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Die Zeitschrift trotz Philosophie

Die subversive Kraft des Denkens gegen die akademischen und literarischen Blabla-Betriebe rehabilitieren – das ist Aufgabe des Lichtwolf. Im Widerstand gegen die Verzweckung des Daseins stand er von Anfang an im lichten Abseits.
Der Lichtwolf wurde im Sommer 2002 aus Übermut und Langeweile im Umfeld der Fachschaft Philosophie der Uni Freiburg gegründet. Der Studentengag wuchs sich im Laufe der Jahre grund- ...

Über den Lichtwolf

Die aktuelle Ausgabe

Lichtwolf Nr. 55 (3/2016)

September 2016

Titelthema: Nasen & Füße

Für nur 8,50 EUR (inkl. Porto) bestellen:

Exemplar(e)

Lichtwolf Nr. 55 (3/2016) ist auch als DRM-freies E-Book zum Preis von nur 3,99 EUR erhältlich:

Nasen und Füße haben vieles gemeinsam, was sie trotz und wegen ihrer Unterschiedlichkeit zum Ausgangspunkt der philosophischen und popkulturellen Exkurse dieser Ausgabe macht. Es sind seltsame Körperstellen, in der Kunst ohne Satire (oder Allgemeinheiten wie Haken-, Stups- und Knubbelnase) schwer darzustellen. Beim Fuß ist das entschuldigt dadurch, dass er uns meist in Socken und Schuhen verborgen begegnet, selbst wenn es der eigene ist. Nasen dagegen ragen uns kaum zu verbergen aus jedem Gesicht entgegen, nur die eigene bleibt spiegellos im toten Winkel.

In der Genesis hat Gott den Lebensodem dem ...

zur aktuellen Ausgabe

Das Neueste aus Ontenhausen:

Links der Woche am 03.12.2016, 14:21 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 49/16

SETI und Plethi

Francis Drake schüttelte 1960 eine nach ihm benannte Formel aus dem Ärmel, die die (ziemlich hohe) Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben berechnet. Für Telepolis zeichnet Harald Zaun im ersten Teil seines Essays die Ideengeschichte der Suche nach E.T. bzw. zweiten Erden im Kosmos nach. (03.12.16)

500 Jahre Utopia

Vor einem halben Jahrtausend ist „Utopia“ von Thomas Morus erschienen. Die NZZ würdigt aus diesem Anlass das Werk, das Werner von Koppenfels als ironisch-philosophische Lehrfabel voller Sprachwitz vorstellt. Uwe Justus Wenzel betrachtet kurz die Geschichte und Entwicklung des Begriffs Utopie, die eine Verfallsgeschichte ist.

Außerdemchen:

Philosophie in postfaktischen Zeiten: Der Guardian hat ein zunächst überschaubar wirkendes philosophisches Entscheidungsproblem ganz demokratisch per Online-Abstimmung „gelöst“. +++ Die taz stellt Jörg Späters große Biographie Siegfried Kracauers vor, die zum 50. Todestag des Kulturkritikers und Adorno-Kumpels erschienen ist. +++ Morgen wird in Österreich ein neuer Präsident gewählt - und es könnte der Rechtspopulist Norbert Hofer werden. Die ZEIT unterhält sich mit dem Schriftsteller Robert Menasse über die Aussicht auf einen Alpen-Trump in seinem Land. +++ Mathias Greffrath bespricht für die ZEIT Stephan Lessenichs Studie über die kapitalistische Externalisierungsgesellschaft, die in der Ferne ausbeutet und kontaminiert, um in den reichen Staaten noch mehr Wohlstand zu schaffen; wenn Sie sich für diese Problematik interessieren, könnte auch Marc Hieronimus’ „Der Schritt zur Seite“ was für Sie bzw. für unter den Weihnachtsbaum sein. Es ist kein Ratgeberbuch!


Links der Woche am 26.11.2016, 14:45 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 48/16

Der Pragmatismus ist schuld an Trump

Der Pragmatismus hatte es in Europa schon immer schwer, weshalb der Pragmatiker Trump hier ein größeres Rätsel ist als in den USA, schreibt Andrian Kreye in der SZ. Er blickt darum in die US-Ideengeschichte und darauf, wie Dewey, James und Peirce die Politik und Kultur des USA geprägt haben, aus der der künftige Präsident hervorging. (18.11.16)

Die Eierköpfe sind schuld an Trump

Die linksliberale Elite in den USA drehe sich nur um sich selbst und habe mit ihrer Political Correctness den kleinen Mann zum Trump-Wähler gemacht, heißt es. Dem widerspricht Katja Kullmann im Freitag vehement, warnt vor dem Antiintellektualismus der neuen Rechten und ruft zur Solidarität der Prekarisierten mit und ohne Uni-Abschluss auf. (21.11.16)

Sie nannten ihn Krac

In der FR wird Siegfried Kracauer zu seinem 50. Todestag von Christian Thomas als metaphysischer Sinnsucher und Kulturkritiker gewürdigt, der sich mit Ernst Bloch und Georg Lukács anlegte und eine schwierige Beziehung zu Adorno pflegte. (25.11.16)

Geisteswissenschaftler sind die besseren Chefs

Für ihr Uni-Blog unterhält sich die FAZ mit dem Psychologen Nico Rose, der seines Zeichens Head of Corporate Employer Branding, University Relations & Recruiting Programs bei Bertelsmann ist und als solcher speziell Geisteswissenschaftler zu kreativen und leidenschaftlichen Führungskräften heranzieht. (25.11.16)

Das Weitere und Engere:

Rüdiger Suchsland weist bei Telepolis auf den Kinofilm „The Arrival“ hin, der Sprachspiele mit Außerirdischen zeigt, die nicht nur Wittgenstein gefallen würden. +++ Der Freitag bespricht Botho Straußens jüngstes antimodernes Lamento über die aussterbende deutsche Leit- und Altherrenkultur. +++ Die NZZ stellt Dieter Thomäs Philosophiegeschichte der bösen Jungs und Störenfriede vor. +++ Die FAZ rezensiert ausführlich, doch ein wenig ratlos Judith Butlers „Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung“. +++ Ebenfalls in der FAZ darf Uwe Jochum einmal mehr gegen Open Access wettern und Sibylle Anderl blickt in eine Zukunft, in der Algorithmen für uns die wichtigsten Stellen aus dicken Büchern heraussuchen.


Links der Woche am 19.11.2016, 14:26 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 47/16

Philosophie blüht in der Krise

Die wachsende Popularität der Philosophie ist ein Symptom für Umbruchzeiten, wie Richard David Precht im NZZ-Interview erklärt - und sich freut: Bald werden Maschinen die ganze Arbeit machen und noch mehr Menschen noch mehr Zeit für Philosophie haben! Dann werden auch immer mehr Leute sich fundiert jenseits der Politik einmischen können. (19.11.16)

Die Woche danach

Eine Woche nach dem Wahlsieg Donald Trumps stellt dieser sein Regierungsteam aus apokalyptischen Reitern zusammen. Thomas Thiel hat sich für die FAZ im traditionell liberalen US-Wissenschaftsbetrieb umgehört, der sich nach Trumps Wahlsieg mit seiner Abkapselung und Wählerferne auseinandersetzen muss. Die US-Philosophin Susan Neiman zeigt sich in der FR (nur im Abo) entsetzt über Trumps Personalentscheidungen und sucht eine vernunftorientierte Politik anderswo (z.B. in Deutschland). Slavoj Žižek zuletzt freut sich in der ZEIT (mit Badiou und Mao) über Trump, der die drohende Katastrophe sein könnte, die (anders als Hitler) die liberalen Kräfte eint und mobilisiert.

Et cetera:

Zum Welttag der Philosophie hat sich Deutschlandradio Kultur mit Andreas Urs Sommer über die sozipolitische Rolle und Bedeutung der Disziplin zwischen Marktplatz und Elfenbeinturm unterhalten. +++ Die taz bespricht das neue Buch des Historikers Timothy Garton Ash, der verschiedene Positionen zum Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit und dem Kampf gegen Hate Speech gegen einander abwägt. +++ An der Uni Glasgow stehen „Die Simpsons“ laut WELT im Mittelpunkt eines Philosophieseminars. +++ Der Freitag stellt den aufwiegelnden Essay „Versuch, die Jugend zu verderben“ vor, in dem sich Alain Badiou als kommunistischer Sokrates inszeniert.


Links der Woche am 13.11.2016, 13:20 Uhr

Links der Woche, rechts der Welt KW 46/16

Ach, Amerika...

Das waren noch Zeiten: Die uralte NZZ hat in ihrem Archiv ihren damaligen Bericht über die US-Wahlen von 1789 gefunden. Das Ergebnis der Wahlen dieser Woche könnte kaum kurioser sein: Gewonnen hat entgegen aller Erwartungen Slavoj Žižeks Wunschkandidat Trump, den Brian Leiter als US-Präsidenten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung analysiert. Die SZ sammelt die schockierten Reaktion von US-Intellektuellen wie Judith Butler oder Saskia Sassen, die sich fragen, wie das passieren konnte. Auch bei Schwein & Zeit geht es - neben einem Ausblick mit Platon - um die Frage, wer die ganzen Trump-Wähler eigentlich sind: alles dumme Nazis?! Hannes Stein portraitiert in der WELT die alternative Rechte („alt right“), die am lautesten und voller Fremdenhass für Trump geworben hatte; auch Meike Laaff blickt für die taz auf die unheilige Allianz der Enthemmung zwischen der Ultrarechten und Internet-Trollen.

300 Jahre ohne Leibniz

Zu seinem 300. Todestag wird Gottfried Wilhelm Leibniz von der NZZ ausgiebig geehrt: Michael Kempe blickt auf Leibniz’ fleißiges Leben und vielfältiges Wirken zurück, Uwe Justus Wenzel erzählt, wie Arthur Schopenhauer Leibnizens Auffassung von der besten aller möglichen Welten zu widerlegen versuchte (ein Projekt, das in diesen Tagen eine Renaissance erfahren dürfte...) und der Schriftsteller Karl-Heinz Ott würdigt die große Bedeutung von Phantasie und Inspiration für das Schaffen des großen Rationalisten Leibniz. Dem war gestern Abend auch die lange Nacht im Deutschlandfunk gewidmet, die man hier nachhören kann.


Eine Übersicht aller Themen und Beiträge finden Sie im Monatsbuch.


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Lichtwolf Nr. 55 (3/2016), September 2016

Titelthema: Nasen & Füße

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Stichwortverzeichnis


Archiv


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