschheit aus Unruhe und Zwietracht

Hans Magnus Enzensberger hat es schon immer gewusst, schreibt Martin Meyer in der NZZ und empfiehlt daher die hellsichtigen Essays des HME zur Relektüre, für die sich die ergänzte Neuauflage seiner jahrzehntealten Essays über Migration, den molekularen Bürgerkrieg in Europas Städten und Gotteskrieger bestens eignet. (29.08.15)

Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Michael Jäger empfiehlt im Freitag, in Dresden schleunigst Aischylos’ Tragödie „Die Schutzflehenden“ aufzuführen. In der taz beobachtet Georg Seeßlen die Rückkehr des hässlichen Deutschen, der von Demokratie, Aufklärung und Humanismus nichts mehr wissen will, wenn das Agambensche Dispositiv lockt. Die NZZ bespricht Achille Mbembes nun auch auf Deutsch vorliegende „Kritik der schwarzen Vernunft“, die den Residuen von Sklaverei, Kolonisierung und Apartheid im eurozentrischen Denken nachspürt.

Die Maschine denkt mit

Kürzlich hatten wir es schon einmal mit den juristischen und ethischen Herausforderungen, die eine zunehmend autonome Technologie u.a. im Straßenverkehr mit sich bringt. Hans-Arthur Marsiske fasst sie bei Telepolis zusammen, stellt einige Maschinenethiker sowie das Trolley-Problem und den guten alten Isaac Asimow als Ratgeber vor. In der NZZ befasst sich auch Eduard Kaeser mit denkenden Maschinen und der Berechnung von Phi, also dem Grad ihres Bewusstseins. Die Maschinen steuern unsere Autos, pflegen unsere Lieben und lösen unsere logisch-mathematischen Probleme, wie Markus Pössel in den Scilogs über automatisierte Beweisverfahren schreibt und dabei nicht außer acht lässt, dass sie auch von Experten kaum noch zu verstehen sind.

Außerdemos von Sonstnochos

Die SZ bespricht den jüngsten Essay von Byung-Chul Han, in dem dieser dem Schönen das disruptive Element jenseits von Gefälltmirbarkeit zurückgeben möchte. +++ Nebenan bei Glanz & Elend würdigt Wolfram Schütte zum 90. Geburtstag den Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann, der - wie der jüngst verstorbene Egon Bahr - halt noch Sozialdemokrat im Wortsinn war. +++ Die NZZ stellt uns die Streitschrift vor, in der Rudolf Langthaler (u.a. mit Kant Thomas Nagel) den Naturalismus des Atheismuspapstes Richard Dawkins auseinandernimmt. +++ Unterwegs sein: Fast schon im Ton eines guten, vertrauenswürdigen Heidegger geht, denkt und schreibt Georg Seeßlen dem Pfad nach. (Nachdenken, nie folgen!)


Links der Woche am 22.08.2015, 14:23 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 34/15

Die Abschaffung des Menschen

Karl Kollmann sieht in seinem Essay auf Telepolis das transhumanistische Zeitalter längst angebrochen: All die elektronischen Helferlein ringsum machen das Leben leichter und ent-lernen ihre Nutzer, bis die ohne Technik völlig aufgeschmissen sind. (16.08.15)

Das agonale Europa

Die Idee Europas ist für Hegel identisch mit der Idee der Freiheit, schreiben Byung-Chul Han und Christian Schüle in der FAZ. Grund genug, sich in der Griechenlandkrise und den sich darin auftuenden Abgründen darum zu sorgen, aber auch für Streit und Empörung, Ethik und Kultur zu werben. (18.08.15)

Einfach leben

Freitag-Leser Sandro Abbate portraitiert Henry David Thoreau als Vordenker aller, denen die moderne Hektik und das reine Nützlichkeitsdenken zuwider sind: Gandhi, Greenpeace, Martin Luther King und Occupy haben ihre Lehren aus Thoreaus Werk gezogen. (19.08.15)

Neue Bücher:

Die NZZ bespricht Giorgio Agambens Essay über den Rücktritt Benedikts XVI., welcher manche Lehren für die Postdemokratie enthält. +++ Die FAZ stellt Angela Grafs Studie über die wenig überraschend sozial überaus homogene „Wissenschaftselite Deutschlands“ vor. +++ Umgekehrt weist die NZZ kurz auf die „ernsten Scherze“ des FAZ-Feu-Chefs Jürgen Kaube zum Bildungssystem hin.


Links der Woche am 15.08.2015, 14:32 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 33/15

Das Leben kann so anders sein

Das ZEIT Magazin unterhält sich - schick bebildert - mit dem Kosmologen Ben Moore, der via Science-Fiction zu seiner Profession fand, über die Entstehung des Universums, außerirdisches Leben (mit Nerven aus Draht!) und welche große Rolle der Zufall bei alldem spielt. (11.08.15)

Einmischung und Synthese bringen nichts

Anreizsysteme können ziemlich nach hinten losgehen, wie Bernhard Pörksen in der ZEIT mit Blick auf Intellektuelle schreibt. Drittmitteleinwerbung und Publikationslisten sind für die Vertragsverlängerung wichtiger als „die aus intellektueller Leidenschaft geborene Faszination“ von einem Thema, womit sich die Geistes- und Sozialwissenschaften aus dem öffentlichen Diskurs verabschieden. (12.08.15)

Kooperation statt Konkurrenz

In der ZEIT stellt Annika Reich die Psychologin Tania Singer vor, die zu widerlegen versucht, dass es den homo oeconomicus, das kapitalistische Menschenbild, gibt. Ökonomen ahnen das natürlich längst, müssen aber dabeibleiben, weil sich der mitfühlende, wankelmütige Mensch nicht in Formeln fassen lässt. (12.08.15)

Neue Bücher:

Ausführlich bespricht die SZ den jüngsten Essayband der Soziologin Eva Illouz, worin sie mit dem Zionismus für ein säkulares Israel plädiert. +++ Nebenan bei Glanz & Elend stellt uns Patrick Wichmann den neuen Band mit Claude Lévi-Strauss’ Zeitungsessays vor, die den Mythos in damals tagesaktuellen Themen wie BSE oder Prinzessin Diana beleuchten. +++ Die NZZ rezensiert Harald Welzers und Michael Pauens Buch über Konformität, Autonomie und die Bedeutung der Privatheit im digitalen Zeitalter. +++ Besprochen wird ebd. auch der neue Band der Briefe Max Webers, die er auf Reisen u.a. nach Amerika verfasst hat. +++ Kann man in diesen Tagen gut gebrauchen: Der Standard stellt Nina Horaczeks und Sebastian Wieses Handbuch zur Online-Argumentation gegen allerhand Vorurteile vor.

Et cetera:

Das SZ-Magazin unterhält sich mit der Soziologin Cornelia Koppetsch darüber, wie sich der Kapitalismus gerade selbst abschafft und jeder in der ständigen Überbietungslogik bei der eigenen Abschaffung mitmacht. +++ Der Freitag meldet, dass man sich die verrauschten irdischen Aufnahmen auf der goldenen Schallplatte, die 1977 mit der Voyager-Sonde ins All geschossen wurde, nun auch als Terraner anhören kann. +++ Standard-Leser Thall Kausenmut spricht der Philosophie die Wissenschaftlichkeit ab mit den üblichen Argumenten: keine Empirie, keine falsifizierbaren Thesen, kein Ziel. (Platon sei Dank!) +++ Vertonte Gedankengebäude: Bei openculture.com gibt es nicht nur jede Menge Uni-Vorlesungen zum Nachhören, sondern auch Kenneth Goldsmiths musikalische Interpretation der Theorien von Benjamin, Wittgenstein und Freud sowie Brian J. Davis’ Postpunk-Einspielung von Adornos „Minima Moralia“ (alles halt leider in englischer Übersetzung). +++ In seinem Blog denkt Georg Seeßlen mit Roland Barthes über den gefräßigen Blick im Kino und den gesättigten Blick vorm Fernseher nach. +++ Dirk Schümer von der WELT wollte zu Heideggers Hütte, aber für einen längeren Text hat es nicht gereicht.


Links der Woche am 08.08.2015, 14:16 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 32/15

Mit Irritation fängt alles an

Marion Detjen erklärt in der ZEIT, dass das Geschlecht genauso wie Nation, Volk, Geschichte, Gesellschaft einerseits objektive Grundlage hat und andererseits doch sozial konstruiert ist. Für Geisteswissenschaftler_innen sollte das keineswegs abstrus sein, weshalb Detjen deren mangelnde Solidarität gegenüber den Gender Studies verwunderlich und gefährlich findet. (07.08.2015)

Kim Kardashian besiegt Kant

Für ZEIT Campus unterhält sich Esther Göbel mit der Philosophin Susan Neiman übers Erwachsenwerden in einer Gesellschaft, die Frühvergreisung und Jugendwahn prima unter einen Hut kriegt. Wir lassen uns vom Ernst des Lebens und vom Selberdenken allzu gern ablenken, anstatt die Welt zu gestalten.

Autonome Auto-Wochen...

...in der FAZ, wo man sich geisteswissenschaftlich mit selbstbestimmenden Selbstfahrenden, also autonomen Automobilen beschäftigt. Rolf Schwartmann denkt darüber nach, was es für Würde, Freiheit und Verantwortung des Fahrers heißt, dem Gefährt Entscheidungen zu überlassen: Die KI könnte Opfer ohne rechtseigentliche Täter schaffen. Thomas Thiel berichtet, dass die Informatiker sich längst mit ethischen und juristischen Fragen beschäftigen, um programmierte Bonzenschüsseln im Ernstfall entscheiden zu lassen, wer überfahren und wem ausgewichen wird.


Links der Woche am 01.08.2015, 14:28 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 31/15

Cyborg for President!

Freitag-Community-Mitglied Jan Rebuschat unterhält sich mit Zoltan Istvan, der dem Transhumanismus - der technischen Überwindung von Arbeit, Alter und Tod - mit einer Kandidatur für die US-Präsidenschaftswahlen 2016 zum diskursiven Durchbruch verhelfen möchte. (25.07.15)

Beunruhigende Unruhe in allem

Die nomadische Unruhe steckt uns seit biblischen Tagen in den Knochen, schreibt Christian Thomas in der FR nach der Lektüre von Ralf Konersmanns Studie über „Die Unruhe der Welt“. Der Blumenbergschüler analysiert Mythos und Begriffsgeschichte von Hektik, Elan und Veränderung, anstatt sich ratgeberhaft zu tagesaktuellen Syndromen auszulassen. (31.07.2015)

Neue Bücher:

Die FR bespricht auch zwei Bücher über den Glauben an das Geld, seine wechselvolle Geschichte und die Hoffnung, die in der Poesie liegt. +++ Die FAZ stellt die Untersuchung von Nikolai Wehrs vor, wie sich anno 1968ff. Professoren gegen die Studentenbewegung verbündeten. +++ Bei Glanz & Elend bespricht Peter V. Brinkemper Wilhelm Schmids Ratgeberphilosophie, die sich nach dem Schnelldreher zur Gelassenheit nun dem Sexfrust widmet. +++ Für ein Springerblatt überraschend wohlwollend rezensiert die WELT Paul-Philipp Hanskes und Benedikt Sarreiters neues Buch, das zu einer entspannteren Drogenpolitik aufruft.


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


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